Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Pink macht kurzen Prozess, wenn es gegen ihre persönliche Überzeugung geht. Bei einem Konzert im texanischen San Antonio am Montag vergangener Woche ließ die amerikanische Sängerin einen Besucher aus dem Publikum entfernen und vor die Tür setzen, nachdem dieser durch Anti-Beschneidungs-Ausrufe die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. »Was soll das heißen? Fühlst du dich jetzt besser?«, rief die Grammy-Preisträgerin dem Mann entgegen, der sein Handy mit der Nachricht »Beschneidung: grausam und schädlich« nur wenige Meter vom Bühnenrand entfernt in ihre Richtung gehalten hatte. Kurzerhand wies sie ihre Security-Leute an: »Schafft den Mistkerl raus!« Und rief dem Störenfried hinterher: »Du hast so viel Geld bezahlt, um hierherzukommen. Und jetzt tust du das? Hau ab!« Für ihre spontane und entschiedene Reaktion wurde die 44-Jährige vom Publikum mit lautem Applaus gefeiert.

Natalie Portman schafft klare Verhältnisse. Nachdem im Juni Gerüchte aufgekommen waren, wonach ihr Ehemann Benjamin Millepied eine Affäre mit der 25-jährigen Klimaaktivistin Camille Étienne gehabt haben soll, geht das Paar nach elf gemeinsamen Jahren nun offenbar getrennte Wege. Während sich die 42-jährige Schauspielerin nach Bekanntwerden des Seitensprungs zunächst wohl entschieden hatte, ihrer Ehe auch wegen der zwei Kinder eine Chance zu geben, scheinen die Zeichen jetzt auf Trennung zu stehen. Ein Insider soll dies gegenüber »US Weekly« bestätigt haben.

Mark Zuckerberg ist angeschlagen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Auf Ins­tagram hat der Facebook-Gründer ein Selfie mit seinen 12,6 Millionen Abonnenten geteilt, das ihn mit zwei Veilchen und Verletzungen an der Nase zeigt. In der Bildunterschrift klärt der 39-jährige leidenschaftliche Kampfsportler seine Fans über den Unfall auf: »Das Sparring geriet etwas außer Kontrolle.« Beim Training ging es offensichtlich zur Sache – Zuckerberg nimmt es aber mit Humor. »Muss vielleicht meinen Avatar aktualisieren.«

Susan Sideropoulos trauert um ihre Freundin. Auf Instagram teilte die 42-jährige Schauspielerin und Fernsehmoderatorin eine Reihe von Fotos, die sie mit Doreen, genannt Dori, zeigen. Beide Frauen strahlen in die Kamera. »Kennst du diese Art von Menschen – wenn du an sie denkst, musst du einfach lächeln? Genau so ein Mensch ist Dori für mich.« Diese Worte schrieb Sideropoulos in das Vorwort von Doreen Kascha-Werlings Buch Es ist alles in dir, das im September 2021 erschien, vier Wochen, bevor die Autorin ihre Krebsdiagnose erhielt. Sideropoulos und die Miss-Germany-Kandidatin, die als Life-Coach arbeitete, waren eng befreundet. Doreen Kascha-Werling ging offen mit ihrem Schicksal um, teilte ihren Alltag in den sozialen Medien und wollte anderen betroffenen Frauen damit Mut machen. Nun ist sie mit 34 Jahren an den Folgen ihrer Erkrankung gestorben.

Alden Ehrenreich steckt in einer toxischen Beziehung. In Fair Play spielt er den Finanzanalysten Luke, der mit Emily nicht nur den Arbeitsplatz, sondern auch das Bett teilt. In dem New Yorker Investment-Unternehmen, für das beide arbeiten, sind firmeninterne Liebesbeziehungen jedoch tabu, und so halten sie ihre Liaison geheim. Als anstelle von Luke jedoch überraschend Emily befördert und zur neuen Portfoliomanagerin des Hedgefonds ernannt wird, spitzt sich die Situation gefährlich zu. Der Weg zum Erfolg hat seinen Preis. Luke ist von tiefer Eifersucht getrieben, und nicht nur die Beziehung der beiden wird auf eine harte Probe gestellt. Ein gefährliches Spiel um Konkurrenz, Profitgier, Leidenschaft, Versuchung und Intrigen beginnt. Der Film läuft ab Donnerstag im Kino und ist mit einem Tag Verzögerung auch auf Netflix zu sehen.

Drake veröffentlicht endlich sein neues Album For All The Dogs. Passend zum Release am Freitag konnten die deutschen Fans das Cover – einen weißen Hund auf schwarzem Grund – bereits in ungewohnter Perspektive und ganz neuen Dimensionen betrachten. Auf dem Tempelhofer Feld in Berlin wurde die Zeichnung, die auf dem Titel zu sehen ist und von Drakes fünfjährigem Sohn Adonis stammt, vergangene Woche im Riesenformat auf den Boden gemalt. Der kanadische Rapper wollte sein neues Album eigentlich schon am 22. September veröffentlichen. Kurz davor hatte er jedoch angekündigt, dass es noch nicht fertig sei.  bp

Tasche mit der Aufschrift Anne Frank – 30 Jahre Anne Frank Zentrum

Berlin

Anne Frank Zentrum: Holocaustleugnung bei Jugendlichen nimmt zu

Die Leiterin des Anne Frank Zentrums Berlin warnt vor Falschinformationen zur NS-Zeit in Sozialen Medien. Ein Grund für die Wissenslücken könne auch ein rückläufiger Stellenwert im Schulunterricht sein, sagt sie

 08.11.2026

Oper

»Da ruft mich jemand«

Das Theater Osnabrück erinnert mit einem eigens komponierten Stück an Peter van Pels. Der Gefährte von Anne Frank im Versteck wurde vor 100 Jahren geboren

von Claudia Irle-Utsch  08.11.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 08.11.2026

Ruth Ur im Exilmuseum

Berlin

Das Exil ist überall – Berlins neues Museum schlägt Brücken

Während der NS-Zeit war Berlin für viele ein Ort, den sie verlassen mussten. Ein neues Museum verbindet ihre Geschichten mit heutigen Exil-Erfahrungen

 08.11.2026

Befreiung von der Schuld: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026

Meister der Melancholie

Leonard Cohen: »Jikan der Stille« lebte seine Religion - und auch eine andere

Seine Lieder sind geheimnisvoll, oft düster - und doch von beklemmender Schönheit. Leonard Cohen war nie zu greifen, mit niemandem zu vergleichen. Vor zehn Jahren ist er gestorben

von Alexander Brüggemann  07.11.2026

Meinung

Die Juden waren’s!

Claudia Roth und die jüdische Lobby: Eine kleine Chronik der Unschuld

von Andreas Büttner  06.11.2026

Nachruf

Eine Welt voller Wärme

Die jüdische Kinderbuchautorin Myriam Halberstam nimmt Abschied von Janosch, dem Vater von Tiger, Bär und Tigerente

von Myriam Halberstam  06.11.2026

Fernsehen

Biedere Bürgerlichkeit und organisierter Massenmord

Das ZDF zeigt den Oscar-prämierten Spielfilm »The Zone of Interest« über den KZ-Kommandanten Rudolf Höß, der mit seiner Familie unmittelbar neben dem Vernichtungslager Auschwitz lebte

von Josef Lederle  06.11.2026