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Michail Zwanezkij

Geboren in Odessa, der Hochburg des russischsprachigen jüdischen Humors: Michail Zwanezkij Foto: JA

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Michail Zwanezkij

Der Humorist auf Deutschland-Tournee

 29.03.2010 17:43 Uhr

»Warum ich zu seiner Lesung gehen will…«, heißt ein Wettbewerb auf der Webseite von Michail Zwanezkij, bei dem Studenten Freikarten für einen seiner Auftritte gewinnen können. Und um eine solche zu ergattern, legen sich seine Fans mit ihren Antworten ganz schön ins Zeug: Ein Abend von Zwanezkij sei die Gelegenheit für eine erfolgreiche kollektive Psychoanalyse; als Besucher seiner Lesungen erfahre man die neuesten Sprüche, die schon bald ganz sicher zu den allgemein gebräuchlichen Aphorismen werden; Zwanezkij sei ein Genie.

HEIMAT Der in Odessa, der Hochburg des russischsprachigen jüdischen Humors, geborene und aufgewachsene Zwanezkij wurde schon zu Sowjetzeiten geradezu als Volksheld verehrt. Noch während seines Ingenieurstudiums an der Maritimen Universität von Odessa begann seine literarische Karriere. Entdeckt wurde er von keinem Geringeren als Arkadij Rajkin, dem damals bedeutendsten jüdischen Kabarettisten. Später »emanzipierte« sich der heute 75-jährige Zwanezkij von seinem Mentor und gründete ein eigenes Theater in Moskau, das er bis heute leitet. Aber wie für alle Söhne und Töchter Odessas gilt auch für ihn: Der Heimathafen ist und bleibt das Schwarze Meer. So ist Michail Zwanezkij neben vielen anderen Titeln und Ehrungen nicht zuletzt auch Vorsitzender des weltweiten Odessiten-Klubs.

Dessen in Deutschland lebende Mitglieder werden auf jeden Fall dabei sein, wenn der Maestro im April in der Bundesrepublik gastiert und aus seinen Werken lesen wird. Doch wie immer werden auch viele andere russischsprachige Juden und all jene, die seinen außergewöhnlich klugen Witz und seine leicht daherkommende Weisheit schätzen, seine Veranstaltungen nicht verpassen. Und somit ihre ganz persönliche Antwort auf Michail Zwanezkijs Preisfrage schon längst gefunden haben.

ja

Deutschlandtournee:
8. April, 20 Uhr, Saalbau Griesheim Frankfurt am Main
11. April, 20 Uhr, Savoy Theater, Düsseldorf
12. April, 19.30, Berliner »Urania«

Mehr Infos:
www.jvanetsky.ru
www.events.germany.ru

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