Las Vegas

U2 gedenkt der Opfer des Festival-Massakers

Bono, der Bandleader der Punk-Rock-Formation U2 in Las Vegas Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

U2 hat bei einem Konzert den Opfern des Massakers auf dem israelischen Musikfestival in der Negev-Wüste den Song »Pride (In the Name of Love)« gewidmet. Sichtlich um Fassung ringend erinnerte Bono (63) »an diese wunderschönen jungen Leute auf dem Musikfestival« und bat das Publikum darum, mitzusingen. Das Video von dem Konzert wurde sowohl von U2, als auch vom Staat Israel auf der Plattform X (ehemals Twitter) gepostet.

Schließlich dichtete Bono den Songtext der Friedenshymne um und stellte den Bezug zu dem Massaker her, welches Teil des Großangriffs der islamistischen Hamas auf Israel ist. Mindestens 260 Menschen sind allein auf dem Musikfestival ermordet worden.

Frieden und Gewaltlosigkeit

Während des Konzerts der irischen Rock-Band in Las Vegas sagte Bono: »Angesichts dessen, was in Israel und Gaza passiert ist, erscheint ein Lied über Gewaltlosigkeit etwas lächerlich, ja sogar lachhaft. Aber unsere Gebete galten immer dem Frieden und der Gewaltlosigkeit.«

»Pride (In the Name of Love)« erschien 1984 auf dem Album »The Unforgettable Fire«. Das Lied thematisiert unter anderem die Ermordung Martin Luther Kings und gilt als Friedenshymne.

Die islamistische Terrorgruppe Hamas hat Israel am Wochenende mit einem beispiellosen Großangriff überrascht. Unter anderem waren die Terroristen in israelische Orte eingedrungen, erschossen Hunderte Menschen und verschleppten andere in den Gazastreifen. dpa

Jugendbuch

Zwei Mädchen im Winter 1947

Die amerikanische Schriftstellerin Holly-Jane Rahlens schreibt über Freundschaft in der Berliner Nachkriegszeit

von Katrin Diehl  12.10.2026

Slata Roschal

Der Autor ist tot

Sie las beim Bachmannpreis und verließ den Saal – in ihrem neuen Roman rechnet sie mit dem Literaturbetrieb ab

von Frank Keil  12.10.2026

Boris Schumatsky

Geografie der Entwurzelung

Der Berliner Schriftsteller erzählt von seiner Mutter, dem russischen Krieg gegen die Ukraine und vom Verlust jeglichen Halts bei Paul Celan

von Alexander Kluy  12.10.2026

Sachbuch

Treffpunkt der Egomanen

Christian Buckard erzählt die Geschichte des legendären »Romanischen Cafés« und seiner jüdischen Bohème

von Leon Stork  12.10.2026

Tomer Gardi

Auf der Spur der Fahrradkuriere

Der israelische Autor verfolgt in seinem neuen Roman Lieferketten – und widmet sich den Menschen, die per App gerufen werden

von Sophie Albers Ben Chamo  12.10.2026

Sachbuch

Jerusalem für Anfänger

Geht es um die Gegenwart, verliert sich Dietmar Pieper in Tagespolitik

von Ralf Balke  12.10.2026

Frankfurt am Main

Auszeichnung für Journalisten und Buchautoren

Der Georg-Stefan-Troller-Preis für die Berichterstattung über jüdisches Leben wurde erstmals verliehen. Mit Mascha Malburg und Joshua Schultheis sind auch zwei JA-Journalisten unter den Ausgezeichneten

 11.10.2026

Frankfurt am Main

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Philippe Sands überreicht

Der Völkerrechtsanwalt forderte in seiner Rede ein Ende angeblicher »Debattenbeschränkungen« in Deutschland

 11.10.2026

Julia Franck

»Sie liebt, aber sie wird nicht geliebt«

Die Schriftstellerin über ihre literarische Biografie der Jüdin Baladine Klossowska und den Dichter Rainer Maria Rilke

von Knut Elstermann  11.10.2026