Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

dominique Strauss-Kahn soll bekehrt werden. Eine in Tennessee beheimatete Judenmission hat dem der Vergewaltigung angeklagten ehemaligen Chef des Weltwährungsfonds christliche Erbauungsschriften in die New Yorker Wohnung geschickt, wo Strauss-Kahn unter Hausarrest steht. In den Genuss der Lektüre ist der Empfänger jedoch noch nicht gekommen: Wegen eines Adressenfehlers landete das Paket in einem Weinladen in Brooklyn.

leonard nimoy erinnert der Nahostkonflikt an eine alte Star-Trek-Episode. In der bekämpfen sich zwei Außerirdische bis aufs Blut, die äußerlich voneinander kaum zu unterscheiden sind: Beide sind schwarz-weiß, nur dass beim einen die schwarze Seite rechts und beim anderen links ist. Ähnlich sei es zwischen Israelis und Palästinensern, meint der Mr.-Spock-Darsteller und fordert deshalb eine Zweistaatenlösung.

lisa edelstein sagt der Medizin Ade. Die Darstellerin der Dr. Lisa Cuddy in Dr. House hört mit Ende der laufenden Staffel bei der Fernsehserie auf. Seit 2004 hatte die 1967 in Boston geborene Schauspielerin die Vorgesetzte des von Hugh Laurie gespielten exzentrischen Arztes verkörpert. Die 44-Jährige will jetzt, sagt sie, »neue künstlerische Chancen« nutzen.

coldplay macht einen nahostpolitischen Rückzieher. Die britische Band hatte vor ein paar Wochen auf ihrer Facebookseite ein Video namens Freedom for Palestine veröffentlicht. Jetzt wurde der Link zu dem Video gekappt. Gerüchten zufolge soll Coldplay-Frontmann Chris Martin dem Druck seiner Ehefrau Gwyneth Paltrow nachgegeben haben, die als Nachfahrin eines polnischen Rabbiners für den anti-israelischen Song wenig Verständnis hatte.

darren aronofsky wendet sich nach dem Ballett jetzt der Tora zu. Der Regisseur von Black Swan will die Arche-Noah-Geschichte verfilmen. Die Produktion soll 130 Millionen US-Dollar kosten und wird, sagt Aronofsky, im Vergleich zum biblischen Original »kribbeliger« ausfallen. ja

Los Angeles

Barbra Streisand: Lovesong als Zeichen gegen Antisemitismus

Für die Serie »The Tattooist of Auschwitz« singt sie das Lied »Love Will Survive«

 25.04.2024

Kommentar

AfD in Talkshows: So jedenfalls nicht!

Die jüngsten Auftritte von AfD-Spitzenpolitikern in bekannten Talk-Formaten zeigen: Deutsche Medien haben im Umgang mit der Rechtsaußen-Partei noch viel zu lernen. Tiefpunkt war das Interview mit Maximilian Krah bei »Jung & Naiv«

von Joshua Schultheis  24.04.2024

Meinung

Der Fall Samir

Antisemitische Verschwörungen, Holocaust-Relativierung, Täter-Opfer-Umkehr: Der Schweizer Regisseur möchte öffentlich über seine wirren Thesen diskutieren. Doch bei Menschenhass hört der Dialog auf

von Philipp Peyman Engel  22.04.2024

Essay

Was der Satz »Nächstes Jahr in Jerusalem« bedeutet

Eine Erklärung von Alfred Bodenheimer

von Alfred Bodenheimer  22.04.2024

Sehen!

Moses als Netflix-Hit

Das »ins­pirierende« Dokudrama ist so übertrieben, dass es unabsichtlich lustig wird

von Sophie Albers Ben Chamo  22.04.2024

Immanuel Kant

Aufklärer mit Ressentiments

Obwohl sein Antisemitismus bekannt war, hat in der jüdischen Religionsphilosophie der Moderne kein Autor mehr Wirkung entfaltet

von Christoph Schulte  21.04.2024

TV

Bärbel Schäfer moderiert neuen »Notruf«

Die Autorin hofft, dass die Sendung auch den »echten Helden ein wenig Respekt« verschaffen kann

von Jonas-Erik Schmidt  21.04.2024

KZ-Gedenkstätten-Besuche

Pflicht oder Freiwilligkeit?

Die Zeitung »Welt« hat gefragt, wie man Jugendliche an die Thematik heranführen sollte

 21.04.2024

Memoir

Überlebenskampf und Neuanfang

Von Berlin über Sibirien, Teheran und Tel Aviv nach England: Der Journalist Daniel Finkelstein erzählt die Geschichte seiner Familie

von Alexander Kluy  21.04.2024