USA

»Nicht alle sind rassistisch und gewalttätig«

War in Deutschland 2020 mit seinem Sachbuch »Wir sind das Klima!« auf den Bestenlisten: Jonathan Safran Foer Foto: Marco Limberg

Der Autor Jonathan Safran Foer hat anlässlich der US-Präsidentschaftswahl davor gewarnt, Trump-Anhänger generell als rassistisch und ignorant einzustufen.

Der US-Schriftsteller (»Alles ist erleuchtet«) sagte der italienischen Zeitung »La Repubblica« in einem am Dienstag publizierten Gespräch, die Wähler von Präsident Donald Trump hätten oft nachvollziehbare Gründe für ihre Entscheidung.

ENTGLEISUNG »In Trump stecken zweifellos typische Elemente dieses Landes«, sagte er. Trotzdem denke er, dass auch eine klare Entgleisung des amerikanischen Geistes zu beobachten sei.

Der Präsident habe schlimme Methoden angewendet, aber diese Einschätzung dürfe »nicht auf alle seine Wähler ausgedehnt werden, das wäre ein schwerer Fehler.

»Ein Problem der liberalen Welt besteht darin, nicht in der Lage zu sein, einen Dialog zu führen.«

Jonathan Safran Foer

Nicht alle sind rassistisch, ignorant und gewalttätig«, mahnte der 43-Jährige. Foer war in Deutschland 2020 mit seinem Sachbuch »Wir sind das Klima!« auf den Bestenlisten.

VERLIERER Foer sagte, viele Trump-Wähler lebten in »Halbarmut«, sie sähen ihre Industrien sterben und fühlten sich als Verlierer. Der republikanische Präsident habe sich ihnen angeboten mit dem Gefühl, endlich auf der Gewinnerstraße zu sein.

Über die Demokraten sagte der Autor: »Ein weiteres Problem der liberalen Welt besteht darin, nicht in der Lage zu sein, einen Dialog zu führen.« Sie fühlten sich überlegen und im Recht, etwa bei dem heißen US-Streitthema Abtreibung.

Über Joe Biden sagte Foer bei dem Gespräch, das nach Angaben der Zeitung in New York stattfand: »Ich mag Biden sehr, er ist ein anständiger und kompetenter Mann.« dpa

Europameisterschaft

Schweizer Kleinbruderkomplexe und deutsche Hochnäsigkeit

Der Fußball zwingt Nicole Dreyfus zu dieser Glosse

von Nicole Dreyfus  23.06.2024

Aufgegabelt

Schakschuka mit Kichererbsen

Rezepte und Leckeres

 23.06.2024

Münchner Kammerspiele

Am Ende gibt es keine Erlösung

Das Jewish Chamber Orchestra brachte Philip Glassʼ Kammeroper »In The Penal Colony« auf die Bühne

von Vivian Rosen  23.06.2024

Literatur

Harte Knochen

In ihrem Romandebüt beschreibt die Ärztin Kristin Rubra eine Liebe zwischen einer Deutschen und einem amerikanischen Juden

von Frank Keil  23.06.2024

Kunst

Farbmagier in Wiesbaden

Die Retrospektive zu Max Pechstein hält Überraschungen bereit

von Dorothee Baer-Bogenschütz  23.06.2024

Musik

»Rock ʼnʼ Roll ist Freiheit«

Bob Gruen hat sie alle fotografiert: John Lennon, die Sex Pistols, Blondie, Green Day. Ein Gespräch über das perfekte Foto, New York und sein erstes Konzert

von Katrin Richter  21.06.2024

Köln

»Zweiflers«-Schauspieler: Jiddisch sollte nicht verschwinden

Leider handle es sich um eine Sprache der vergangenen Generation, sagt Mike Burstyn

 21.06.2024

Jüdisches Filmfestival

JFBB-Direktor will Juden nicht nur als Opfer zeigen

»Wir werden oft auf die Themen Schoah und Nahostkonflikt reduziert«, sagt Bernd Buder

 21.06.2024

Berlin/Brandenburg

Jüdisches Filmfestival kürt Gewinner

Noch bis zum Sonntag werden Filme gezeigt, darunter auch die Gewinner des diesjährigen Festivals

 21.06.2024