Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Taylor Swift ist gerade auf ihrer Tour durch die USA. Ihr bester Bodyguard allerdings wird nicht mit dabei sein. Der Mann, dessen Namen nicht bekannt ist, hat seinen »absoluten Traumjob«, wie er in einem Interview mit einem israelischen Journalisten sagte, aufgegeben, um für die israelische Armee zu kämpfen. Er wird im »Variety«-Magazin mit den Worten zitiert: »Ich habe ein komfortables Leben, das ich nicht hätte aufgeben müssen, aber ich hätte nicht tatenlos aus der Ferne zusehen können, wenn Familien abgeschlachtet werden.

Lior Raz war mit seinem Fauda-Co-Autor Avi Issacharoff und dem Politiker Yohanan Plesner im Süden Israels bei den Freiwilligen der «Brothers in Arms». «Wir wurden in die vom Bombardement betroffene Stadt Sderot geschickt, um zwei Familien von dort zu holen. Keine Angst!»

U2 haben bei einem Konzert in Las Vegas ihren Song «Pride (In the Name of Love)» den Hunderten jungen Menschen gewidmet, die beim «Universo Parallelo»-Festival im Süden Israels ermordet wurden. Sänger Bono sagte: «Singt für unsere Brüder und Schwestern – die selbst auf dem ›Supernova Sukkot Festival‹ in Israel sangen. Wir singen für sie. Unsere Leute, unsere Art Menschen, Musikmenschen. Verspielte, experimentelle Menschen. Unsere Art Menschen. Wir singen für sie.» Die Band änderte auch die erste Strophe des Liedes: «On October 7th, as the sun is rising on a desert sky/Stars of David/They took your Life/but they could not take your Pride».

Arnold Schwarzenegger hat sich bestürzt über den Krieg gegen Israel gezeigt: «Ich stehe angesichts dieser barbarischen Terroranschläge, die nicht provoziert wurden, an der Seite meiner israelischen Freunde. Es bricht mir das Herz, wenn ich die Nachrichten einschalte und diesen Schmerz und dieses Leid sehe», schrieb der 76-Jährige beim Nachrichtendienst X (ehemals Twitter). Auch die Schauspielerin Jamie Lee Curtis (Everything Everywhere All at Once) schrieb auf Instagram: «Für Juden in aller Welt wird das Leben nie wieder normal sein. Dies ist unsere neue Normalität.» Sie habe keine Worte – nur Tränen und Schmerz.

Susan Sideropoulos hat einen Denkanstoß via Instagram geteilt. «Wer bei diesen Bildern von Terrorismus, Entführung von Kindern, Hunderter toter Zivilisten, Massenvergewaltigungen und toten Jugendlichen aus der ganzen Welt auf einem friedlichen Festival in Israel keine Solidarität mit Israel zeigt – stimmt dem Terror zu!» Dazu setzte die Schauspielerin die Hashtags «gerneTeilen» und «LautWerdenGegenTerror». kat

New York

Nach Paul Simon wird auch Art Garfunkel 85

Mit Songs wie »The Sound of Silence« wurden Simon & Garfunkel weltberühmt – aber auch die Streits der beiden Schulfreunde aus New York sind legendär. Jetzt steht der nächste große Geburtstag an

von Christina Horsten  03.11.2026

Frankfurt am Main

Rote und blaue Fäden

Mit der Installation »A Sky Full of Hope« will die Künstlerin Janet Echelman globale Vernetzung sichtbar machen – und eckt in der Stadt damit an

von Eugen El  03.11.2026

Fernsehen

»Doitscha« erzählt vom Leben deutscher Juden nach dem 7. Oktober

Im Mittelpunkt der pointierten Tragikomödie steht eine Familie, in der unterschiedliche Identitäten, Ängste und Lebensentwürfe aufeinanderprallen

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Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Kino und Literatur

»Holocaust im Film« - Eine Spurensuche von 1946 bis heute

Im November kommt der Essayfilm »Holofiction« ins Kino: Regisseur Michal Kosakowski untersucht die filmische Ikonografie des Holocaust. Zur Geschichte des Holocaust-Films gibt es auch schon das gleichnamige Sachbuch

von Marcus Stiglegger  03.11.2026

Lesen!

Existenzialistische Suchbewegungen

In Benjamin Steins »Tiferet« geht es um die letzten Dinge, um alles und nichts – und vor allem um Abschied und Verlust

von Tobias Prüwer  02.11.2026

Interview

»Gemeinsam nach der Wahrheit suchen«

Carlos Fraenkel, der neue Leiter des Potsdamer Einstein Forums, will unterschiedliche Denktraditionen miteinander ins Gespräch bringen – und die Philosophie stärker in der Gesellschaft verankern

von Ayala Goldmann  02.11.2026

Aufgegabelt

Frühstückskartoffeln

Rezepte und Leckeres

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Sprachen

Neues Spanisch-Wörterbuch: »Jüdisch« bleibt ein Synonym für »geizig«

Die Real Academia Española weigert sich, einen argentinischen Richterspruch umzusetzen - auch in der Neuausgabe ihres Kompendiums der spanischen Sprache findet sich ein Beispiel für Alltagsantisemitismus

von Michael Thaidigsmann  02.11.2026