Ausstellung

Landesmuseum Mainz zeigt jüdisches Erbe von Rheinland-Pfalz

Landesmuseum Mainz Foto: picture alliance / imageBROKER

Umfassende Einblicke in das jüdische Leben in Rheinland-Pfalz bietet das Landesmuseum Mainz während der kommenden Jahre mit einer neuen Ausstellung. Die am Mittwochabend eröffnete Schau »Shalom am Rhein - 1000 Jahre Judentum in Rheinland-Pfalz« verbindet Originalexponate mit zahlreichen Fotodokumenten und Multimedia-Stationen. Nach einer geplanten umfangreichen Umgestaltung soll sie später einmal in der neuen Dauerausstellung des Museums aufgehen.

»Wir haben rund zwei Jahre an dem Projekt gearbeitet«, berichtete Museumsdirektorin Birgit Heide. Die erhaltenen Zeugnisse der sogenannten SchUM-Gemeinden von Speyer, Worms und Mainz, die 2021 zum Weltkulturerbe ernannt wurden, bilden den thematischen Auftakt zu der Ausstellung. Gezeigt wird beispielsweise der älteste nördlich der Alpen gefundene jüdische Grabstein aus Mainz, der aus dem Jahr 1049 stammt. Daneben widmet sich die Schau aber auch dem Landjudentum auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes und jüdischen Persönlichkeiten aus der Region, wie der Schriftstellerin Anna Seghers oder dem Fußballsport-Pionier Eugen Salomon.

Rabbiner-Avatar spricht zu den Besuchern

Ebenso werden Besucherinnen und Besucher über das heutige jüdische Leben informiert, wobei die Ausstellungsmacher auf moderne Technologien zurückgreifen. So erklärt der Avatar eines KI-generierten Rabbiners jüdische Gebote. Bemerkenswert ist Heides Aussage zufolge das Ausstellungsdesign, die Wände der einzelnen Abschnitte bilden von oben betrachtet einen Davidstern.

Das Landesmuseum Mainz geht auf Gemälde- und Altertumssammlungen zurück, die bereits während der französischen Besatzungszeit Anfang des 19. Jahrhunderts angelegt worden waren. Mittlerweile verfügt das Museum über die größte Kunstsammlung in Rheinland-Pfalz, darunter zahlreiche Werke des Impressionisten Max Slevogt. epd

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