Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Palina Rojinski Foto: imago

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 09.03.2015 18:35 Uhr

Ilja Richter hasst es, ungefragt mit Musik beschallt zu werden. »Die ganze Berieselung unserer Zeit lehne ich ab«, sagte der 62-jährige Schauspieler, der in den 70er-Jahren die Musikshow Disco moderierte, dem Magazin des »Kölner Stadt-Anzeigers«. Er habe eine tiefe Verachtung dafür, wie Musik dazu entfremdet werde, dass Menschen irgendetwas tun oder kaufen. »Am allerschlimmsten finde ich, wenn die großen Komponisten auf der Toilette landen. Wenn ich da die Eroica hören muss, das ist unappetitlich.«

Palina Rojinski
hat bei Circus HalliGalli verloren und musste zur Strafe einen schrecklich arroganten Post absetzen. Eigentlich war die 29-jährige Schauspielerin in die ProSieben-Late-Night-Show gekommen, um ihren neuen Film Traumfrauen zu promoten. Aber dann verlor sie beim »Shitstorm-Roulette« und musste daraufhin eine Fake-Fanattacke auf ihrem Facebook-Account vom Zaum brechen: »Klarstellung: Gebe zukünftig keine Autogramme & mache auch keine Selfies mehr mit euch. Die Scheiße nervt.« Das kam bei den meisten überhaupt nicht gut an. Innerhalb weniger Minuten erhielt Rojinski über 400 teils bitterböse Kommentare.

Marina Weisband setzt sich neuerdings für rosarote Satire ein. Seit Kurzem zählt sie zu den Befürwortern von »Prinzessinnenreporter« – ein glamouröses Medienprojekt, das den hehren Vorsatz der Rettung des Onlinejournalismus auf die Schippe nimmt. »Ich unterstütze Prinzessinnenreporter, weil ich endlich unabhängige Nachrichten will, die meine zarte Seele nicht so aufwühlen«, bekennt die Politikerin und Publizistin. Na, dann hoffen wir mal, dass sie findet, wonach sie sucht.

Ivanka Trump ist stolz und glücklich, zum Judentum übergetreten zu sein. In einem Interview mit der »Vogue« sprach die 33-jährige Geschäftsfrau und Tochter des Immobilien-Tycoons Donald Trump vor Kurzem darüber, dass ihre Entscheidung ihr Leben bereichert habe. In mancher Hinsicht sei sie durchaus traditionell eingestellt: »Mein Mann und ich halten den Schabbat. Wir verbringen an diesem Tag einfach Zeit miteinander. Auch unser Telefon bleibt ausgeschaltet.« Die zweifache Mutter ist verheiratet mit Jared Kushner, der in einer orthodoxen amerikanischen Familie aufwuchs. bp

Erfurt

Jüdisch-Israelische Kulturtage in Thüringen eröffnet

Die diesjährigen Jüdisch-Israelischen Kulturtage bringen israelische Kultur nach Thüringen und setzen mit Konzerten, Lesungen und Debatten ein Zeichen gegen Antisemitismus. Die Eröffnung stand im Zeichen der aktuellen Kämpfe im Nahen Osten

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»Der Kampf gegen Antisemitismus ist nicht die Aufgabe jüdischer Filme«

In Potsdam wurde das deutschlandweit erste universitäre Zentrum für jüdischen Film gegründet. Ein Gespräch mit der Leiterin Lea Wohl von Haselberg über schwierige Definitionen, kommende Projekte und eine zunehmend polarisierte Debatte

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»Nicht länger tragbar«: Rauswurf von Berlinale-Chefin Tricia Tuttle gefordert

»Das internationale Filmfestival in Berlin hat sich in den letzten drei Jahren in ein Antisemitismus-Festival verwandelt«, heißt es in einer Petition. Diese fordert zwei bestimmte Konsequenzen

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Die Cellistin Raphaela Gromes über vergessene jüdische Komponistinnen wie Maria Herz und Ruth Schönthal

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