Jonathan Safran Foer

Menschen lernen zu wenig aus der Pandemie

Jonathan Safran Foer Foto: Marco Limberg

Der US-Autor Jonathan Safran Foer Wir sind das Klima! rechnet nach dem Abklingen der Pandemie mit einer Rückkehr der meisten Menschen zu ihren alten Gewohnheiten - auch zu den schlechten. In der Arbeitswelt erwartet der 44-Jährige zwar Veränderungen wie etwa dauerhaft weniger Geschäftsreisen. Im Privaten dürfte das anders sein, sagte der Schriftsteller im Interview der italienischen Zeitung »La Repubblica« vom Freitag.

»Ich befürchte, dass Gier, Selbstsucht und die Oberflächlichkeit bei ethischen und ökologischen Problemen nicht verschwinden werden«, sagte der Bestsellerautor, der in Tiere essen über die Risiken des Fleischkonsums geschrieben hat.

Viren Er sei optimistisch, dass Nordamerika und Europa innerhalb des Jahres durchgeimpft seien. »Aber Viren ignorieren Grenzen: Es bleibt das gigantische Problem vieler Gebiete der Welt, in denen die Leute in engem Kontakt mit Tieren leben, die, wie gezeigt wurde, oft die schrecklichsten Viren übertragen haben.«

Viele Menschen würden die Impfstoffe als Mittel ansehen, um ihr altes Leben vor Corona genau so zurück zu bekommen. »Ich bin der Erste, der viele Dinge genießen möchte, die ich vermisse, wie zum Beispiel ein Konzert zu besuchen oder eine Sportveranstaltung in einem Stadion. Aber es macht mir Angst, dass man nicht darüber nachdenkt, was passiert ist«, sagte Safran Foer, der nach eigenen Worten vegetarisch isst. »Ich glaube, dass eine Antwort darin besteht, demütig zu erkennen, dass man nicht alles tun kann und nicht immer.« dpa

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  23.09.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  23.09.2026

Berlin-Wahl

»Die Linke ist keine antisemitische Partei, aber sie hat ein Problem mit Antisemitismus«

Der Comedian äußerte sich im Interview mit dem Tagesspiegel zur Berliner Wahl und eine progressive linke Haltung zu Israel

 23.09.2026

Theater

Abgrund statt Parabel

In seiner Inszenierung von »Mephisto« spürt Frank Castorf den verborgenen Anziehungskräften des Faschismus nach und verzichtet dabei auf einfache Aktualisierungen

von Leon Stork  23.09.2026

»Imanuels Interpreten« (25)

Pancho Vladigerov: Meister der Klänge

Er studierte in Berlin, kooperierte mit Max Reinhardt und komponierte umwerfende Symphonien. Dennoch ist er fast nur in seinem Heimatland bekannt

von Imanuel Marcus  23.09.2026

Münchner Philharmoniker: Antrittskonzert von Lahav Shani

Musik

Berauschender Auftakt

Lahav Shani startet fulminant als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker

von Michael Schleicher  22.09.2026

UEFA Nations League

»Dummheit und Heuchelei«: Israelische Fußballer weisen Völkermord-Vorwürfe aus Irland zurück

Israels Fußballverband wehrt sich gegen Aussagen des irischen Nationaltrainers Heimir Hallgrimsson, der vor dem anstehenden Länderspiel gesagt hatte, Irland werde »gegen den Genozid« antreten

 22.09.2026

Berlin

Igor Levit kritisiert Merz: Weiter-so in hübscher Verpackung

Merz’ Art der Kommunikation des CDU-Politikers wirke »losgelöst«, so der Pianist

 22.09.2026

Philadelphia

Erstes Konzert nach Macklemore-Aus: Sheeran äußert sich

Wegen israelfeindlichen Äußerungen und einer antisemitischen Vorgeschichte wurde US-Rapper Macklemore aus dem Vorprogramm von Popstar Ed Sheeran gestrichen. Jetzt ist Sheeran erstmals wieder aufgetreten

 20.09.2026