Bundesarchiv in Koblenz

Pilotprojekt zum Erhalt jüdischer Akten aus der NS-Zeit

Historische Dokumente der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland sollen restauriert werden. Foto: picture alliance/dpa

Historische Unterlagen der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland aus der NS-Zeit werden in einem Pilotprojekt restauriert. Dazu arbeiten Spezialisten der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar zusammen mit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim und dem Bundesarchiv in Koblenz.

Es gehe darum, innovative Verfahren zu entwickeln, die später auch für andere anwendbar seien, erklärte der Präsident des Bundesarchivs, Michael Hollmann, am Donnerstag in Berlin. Durch die restauratorische Bearbeitung würden die Dokumente für künftige Generationen bewahrt und zugänglich gemacht.

Zum Auftakt des Projektes werde ein Konvolut aus neun Objekten bearbeitet. Diese seien zum Teil in einem konservatorisch schlechten Zustand und daher aktuell nicht nutzbar.

Die Reichsvereinigung der Juden wurde den Angaben zufolge 1939 durch den NS-Staat eingerichtet. Sie diente zur Kontrolle der in Deutschland verbliebenen Juden. Hollmann betonte, mit dem Kooperationsprojekt solle ein Zeichen für eine verstärkte Zusammenarbeit von Kulturerbe-Einrichtungen gesetzt werden.

Der Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Reinhard Laube, sagte, nach dem verheerenden Brand in der Weimarer Bibliothek 2004 seien mit Partnern neue Techniken der Papierrestaurierung entwickelt worden. Bei dem Feuer in der 1691 gegründeten Bibliothek waren 50.000 Bücher verloren gegangen, weitere 118.000 Bände wurden stark beschädigt aus den Flammen geborgen und werden bis heute restauriert. epd

Hollywood

Die »göttliche Miss M.«

Schauspielerin Bette Midler dreht mit 80 weiter auf

von Barbara Munker  28.11.2025

Literatur

»Wo es Worte gibt, ist Hoffnung«

Die israelische Schriftstellerin Ayelet Gundar-Goshen über arabische Handwerker, jüdische Mütter und ihr jüngstes Buch

von Ayala Goldmann  28.11.2025

Projektion

Rachsüchtig?

Aus welchen Quellen sich die Idee »jüdischer Vergeltung« speist. Eine literarische Analyse

von Sebastian Schirrmeister  28.11.2025

Kultur

André Heller fühlte sich jahrzehntelang fremd

Der Wiener André Heller ist bekannt für Projekte wie »Flic Flac«, »Begnadete Körper« und poetische Feuerwerke. Auch als Sänger feierte er Erfolge, trotzdem konnte er sich selbst lange nicht leiden

von Barbara Just  28.11.2025

Aufgegabelt

Hawaij-Gewürzmischung

Rezepte und Leckeres

 28.11.2025

Fernsehen

Abschied von »Alfons«

Orange Trainingsjacke, Püschelmikro und Deutsch mit französischem Akzent: Der Kabarettist Alfons hat am 16. Dezember seine letzte Sendung beim Saarländischen Rundfunk

 28.11.2025 Aktualisiert

Fernsehen

»Scrubs«-Neuauflage hat ersten Teaser

Die Krankenhaus-Comedy kommt in den Vereinigten Staaten Ende Februar zurück. Nun gibt es einen ersten kleinen Vorgeschmack

 28.11.2025

Eurovision Song Contest

Spanien bekräftigt seine Boykottdrohung für ESC

Der Chef des öffentlich-rechtlichen Senders RTVE gibt sich kompromisslos: José Pablo López wirft Israel einen »Genozid« in Gaza und Manipulationen beim Public Voting vor und droht erneut mit dem Austritt

 28.11.2025

Imanuels Interpreten (15)

Elvis Presley: Unser »King«

Fast ein halbes Jahrhundert nach Elvis’ Tod deutet viel darauf hin, dass er Jude war. Unabhängig von diesem Aspekt war er zugleich ein bewunderns- und bemitleidenswerter Künstler

von Imanuel Marcus  28.11.2025