NS-Raubgut

»Nicht akzeptabel«

WJC-Präsident Ronald Lauder Foto: imago images/Eastnews

Der Jüdische Weltkongress droht der Stadt Düsseldorf wegen der Verzögerungen bei der Rückgabe des Franz-Marc-Gemäldes »Die Füchse« mit juristischen Schritten.

Nach einem Bericht der »Süddeutschen Zeitung« kritisiert Weltkongress-Präsident Ronald S. Lauder in einem Brief an den Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) die »mangelnden Fortschritte« bei der beschlossenen Rückgabe an die Erben des einstigen jüdischen Besitzers. Die »eklatante Untätigkeit seitens der Stadt ist einfach nicht akzeptabel«, heißt es in dem Brief, der der Zeitung nach eigenen Angaben vorliegt.

Der Stadtrat hatte Ende April nach einem jahrelangen Raubkunst-Streit die Rückgabe des auf einen Wert von mindestens 14 Millionen Euro geschätzten Gemäldes an die Erben des von den Nationalsozialisten verfolgten Kurt Grawi (1887–1944) beschlossen. Am Mittwoch hatte die Stadt erklärt, sie wolle die Rückgabe »zeitnah abschließen«. Jedoch müssten zunächst noch steuerrechtliche Fragen geprüft werden. dpa

Kino und Literatur

»Holocaust im Film« - Eine Spurensuche von 1946 bis heute

Im November kommt der Essayfilm »Holofiction« ins Kino: Regisseur Michal Kosakowski untersucht die filmische Ikonografie des Holocaust. Zur Geschichte des Holocaust-Films gibt es auch schon das gleichnamige Sachbuch

von Marcus Stiglegger  03.11.2026

Lesen!

Existenzialistische Suchbewegungen

In Benjamin Steins »Tiferet« geht es um die letzten Dinge, um alles und nichts – und vor allem um Abschied und Verlust

von Tobias Prüwer  02.11.2026

Interview

»Gemeinsam nach der Wahrheit suchen«

Carlos Fraenkel, der neue Leiter des Potsdamer Einstein Forums, will unterschiedliche Denktraditionen miteinander ins Gespräch bringen – und die Philosophie stärker in der Gesellschaft verankern

von Ayala Goldmann  02.11.2026

Aufgegabelt

Frühstückskartoffeln

Rezepte und Leckeres

 02.11.2026

Sprachen

Neues Spanisch-Wörterbuch: »Jüdisch« bleibt ein Synonym für »geizig«

Die Real Academia Española weigert sich, einen argentinischen Richterspruch umzusetzen - auch in der Neuausgabe ihres Kompendiums der spanischen Sprache findet sich ein Beispiel für Alltagsantisemitismus

von Michael Thaidigsmann  02.11.2026

Plotkes

Liest Britney Spears jetzt auf Hebräisch?

Die Sängerin veröffentlichte ein Foto eines hebräischen Psalmenbuchs auf ihrem Instagramkanal. Spears interessiert sich seit Jahren für jüdische Mystik

 02.11.2026

New York

Nach Paul Simon wird auch Art Garfunkel 85

Mit Songs wie »The Sound of Silence« wurden Simon & Garfunkel weltberühmt – aber auch die Streits der beiden Schulfreunde aus New York sind legendär. Jetzt steht der nächste große Geburtstag an

von Christina Horsten  02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Baustelle der Jüdischen Akademie an einer Straße in Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Jüdische Akademie öffnet in Frankfurt

Es soll ein Ort des Diskurses und der Begegnung sein: In Frankfurt wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet

 02.11.2026