Geheimnisse und Geständnisse

Plotkes

Daniel Donskoy Foto: imago

Daniel Donskoy hat gerade einen richtig guten Lauf. Der Jungschauspieler ist viel unterwegs. Und manchmal, sagte er in der NDR-Talkshow DAS!, müsse er sich morgens schon fragen, wo er sich gerade befindet. »Es ist wirklich fantastisch, es ist toll. Man muss sich wirklich immer echt so runterholen, Yoga machen, atmen.« Das aber, was ihn wirklich runterbringt, ist Musik. Am Ende des Abends Gitarre oder Klavier zu spielen, sei für ihn beruhigend.

Dominique Horwitz lebt gern in Weimar. »Die Geschichte dieser Stadt zwingt einen, sich den existenziellen Fragen zu stellen – wer wir sind, wo wir herkommen und wo wir hinwollen. Weimar ist deshalb für mich das Zentrum der Welt«, sagte der Schauspieler im Interview mit der Gütersloher »Glocke«. Paris, wo er geboren wurde, sei »im Herzen eng« und stehe deswegen nicht »auf der Liste meiner bevorzugten Städte, eher Berlin oder London. Da kann ich durchatmen. Da fühle ich mich frei. Da wird mir aber auch klar, wie hart das Leben ist, wie schnell die Zeit verrinnt.«

Tom Franz hat in der Sendung MDR um 4 nicht nur Leckeres gekocht, sondern mit der Moderatorin auch über seine Heimat Israel geplaudert. Der vierfache Vater genießt das Leben mit seiner Familie sehr. Franz, der kürzlich seinen 45. Geburtstag feierte, kam zum ersten Mal mit 16 Jahren nach Israel und wurde von Beginn an herzlich empfangen. Auf seinem Weg zum Judentum, erzählte Franz in der Sendung, half ihm auch »eine berauschende Substanz«.

Iris Apfel lobt das Alter. In einem Interview mit dem Online-Magazin »Miami Socialholic« sagte die 96-Jährige: »Nur weil man eine gewisse Zahl erreicht hat, muss man sich nicht zurückziehen. Das Leben ist eine wundervolle Sache. Man muss es genießen und soll es schätzen – in jedem Alter.« Man könne mit 20 mehr machen als mit 80, aber es gebe noch viele Dinge, die man tun und genießen könne, und außerdem würde man sie später sowieso besser verstehen als mit 20.

Sehen!

»Doitscha – Alles geht vorüber«

Die Tragikomödie »Doitscha – Alles geht vorüber« in der ARD beruht auf einem Buch von Adriana Altaras

von Pascal Beck  04.11.2026

Fernsehen

»Doitscha« erzählt vom Leben deutscher Juden nach dem 7. Oktober

Im Mittelpunkt der pointierten Tragikomödie steht eine Familie, in der unterschiedliche Identitäten, Ängste und Lebensentwürfe aufeinanderprallen

 04.11.2026

TV-Tipp

Viele Jahre bis zum großen »Hallelujah«: Arte zeigt Porträt von Leonard Cohen zum zehnten Todestag

Es ist wohl das bekannteste Lied des kanadischen Sängers Leonard Cohen. Und so steht »Hallelujah« auch im Zentrum eines so unterhaltsamen wie inspirierenden Porträts über diesen modernen Minnesänger

von Jan Lehr  04.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  04.11.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 4. November bis zum 12. November

 04.11.2026

Sachbuch

Der Kampf jüdischer Gemeinden für den Synagogen-Aufbau nach dem Krieg

Durch die Nationalsozialisten zerstört, wollten jüdische Gemeinden viele Synagogen in Deutschland nach dem Krieg wieder aufbauen. Doch sie hatten mit Widerständen zu kämpfen - und mit Parkplätzen und Einkaufszentren

von Thomas Klatt  04.11.2026

New York

Nach Paul Simon wird auch Art Garfunkel 85

Mit Songs wie »The Sound of Silence« wurden Simon & Garfunkel weltberühmt – aber auch die Streits der beiden Schulfreunde aus New York sind legendär. Jetzt steht der nächste große Geburtstag an

von Christina Horsten  04.11.2026

Frankfurt am Main

Rote und blaue Fäden

Mit der Installation »A Sky Full of Hope« will die Künstlerin Janet Echelman globale Vernetzung sichtbar machen – und eckt in der Stadt damit an

von Eugen El  03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026