Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Ishay Ribo soll der erste israelische Sänger sein, der im Madison Square Garden ein Konzert gibt. »Ich habe das lange Zeit für mich behalten und habe mich immer wieder gekniffen, um zu sehen, dass es kein Traum ist, sondern wahr«, schrieb der Popmusiker auf seiner Facebook-Seite. Ribo gilt mit seinen Songs, die religiös inspiriert sind, als Star in Israel. Das New Yorker Konzert findet am 3. September statt. Tickets kosten 66 bis 341 Dollar – auch kein Traum, sondern wahr. kat

Natalie Portman hat auf ihrem Instagram-Account einen Einblick in ein Fotoshooting für das Magazin »The Hollywood Reporter« gegeben. Natürlich war der Anlass nicht nur die recht schöne Umgebung, sondern das Filmfestival in Cannes. Portman sprach im Interview über ihre Verbindung zum Festival, ihre Erinnerungen, als sie während der Dreharbeiten zu V wie Vendetta mit kurz geschorenen Haaren dort auftrat und alle ihr nur an den Kopf fassen wollten. Aber Portman sprach auch über die politische Situation in Israel, ihre Abneigung gegenüber Benjamin Netanjahu und wie enttäuscht ihre Großeltern von der aktuellen Lage gewesen wären.

Aleeza Ben Shalom hat auf Instagram erklärt, was das Geheimnis hinter ihrer Kette ist, die sie nicht nur in ihrer Unterhaltungssendung »The Jewish Matchmaker« trägt. Der untere Teil komme von ihrer Großmutter und das Hufeisen von einem Schmuckstück ihrer Mutter. Sie habe die Teile zu einer Kette zusammengefügt, um die beiden Frauen in ihrem Leben immer ganz nah bei sich zu haben.

Iris Knobloch, erste Frau an der Spitze der Filmfestspiele von Cannes, wird es ihrer Ansicht nach in mancher Hinsicht anders ergehen als den männlichen Vorgängern. »Ich glaube, eine Frau zu sein bringt eine weitere Ebene mit rein«, sagte sie am Dienstag in Cannes. »Denn ich glaube, als Frauen werden wir stärker unter die Lupe genommen. Niemand wird kommentieren, welchen Smoking der Präsident trägt. Ich bin mir sicher, ich werde viele Kommentare bekommen«, sagte sie. Knobloch ist seit vergangenem Juli Präsidentin der Filmfestspiele, die am Dienstagabend eröffnet werden. Sie ist die erste Frau und die erste nicht-französische Person in diesem Amt. Die 60-Jährige arbeitete zuvor lange Zeit als Top-Managerin des Hollywood-Konzerns Warner. Sie ist die Tochter von Charlotte Knobloch, frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Wladimir Kaminer (55) hat Anfeindungen gegen seine Familie wegen deren Herkunft beklagt. »Meine Frau und meine 26-jährige Tochter haben neulich in der Bahn nach Brandenburg Russisch miteinander gesprochen, da ist eine ältere Frau sie angegangen und hat «Raus hier aus dem Zug!» gerufen«, sagte der 55-Jährige dem »Zeit-Magazin«. Russen in Deutschland hatten seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vielfach von Anfeindungen berichtet. Kaminer sieht den Rückhalt für den russischen Präsidenten Wladimir Putin in seinem Heimatland. »Ich gehe davon aus, dass ihn ein Drittel der Bevölkerung unterstützt, ein Drittel gegen ihn ist und ein Drittel keine Meinung hat.« In einem unfreien Land könne man keine Umfragen machen. »Die Russen sind nicht blöd, sie wissen genau, dass sich dieses Regime nicht bewegen wird. Sie haben die Wahl, die Klappe zu halten oder zu sagen: «Wir unterstützen es».«

Michael Douglas hat die Goldenen Ehrenpalme der 76. Filmfestspiele von Cannes erhalten. »Das bedeutet mir so viel«, sagte der 78-Jährige am Dienstagabend auf der Bühne. »Denn es gibt Hunderte Festivals auf der Welt … aber nur ein Cannes.« Er sei sogar älter als das Festival, sagte er und blickte in seiner Ansprache auf seine Karriere und wichtige Weggefährten zurück. Für eine kurze Rede über Douglas kam Schauspielerin Uma Thurman auf die Bühne. Sie lobte ihn als »einzigartig – sowohl als Produzent als auch als ikonischer Filmstar«.

Barbara Honigmann erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main. Die 74 Jahre alte Autorin schreibe autobiografisch inspiriert und gebe auf »literarisch kreative, verspielte und liebevolle Weise etlichen Menschen eine Stimme, die zu oft übersehen wurden«, sagte Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) zur Begründung. Ihr Werk bilde eine Chronik des 20. Jahrhunderts, »die das Judentum auf berührende und eindrückliche Weise« näherbringe. Der Preis wird an Goethes Geburtstag, dem 28. August, verliehen. Laudator ist der Lyriker und Liedermacher Wolf Biermann.

Blick aus einem Fenster der Höß-Villa auf Gebäude des ehemaligen KZ Auschwitz

Auschwitz

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Gedenken zum 9. November

»Nie wieder«: Ein Appell in der Kritik

In diesen Tagen wird der Opfer der NS-Pogrome von 1938 gedacht. Anlass, öffentlich »nie wieder« zu fordern. Wegen des aktuellen Antisemitismus wollen manche das jedoch nicht mehr hören. Schlaglichter auf eine Debatte

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Tasche mit der Aufschrift Anne Frank – 30 Jahre Anne Frank Zentrum

Berlin

Anne Frank Zentrum: Holocaustleugnung bei Jugendlichen nimmt zu

Die Leiterin des Anne Frank Zentrums Berlin warnt vor Falschinformationen zur NS-Zeit in Sozialen Medien. Ein Grund für die Wissenslücken könne auch ein rückläufiger Stellenwert im Schulunterricht sein, sagt sie

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»Da ruft mich jemand«

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Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

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Das Exil ist überall – Berlins neues Museum schlägt Brücken

Während der NS-Zeit war Berlin für viele ein Ort, den sie verlassen mussten. Ein neues Museum verbindet ihre Geschichten mit heutigen Exil-Erfahrungen

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Meister der Melancholie

Leonard Cohen: »Jikan der Stille« lebte seine Religion - und auch eine andere

Seine Lieder sind geheimnisvoll, oft düster - und doch von beklemmender Schönheit. Leonard Cohen war nie zu greifen, mit niemandem zu vergleichen. Vor zehn Jahren ist er gestorben

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