Ggeheimnisse & Geständnisse

Plotkes

wladimir kaminer genießt bei einigen seiner Fans einen Kultstatus, der bis zum Reliquiensammeln geht. Eine halb leere Flasche Grauburgunder, aus der der Schriftsteller bei einer Lesung im sachsen-anhaltinischen Staßfurth getrunken hatte, wurde erfolgreich bei eBay für 32,50 Euro versteigert. Dazu gab es ein von Kaminer autografiertes Exemplar seines Buchs Es gab keinen Sex im Sozialismus.

luciana berger ist so sexy wie keine andere Abgeordnete des britischen Unterhauses. In einer Onlineabstimmung des Fernsehsenders Sky wählten die Teilnehmer die 29 Jahre alte jüdische Labour-Nachwuchspolitikerin aus Liverpool an die Spitze der Frauenliste. Bei den Männern schaffte es Ex-Außenminister David Miliband auf den sechsten Platz.

zubin mehta darf sich jetzt mit Recht als »Stardirigent« bezeichnen. Der langjährige musikalische Leiter des Israel Philharmonic Orchestra hat seit vergangener Woche seinen eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Der gebürtige Inder Mehta leitet das israelische Orchester seit 1961.

Harvey und bob weinstein eifern angeblich Mel Brooks’ Broadwaybetrügern Byalistok und Bloom aus The Producers nach. Die Hollywoodproduzenten, die für The King’s Speech gerade vier Oscars abgeräumt haben, sollen drei Jahre zuvor ein anderes Filmprojekt systematisch sabotiert haben. Damit das vor der Oscarverleihung nicht publik wurde, zahlten die Brüder ihnen Schweigegeld in Höhe von mehreren hunderttausend Dollar, behaupten die Macher des Films, denen die Summe aber nicht reicht: Sie haben die Weinsteins jetzt auf 33 Millionen Schadenersatz verklagt.

einat wilf hält an ihrer Liebe fest. Ein Rabbiner hatte die Knessetabgeordnete, die Vorsitzende des Bildungsausschusses werden soll, attackiert, weil sie mit einem deutschen Nichtjuden verheiratet ist. Die Politikerin reagierte gelassen: »Ich freue mich, dass der Rabbi immerhin zugesteht, dass es schlimmere Volksverräter gibt als mich.« ja

Die Träger des Georg-Stefan-Troller-Preises 2026

Frankfurt am Main

Auszeichnung für Journalisten und Buchautoren

Der Georg-Stefan-Troller-Preis für die Berichterstattung über jüdisches Leben wurde erstmals verliehen. Mit Mascha Malburg und Joshua Schultheis sind auch zwei JA-Journalisten unter den Ausgezeichneten

 11.10.2026

Frankfurt am Main

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Philippe Sands überreicht

Der Völkerrechtsanwalt forderte in seiner Rede ein Ende angeblicher »Debattenbeschränkungen« in Deutschland

 11.10.2026

Julia Franck

»Sie liebt, aber sie wird nicht geliebt«

Die Schriftstellerin über ihre literarische Biografie der Jüdin Baladine Klossowska und den Dichter Rainer Maria Rilke

von Knut Elstermann  11.10.2026

Aufgegabelt

Rote Bete mit Tahini

Rezepte und Leckeres

 11.10.2026

Forum

Leserbriefe

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Texten der Jüdischen Allgemeinen

 10.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Berlin

733 Tage, 2 Stunden und 35 Minuten

Eine Ausstellung im Paul-Löbe-Haus erzählt von Verlust, Hoffnung und bleibenden Folgen in der Zeit zwischen dem 7. Oktober und dem Abkommen zur Freilassung der Geiseln

von Pascal Beck  09.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026