Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Mike Singer war gerade noch Juror bei der Jewrovision. Am Dienstag stand dann der 24-Jährige selbst auf der Bühne – beim ZDF-Morgenmagazin. Dort präsentierte er nicht nur seine Single »Million Dollar Baby«, sondern brachte auch erst einmal Licht ins Dunkel um seinen Nachnamen: Denn als Sänger Singer zu heißen, das kann doch nicht … doch, es ist sein richtiger Name. Darüber hinaus plauderte der Musiker über Geduld, Mut und Selbstbewusstsein und hatte einen Tipp für die ersten Schritte im Musikgeschäft parat: »Wenn man die Musik so liebt, dann wird man schon eines Tages an eine Hörerschaft kommen.«

Natalie Portman geht in den Wald – zumindest literarisch. Die Schauspielerin hat nämlich für den Monat April einen Klassiker der amerikanischen Literatur herausgesucht: Walden: Life in the Woods von Henry David Thoreau. Wer also auch beim »NatsBookClub« mitmachen möchte, der schnappt sich das Buch aus dem Jahr 1854 – Nachdenken über das moderne Dasein ist garantiert.

Ruth Westheimer war unterwegs im Park und hatte eine lustige Begegnung mit zwei Herren, die zuvor auf einer Osterparade waren. Das schrieb die Sexualtherapeutin auf der Plattform X (früher Twitter). »Ich war gestern im Fort Tryon Park und bin diesen beiden Herren begegnet. Hüte sind doch etwas Wunderbares, oder etwa nicht?« Die beiden erwähnten Herren trugen riesige blaue Hüte mit allerlei Blumenschmuck. Westheimers Mütze war etwas weniger auffällig, aber sie sah so aus, als ob sie definitiv warmgehalten hat.

Howie Mandel hat in einem Interview auf die These, er sei ein hart arbeitender Künstler, reagiert und klargestellt, dass er nicht hart arbeite. Der kanadische Comedian, der gemeinsam mit Sarah Silverman in der Show Stupid Pet Tricks auftritt, sagte: »Einer, der Straßen sauber hält, einer, der in der sengenden Sonne das Dach repariert«, das sei harte Arbeit. Er hingegen würde erster Klasse, manchmal sogar im Privatjet, zu lustigen Gesprächen fliegen. Das sei vieles, aber keine harte Arbeit.

Augsburg

Neue »Initiative Antisemitismuskritik & Theater« geplant

Theaterleute wollen sich gemeinsam gegen Judenhass im Kontext Bühne stellen. Dazu planen sie die Gründung einer neuen Initiative in Augsburg. Beteiligt sind auch Akteure aus anderen Teilen Deutschlands

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In eigener Sache

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Ein Zeichen gegen Antisemitismus: »Die Tagespost« legt ihren Abonnenten die »Jüdische Allgemeine« kostenlos bei. Hinter der Aktion steckt unter anderem ein rundes Jubiläum

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Mel Brooks

Entertainer mit Panikattacken

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von Ralf Balke  23.04.2026

Gastbeitrag

Anne Frank mit Kufiya: Ein Fall für die Justiz

Der grassierende israelbezogene Antisemitismus stellt die deutsche Justiz vor große Herausforderungen. Das zeigt sich besonders am Umgang mit dem Bild »Anne«, das die Schoa instrumentalisiert

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Runder Geburtstag

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Ihm wird eine besonders gute Menschenkenntnis nachgesagt, Kolleginnen und Kollegen betonen seine Herzlichkeit und Zugewandtheit. Auch im hohen Alter tritt er noch auf

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Programm

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Termine und Tipps für den Zeitraum vom 23. April bis zum 30. April

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Theater

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Simone Blattner inszeniert in Weimar den subversiv-doppelbödigen Text »Rechnitz (Der Würgeengel)« von Elfriede Jelinek

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