Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Sienna Miller will mit Madonna, Demi Moore, Britney Spears und neuerdings Naomi Campbell nicht in einen religiösen Topf geworfen werden. Die Tochter eines jüdischen Vaters und einer christlichen Mutter hat entschieden dementiert, dem modischen Kabbalakult beigetreten zu sein. Die britische Zeitung Mail on Sunday hatte gemeldet, die Schauspielerin trage seit Kurzem ein rotes Bändchen am Handgelenk, ein kabbalistischer Talisman gegen böse Geister. »Alles frei erfunden«, so Millers Pressesprecher.

susan sideropoulos genießt die Mutterrolle. Vor acht Wochen hatte die »Gute Zeiten, schlechte Zeiten«-Darstellerin ihren Sohn Joel zur Welt gebracht. »Wenn er bei dir liegt, ist es so magisch«, schwärmt sie auf der Website der RTL-Soap. So begeistert ist Sideropoulos vom Dasein als jiddische Mamme, dass sie mit Ehemann Jakob Shtizberg schon den nächsten Nachwuchs plant.

Ralph lauren bläst zum Angriff auf die französische Haute Cuisine. In seinem neueröffneten Laden am mondänen Pariser Boulevard Saint Germain bietet der New Yorker Modemacher nicht nur Kleidung und Accessoires unter seinem Label an, sondern betreibt auch ein Restaurant. Auf der Karte stehen klassische amerikanische Spezialitäten wie T-Bone-Steaks, Burger und Caesar’s Salad. Glaubenstreue Juden sollten das Lokal jedoch nicht frequentieren. Auch wenn Lauren eigentlich Lifshitz heißt, sind die Speisen nicht koscher.

mayim Bialik, die »Blossom« aus der gleichnamigen 90er-Jahre-Kultserie, hat nach längerer TV-Abstinenz demnächst wieder einen Fernsehauftritt. Am 24. Mai wird der Ex-Kinderstar in der Serie »Big Bang Theory« des US-Senders CBS in einer Gastrolle zu sehen sein. Bialik, die nach der Einstellung von »Blossom« 1995 Neurowissenschaften und Hebräisch studierte, ist mittlerweile promoviert und hat mit ihrem Mann Michael Stone zwei Söhne, Miles (4) und Heschel (1).

ja

7. Oktober

Maxim Biller und die Barbaren

In »Schwarze Samstage« kämpft der Schriftsteller mit den Folgen des Massakers in Israel – und zieht eine harte Linie zwischen Juden und »Gojim«

von Tobias Kühn  07.10.2026

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»Phoenix« - herausragender Film über eine Holocaust-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  07.10.2026

Programm

Musikalische Crossovers, Kontroverse, Krimi und Krav Maga: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 8. Oktober bis zum 14. Oktober

 07.10.2026

Deutscher Buchpreis

Hermeskeil ist stolz auf Shida Bazyar

Die Auszeichnung würdigt den Roman einer Autorin aus dem Hunsrück. Das gibt der Stadt neuen Anlass, sich mit den verdrängten Kapiteln seiner Geschichte auseinanderzusetzen.

von Ira Schaible, Sandra Trauner  07.10.2026

TV-Tipp

Zwischen Terror und Trauma

Eine Reportage von Jan Philipp Burgard auf WELT TV zeigt Israel und seine Menschen drei Jahre nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023

von Detlef David Kauschke  07.10.2026

Im Kino

Mutiges Biopic über Österreichs Ex-Kanzler: »Bruno – Der junge Kreisky«

Harald Sicheritz hat ein Biopic gedreht, das die politischen Kämpfe zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten, zwischen der Linken an sich und den Nationalsozialisten in den 1930er Jahren differenziert darstellt

von Sascha Westphal  06.10.2026

Literatur

Neues Jugendbuch von Holly-Jane Rahlens: Ein eher unbekanntes Kapitel deutsch-jüdischer Geschichte

Displaced Persons Camps der Nachkriegszeit: Sie stehen im Zentrum eines neuen Buches von Holly-Jane Rahlens. »Frostblüten« heißt und erzählt von der Freundschaft der jüdisch-polnischen Estera und der Berlinerin Lotte

von Nina Schmedding  06.10.2026

Aufruf

Buchpreis-Trägerin Shida Bazyar warnt vor AfD

Shida Bazyar ist mit dem diesjährigen Deutschen Buchpreis ausgezeichnet worden. In einem Vorab-Interview äußerte sie sich auch politisch

von Anita Hirschbeck  06.10.2026

Literatur

Shida Bazyar für ihren Roman »Die Lücken« mit Deutschen Buchpreis ausgezeichnet

Der Preis wurde am Montagabend im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse vergeben

 05.10.2026 Aktualisiert