Musik

Rechtsextremer Rapper zieht sich zurück

Wird aufgrund seiner rechtsextremen Texte seit Jahren vom Verfassungsschutz Bayern beobachtet: Chris Ares Foto: imago

Der rechtsextreme Musiker Chris Ares hat einem Zeitungsbericht zufolge die Oberlausitz verlassen. »Ich bin komplett weg aus der Region«, zitiert die in Dresden erscheinende »Sächsische Zeitung« (Freitag) den Rapper, der mit bürgerlichem Namen Christoph Aljoscha Zloch heißt.

Im Frühsommer hatte der 28-Jährige in den sozialen Netzwerken seinen Umzug nach Sachsen angekündigt. Zuletzt war bekannt geworden, dass er in Cunewalde (Landkreis Bautzen) Fuß fassen will.

verfassungsschutz Ares wolle sich sogar komplett aus der Musik und Politik zurückziehen, berichtet die Zeitung. Er war über Jahre eine Vorzeige-Figur für die rechte Szene. Der bayerische Verfassungsschutz stufte ihn als »gesichert rechtsextrem« ein.

»Ich stehe zu allem, was ich getan habe, aber ich habe mich zu tief reingesteigert«, zitiert die Zeitung den Musiker. Bereits während der vergangenen Monate sei ihm bewusst geworden, dass der eingeschlagene Weg für ihn nicht der richtige sei.

Ares hatte zunächst auch einen rechten Szenetreff in Bautzen und Bischofswerda geplant. Dagegen regte sich – ebenso wie in Cunewalde – heftiger Widerstand. Unklar ist, ob er sich an einem Wohnprojekt im sächsischen Ort Weifa (Landkreis Bautzen) beteiligt. Seine beiden Mit-Musiker würden dort wohnen, ein rechter Treff sei aber nicht geplant, sagte er der Zeitung. epd

Die Träger des Georg-Stefan-Troller-Preises 2026

Frankfurt am Main

Auszeichnung für Journalisten und Buchautoren

Der Georg-Stefan-Troller-Preis für die Berichterstattung über jüdisches Leben wurde erstmals verliehen. Mit Mascha Malburg und Joshua Schultheis sind auch zwei JA-Journalisten unter den Ausgezeichneten

 11.10.2026

Frankfurt am Main

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Philippe Sands überreicht

Der Völkerrechtsanwalt forderte in seiner Rede ein Ende angeblicher »Debattenbeschränkungen« in Deutschland

 11.10.2026

Julia Franck

»Sie liebt, aber sie wird nicht geliebt«

Die Schriftstellerin über ihre literarische Biografie der Jüdin Baladine Klossowska und den Dichter Rainer Maria Rilke

von Knut Elstermann  11.10.2026

Aufgegabelt

Rote Bete mit Tahini

Rezepte und Leckeres

 11.10.2026

Forum

Leserbriefe

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Texten der Jüdischen Allgemeinen

 10.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Berlin

733 Tage, 2 Stunden und 35 Minuten

Eine Ausstellung im Paul-Löbe-Haus erzählt von Verlust, Hoffnung und bleibenden Folgen in der Zeit zwischen dem 7. Oktober und dem Abkommen zur Freilassung der Geiseln

von Pascal Beck  09.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026