Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Ruth Westheimer hat sich auf ihrem Twitter-Account kürzlich zum Chatbot »ChatGPT« geäußert. Die 94-Jährige schrieb: »Man sagt, ChatGPT sei gut darin, erste Entwürfe zu erstellen. Aber wenn Sie sich einen ersten Entwurf wie ein erstes Date vorstellen, würden Sie sich dann für das zweite Date auf einen Computer verlassen? Um im Leben erfolgreich zu sein, kann man nicht einfach alles der KI überlassen.« Hat sie ja irgendwie recht.

Matisyahu wird zum 75. Geburtstag Israels auf der Bühne stehen. Der Musiker tritt am 7. Mai im Goodyear Theater in Akron im US-Bundesstaat Ohio auf und will mit dem Publikum feiern. Als Support wird der israelische Sänger Rami Feinstein singen. Matisyahu wird noch bis Ende Juni auf Tour an der amerikanischen Westküste unterwegs sein.

Rochella Kafri aus Tel Aviv wurde mit 102 Jahren eine der ältesten Personen, der jemals ein Herzschrittmacher eingesetzt wurde. Diese Woche erschien sie zur ersten Nachsorgeuntersuchung in einer Tel Aviver Klinik und meinte, die Ärzte hätten gut gearbeitet und seien zufrieden mit ihr. »Ich fühle mich gar nicht so alt«, sagte die 14-fache Oma und 30-fache Urgroßmutter, deren Ehemann 1948 im Arabisch-Israelischen Krieg fiel. »Ich habe keine Beschwerden. Ein ziemlich hohes Alter habe ich erreicht und meine Gesundheit ist recht gut.« (IM)

Sofia Richie, die 24-jährige Tochter der Soul-Legende Lionel Richie, ist nun Jüdin. Sie konvertierte, um der selben Religion anzugehören wie ihr Ehemann, der Geschäftsmann Elliot Grainge. Auf Instagram berichtete Sofia Richie, die »Konvertierungsreise« sei »eine der besten Erfahrungen meines Lebens« gewesen und betonte dies mit fünf Davidsternen, die sie dem Post hinzufügte. Der Prozess sein nun abgeschlossen, so Richie. »Was für ein magischer Tag!«, schrieb sie. (IM)

Gwyneth Paltrow hat in einem Prozess um einen Skiunfall einen Sieg errungen. Acht Geschworene im US-Staat Utah entschieden am Donnerstag vergangener Woche, dass die Schauspielerin keine Schuld an einem Skiunfall hatte, der sich 2016 zugetragen hatte. Die Jury gab dagegen dem Kläger, einem heute 76-Jährigen, die komplette Schuld an dem Vorfall. Er muss ihr nun eine symbolische Entschädigung von einem US-Dollar zahlen. Paltrows Statements gingen teilweise viral – zur Freude der Internet-Crowd.

Margot Friedländer wird zu einem Dokumentarfilm. Die UFA Documentary dreht für das ZDF den Film mit dem Arbeitstitel »Ich bin! Margot Friedländer«, der ihre »wechselvolle Geschichte« nachzeichnen soll, wie es in der Presseerklärung heißt. Erste Interviews hätten bereits stattgefunden. Die Schauspielerin Julia Anna Grob soll die junge Margot Friedländer spielen. Die Dreharbeiten könnten ab Juni 2023 beginnen. »Der Film ist als besonderer Programmakzent im ZDF zum 85. Jahrestag der Novemberpogrome am 9. November 2023 geplant«, so die Presseerklärung.

Meinung

Warum Erwin Rommel kein Vorbild für die Bundeswehr sein kann

Der Mythos vom ritterlichen »Wüstenfuchs« überlagert bis heute die wahre Geschichte hinter dem Nazi-General. Umso dringender ist eine Beschäftigung mit seiner Biografie

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Kino

Historiendrama: »Andor Hirsch« - Ein jüdischer Junge im Nachkriegs-Ungarn

»Andor Hirsch« ist ein Historiendrama um einen jüdischen Jungen, der im Ungarn der 1950er Jahre mitten in den Nachwehen des gescheiterten Volksaufstands in eine Identitätskrise gerät - als er erfährt, wer sein Vater ist

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Zahl der Woche

60 bis 75 Minuten

Fun Facts und Wissenswertes

 07.05.2026

Satire

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Die KI braucht keinen Urlaub und macht nie Fehler: Eine Vorausschau

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Redaktion

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Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 19 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Presse

Laut und deutlich

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Presse

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Anfang 1946 kehrten Karl und Lilli Marx aus dem britischen Exil nach Deutschland zurück und übernahmen in Düsseldorf die Herausgeberschaft eines jüdischen Gemeindeblattes. Im Laufe der Jahre ging daraus die Jüdische Allgemeine hervor. Porträt eines Vermittlerpaares

von Ralf Balke  07.05.2026

Zeitungsproduktion

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Unsere Autorin begann beim Fernsehen, war lange Zeit beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und schreibt heute für die Jüdische Allgemeine. Eine Liebeserklärung

von Maria Ossowski  07.05.2026