Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Wynona Ryder hat Mel Gibson als rabiaten Antisemiten kennengelernt. Im Magazin GQ berichtete die als Wynona Horowitz geborene Schauspielerin, dass Gibson sie vor einigen Jahren auf einer Party im Suff mit den Worten »Du hast dich wohl vor dem Krematorium gedrückt« angepöbelt habe. Damals habe ihr das niemand glauben wollen. Inzwischen schon: Seit Gibson 2006 einen Polizisten als »Scheißjuden« beschimpft hatte, der ihn wegen Trunkenheit am Steuer festnahm, sind seine Vorurteile aktenkundig.

George W. Bush bekommt einen jüdischen Schwippschwager. Eine Nichte des Ex-Präsidenten hat sich mit David Lauren verlobt, dem Sohn des als Reuben Lifshitz geborenen Modezaren Ralph Lauren. Bush tritt damit in die Fußstapfen seines Vorgängers Bill Clinton. Dessen Tochter Chelsea hatte vor sechs Monaten den jüdischen Banker Marc Mezvinsky geheiratet.

neil diamond fühlt sich geehrt. Der 69-Jährige wurde jetzt in die Rock ‘n’ Roll Hall of Fame aufgenommen. »Einem Club, der Mitglieder wie Chuck Berry, Little Richard und die Everly Brothers hat, gehöre ich gerne an«, kommentierte der als Noah Kaminsky 1941 in New York geborene Abkömmling osteuropäisch-jüdischer Einwanderer die Ehrung. Diamond belegte in den 70er-Jahren mit Softrockklassikern wie Cherry Cherry, Sweet Caroline und Song Sung Blue Spitzenplätze in den Charts.

Dimitri »davidstern« Salita hat eine Etappe auf dem Weg zum Titel im Weltergewichtsboxen erfolgreich geschafft. In New York besiegte der orthodoxe Jude vergangene Woche seinen Gegner James Way-ka durch technischen K.o. in der dritten Runde. Salita kann damit auf eine Bilanz von 32 Siegen verweisen, 17 davon K.o.s.

jon bon jovi kennt sich in Israel nicht so genau aus. Bei seiner Welttournee 2011 will der Rockmusiker mit seiner Band auch im jüdischen Staat auftreten. Gefragt, wo das Konzert stattfinden soll, sagte der Amerikaner: »Wo immer dort das Olympiastadion ist.« ja

Wien

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Glosse

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Ausstellung

Zerstörung bauen

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Eurovision Song Contest

Autor von Kultserie macht TV-Sender schwere Vorwürfe

Irlands Sender RTÉ boykottiert den diesjährigen ESC, weil Israel daran teilnimmt. Jetzt kommt Gegenwind: Drehbuchautor Graham Linehan will nicht, dass zeitgleich eine Episode der von ihm mitgeschaffenen Sitcom »Father Ted« ausgestrahlt wird

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Serie

Filmemacher: Tagebuch von Etty Hillesum als Pflichtlektüre an Schulen

Die jüdische Autorin Etty Hillesum wurde 1943 in Auschwitz ermordet. Eine Serie über den Holocaust ist »Etty« jedoch nicht: Es geht vielmehr um ihr Leben und ihre Ideen - die heute höchst aktuell erscheinen

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Filmfestivals

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Fernsehen

»Etty«: Eine junge Frau umarmt das Leben und trotzt der Vernichtung

Amsterdam 1941: Die jüdische Intellektuelle Etty Hillesum besiegt ihre Ängste und erlebt eine große Liebe. Sie führt Tagebuch, das viele weltweit berührt. Nun ist es verfilmt worden

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Jubilar

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