Gaming-Plattform Steam

Rechte Parolen und Nazi-Symbole entfernt

Die Gaming-Plattform Steam Foto: dpa

Der Online-Spiele-Anbieter Steam hat Dutzende Inhalte mit verfassungsfeindlichen Symbolen und ein volksverhetzendes Profil von seiner Plattform entfernt.

Pseudonym Dabei hätten bereits die Pseudonyme der Nutzer wie »Führer«, »Holocaust«, »Dr. med. Hitler vergaßt« oder Gruppennamen wie »Reconquista Germania« eine Affinität zur NS-Zeit erkennen oder einen rechtsextremen Hintergrund vermuten lassen, teilte am Montag die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) mit. In den Profilen fanden sich demnach Siegrunen, Abbildungen des SS-Totenkopfes oder einschlägige Zahlenkombinationen.

Bei den Symbolen und Parolen gehe es um »absolut unzulässige und strafbare Inhalte«. Nach einer Beschwerde hätten Mitarbeiter der Medienanstalt 28 rechtswidrige Hintergrundbilder sowie knapp dreißig Profile mit rund fünfzig strafrechtlich relevanten Inhalten gefunden und der Plattform gemeldet.

Verstöße Steam habe nach dem entsprechenden Hinweis die Inhalte bis auf wenige Ausnahmen vom Netz genommen. Um Verstöße noch besser zu verhindern, wolle der Plattformbetreiber seine Moderatoren künftig noch stärker schulen, hieß es.

Die MA HSH führt nach eigenen Angaben regelmäßig Recherchen in Sozialen Netzwerken und auf Plattformen durch. Mögliche rechtswidrige Inhalte können der Medienanstalt online über ein Beschwerdeformular gemeldet werden.  dpa

Im Kino

Mutiges Biopic über Österreichs Ex-Kanzler: »Bruno – Der junge Kreisky«

Harald Sicheritz hat ein Biopic gedreht, das die politischen Kämpfe zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten, zwischen der Linken an sich und den Nationalsozialisten in den 1930er Jahren differenziert darstellt

von Sascha Westphal  06.10.2026

Literatur

Neues Jugendbuch von Holly-Jane Rahlens: Ein eher unbekanntes Kapitel deutsch-jüdischer Geschichte

Displaced Persons Camps der Nachkriegszeit: Sie stehen im Zentrum eines neuen Buches von Holly-Jane Rahlens. »Frostblüten« heißt und erzählt von der Freundschaft der jüdisch-polnischen Estera und der Berlinerin Lotte

von Nina Schmedding  06.10.2026

Aufruf

Buchpreis-Trägerin Shida Bazyar warnt vor AfD

Shida Bazyar ist mit dem diesjährigen Deutschen Buchpreis ausgezeichnet worden. In einem Vorab-Interview äußerte sie sich auch politisch

von Anita Hirschbeck  06.10.2026

Literatur

Shida Bazyar für ihren Roman »Die Lücken« mit Deutschen Buchpreis ausgezeichnet

Der Preis wurde am Montagabend im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse vergeben

 05.10.2026 Aktualisiert

Glosse

Der Rest der Welt

Einmal Gastro, immer Gastro

von Margalit Edelstein  05.10.2026

Zahl der Woche

136 israelische Athleten

Fun Facts und Wissenswertes

 05.10.2026

7. Oktober

Rotes Rathaus zeigt Ausstellung zum Hamas-Überfall auf Israel

Der Überfall der Terrororganisation Hamas hat überall in Israel Spuren hinterlassen. Eine neue Berliner Ausstellung beleuchtet die Erfahrungen von Sportlern und Fans rund um den 7. Oktober 2023

 05.10.2026

Frankfurt

Kronen der Schrift

Im Jüdischen Museum ist die weltweit größte Privatsammlung von Rimonim zu sehen. Sie stammen aus China, dem Jemen oder Marokko. Gesammelt hat sie ein heute 100-jähriger Schweizer Jude

von Mascha Malburg  05.10.2026

Biennale Jerusalem

Aus den Tiefen ins Licht

250 Künstler aus Israel und anderen Ländern verarbeiten das Massaker des 7. Oktober

von Sabine Brandes  05.10.2026