Eurovision Song Contest

Petition fordert ESC-Ausschluss von Island

Hatari-Sänger in Dienstkleidung Foto: dpa

Nach der politisch motivierten Aktion der isländischen Gruppe Hatari beim Eurovision Song Contest (ESC) in Tel Aviv fordern Tausende im Netz den Ausschluss Islands von dem Wettbewerb 2020. Die antikapitalistische Performance-Gruppe hatte bei der Punktevergabe Palästinenserfahnen in die Kamera gehalten. Eine entsprechende Petition auf der Website Change.org hatten bis zum Dienstagnachmittag mehr als 33.000 Menschen unterzeichnet.

Die Europäische Rundfunkunion als Veranstalterin (EBU) prüft nach eigenen Angaben Schritte gegen Island. Die EBU hat immer wieder betont, dass der Gesangswettbewerb unpolitisch sein solle.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

MISSACHTUNG In der Petition heißt es: »Nach einer wunderbaren Nacht über das Überwinden von Differenzen und wie Musik vereint, hat die Gruppe, die Island vertreten hat, mit großer Respektlosigkeit gegenüber der Atmosphäre und dem Gastland (...) agiert.« Dies sei eine »schreckliche Missachtung« Israels.

Hatari (»Hatrið mun sigra – Hass wird siegen«) waren am Samstag beim ESC in Tel Aviv in Sado-Maso-Fetisch-Kostümen aufgetreten und erreichten den zehnten Platz.

Auch bei einem Auftritt von Superstar Madonna während der Show hatten zwei Tänzer auf ihren Rücken eine israelische und eine palästinensische Fahne gezeigt. Die beiden hielten sich an der Hand. Die EBU betonte anschließend, dieser Teil der Show sei nicht abgesprochen gewesen.  dpa/ja

Fernsehen

»Anders auf die Welt schauen«

Mark Waschke über den Film »Doitscha«, falsche Freunde und die Sprachlosigkeit seiner Branche nach dem 7. Oktober

von Rüdiger Sturm  05.11.2026

Kino

Im Angesicht der Schmerzen, der Angst und Scham

»Block 10« beleuchtet die medizinischen Experimente an Frauen in Auschwitz – und versteht sich auch als eine Antwort auf die Gegenwart

von Chris Schinke  05.11.2026

London

Banal, schlicht und ironisch

Julia Pascals Theaterstück »The Banality of Evil: Hannah Arendt, France, 1940« erzählt von Hannah Arendt, Charlotte Salomon und Eva Daube als deutsche Jüdinnen in Frankreich und ihrem Leben zwischen zwischen Exil, Gefangenschaft und Überlebenskampf

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  05.11.2026

Geburtstag

Wider die Gedankenlosigkeit: Wolf Biermann wird 90

Als junger Mensch war für ihn die DDR das bessere Deutschland. Doch bald wurde Lyriker und Liedermacher Wolf Biermann ihr schärfster Kritiker. Auch nach der Ausbürgerung blieb er ein wacher und kritischer Geist. Am 15. November wird er 90

von Thomas Bickelhaupt  05.11.2026

Meister der Melancholie

Leonard Cohen: »Jikan der Stille« lebte seine Religion - und auch eine andere

Seine Lieder sind geheimnisvoll, oft düster - und doch von beklemmender Schönheit. Leonard Cohen war nie zu greifen, mit niemandem zu vergleichen. Vor zehn Jahren ist er gestorben

von Alexander Brüggemann  05.11.2026

TV-Tipp

Viele Jahre bis zum großen »Hallelujah«: Arte zeigt Porträt von Leonard Cohen zum zehnten Todestag

Es ist wohl das bekannteste Lied des kanadischen Sängers Leonard Cohen. Und so steht »Hallelujah« auch im Zentrum eines so unterhaltsamen wie inspirierenden Porträts über den legendären Sänger

von Jan Lehr  05.11.2026

Sehen!

»Doitscha – Alles geht vorüber«

Die Tragikomödie »Doitscha – Alles geht vorüber« in der ARD beruht auf einem Buch von Adriana Altaras

von Pascal Beck  04.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  04.11.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 4. November bis zum 12. November

 04.11.2026