Jonathan Safran Foer

Menschen lernen zu wenig aus der Pandemie

Jonathan Safran Foer Foto: Marco Limberg

Der US-Autor Jonathan Safran Foer Wir sind das Klima! rechnet nach dem Abklingen der Pandemie mit einer Rückkehr der meisten Menschen zu ihren alten Gewohnheiten - auch zu den schlechten. In der Arbeitswelt erwartet der 44-Jährige zwar Veränderungen wie etwa dauerhaft weniger Geschäftsreisen. Im Privaten dürfte das anders sein, sagte der Schriftsteller im Interview der italienischen Zeitung »La Repubblica« vom Freitag.

»Ich befürchte, dass Gier, Selbstsucht und die Oberflächlichkeit bei ethischen und ökologischen Problemen nicht verschwinden werden«, sagte der Bestsellerautor, der in Tiere essen über die Risiken des Fleischkonsums geschrieben hat.

Viren Er sei optimistisch, dass Nordamerika und Europa innerhalb des Jahres durchgeimpft seien. »Aber Viren ignorieren Grenzen: Es bleibt das gigantische Problem vieler Gebiete der Welt, in denen die Leute in engem Kontakt mit Tieren leben, die, wie gezeigt wurde, oft die schrecklichsten Viren übertragen haben.«

Viele Menschen würden die Impfstoffe als Mittel ansehen, um ihr altes Leben vor Corona genau so zurück zu bekommen. »Ich bin der Erste, der viele Dinge genießen möchte, die ich vermisse, wie zum Beispiel ein Konzert zu besuchen oder eine Sportveranstaltung in einem Stadion. Aber es macht mir Angst, dass man nicht darüber nachdenkt, was passiert ist«, sagte Safran Foer, der nach eigenen Worten vegetarisch isst. »Ich glaube, dass eine Antwort darin besteht, demütig zu erkennen, dass man nicht alles tun kann und nicht immer.« dpa

Archäologie

Hoffnung auf Latrinen - Grabung legt mittelalterliche Keller frei

Die Funde auf dem Areal der zweiten Jüdischen Gemeinde informieren über das Leben im mittelalterliche Erfurt. Zugleich geben sie Einblicke in die Stadtplanung des 13. Jahrhunderts

von Matthias Thüsing  28.09.2026

Sachsen-Anhalt

Der 7. Oktober und die Folgen: Podiumsdiskussion in Halle

Vor drei Jahren überfielen islamistische Terroristen Israel und rissen damit Gaza in einen bis heute andauernden Krieg. Zeitgleich nahmen weltweit antisemitische Ausschreitungen zu. Diskutanten erörtern die Ursachen

 28.09.2026

Hard-Rock-Legenden

Kiss feiern 50 Jahre »Rock and Roll Over«

Eine umfangreiche Neuauflage des Albums kommt. Was ist enthalten?

 28.09.2026

Babyn Jar

Sie alle hatten einen Namen

In der Schlucht bei Kyjiw ermordeten deutsche Täter am 29. und 30. September 1941 innerhalb von zwei Tagen rund 34.000 Jüdinnen und Juden

von Andreas Albrecht  28.09.2026

Berlin

Verschollene Golem-Filmmusik feiert Berliner Erstaufführung

Der Komponist Hans Landsberger, ein späteres Holocaust-Opfer, hatte die sinfonische Begleitmusik für den Film geschrieben. Seine Komposition gilt als Meilenstein in der Entwicklung der Filmmusik

 28.09.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Wöchentliche Papierflut oder Die kleinen verkannten Kunstwerke

von Nicole Dreyfus  27.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  27.09.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  27.09.2026

Meinung

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026