Gaming-Plattform Steam

Rechte Parolen und Nazi-Symbole entfernt

Die Gaming-Plattform Steam Foto: dpa

Der Online-Spiele-Anbieter Steam hat Dutzende Inhalte mit verfassungsfeindlichen Symbolen und ein volksverhetzendes Profil von seiner Plattform entfernt.

Pseudonym Dabei hätten bereits die Pseudonyme der Nutzer wie »Führer«, »Holocaust«, »Dr. med. Hitler vergaßt« oder Gruppennamen wie »Reconquista Germania« eine Affinität zur NS-Zeit erkennen oder einen rechtsextremen Hintergrund vermuten lassen, teilte am Montag die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) mit. In den Profilen fanden sich demnach Siegrunen, Abbildungen des SS-Totenkopfes oder einschlägige Zahlenkombinationen.

Bei den Symbolen und Parolen gehe es um »absolut unzulässige und strafbare Inhalte«. Nach einer Beschwerde hätten Mitarbeiter der Medienanstalt 28 rechtswidrige Hintergrundbilder sowie knapp dreißig Profile mit rund fünfzig strafrechtlich relevanten Inhalten gefunden und der Plattform gemeldet.

Verstöße Steam habe nach dem entsprechenden Hinweis die Inhalte bis auf wenige Ausnahmen vom Netz genommen. Um Verstöße noch besser zu verhindern, wolle der Plattformbetreiber seine Moderatoren künftig noch stärker schulen, hieß es.

Die MA HSH führt nach eigenen Angaben regelmäßig Recherchen in Sozialen Netzwerken und auf Plattformen durch. Mögliche rechtswidrige Inhalte können der Medienanstalt online über ein Beschwerdeformular gemeldet werden.  dpa

Engagement

Erstklassig, Digga!

Der Fußballverein Hannover 96 ist nun beim Projekt »Shalom, Digga« in Niedersachsen mit dabei

 24.09.2026

Buchpremiere

Hinter jedem Namen steht ein Schicksal: Ein Klassenfoto aus dem Jahr 1937 als Zeugnis jüdischen Lebens

Was wurde aus den Kindern auf einem Münchner Klassenfoto von 1937? Zwei Historikerinnen haben die Lebenswege der Schülerinnen und Schüler rekonstruiert. Ihr Buch erzählt von Verfolgung, Flucht, Überleben und Erinnerung

von Christiane Laudage  24.09.2026

Lesen!

»Leonard Cohen. 100 Seiten«

Dem Literaturwissenschaftler Oliver Kobold gelingt ein besonderes Porträt des Sängers

von Leon Stork  24.09.2026

»Imanuels Interpreten« (25)

Pancho Vladigerov: Meister der Klänge

Er studierte in Berlin, kooperierte mit Max Reinhardt und komponierte umwerfende Symphonien. Dennoch ist er fast nur in seinem Heimatland bekannt

von Imanuel Marcus  24.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  23.09.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  23.09.2026

Berlin-Wahl

»Die Linke ist keine antisemitische Partei, aber sie hat ein Problem mit Antisemitismus«

Der Comedian äußerte sich im Interview mit dem Tagesspiegel zur Berliner Wahl und zu einer progressiven linken Haltung zu Israel

 23.09.2026

Theater

Abgrund statt Parabel

In seiner Inszenierung von »Mephisto« spürt Frank Castorf den verborgenen Anziehungskräften des Faschismus nach und verzichtet dabei auf einfache Aktualisierungen

von Leon Stork  23.09.2026

Münchner Philharmoniker: Antrittskonzert von Lahav Shani

Musik

Berauschender Auftakt

Lahav Shani startet fulminant als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker

von Michael Schleicher  22.09.2026