Raubkunst

Keine Ermittlungen wegen Rückgabe des Gemäldes »Füchse« von Franz Marc

Seit 1962 ist das Gemälde »Die Füchse« im Besitz der Stadt Düsseldorf. Foto: picture alliance/ Marcel Kusch/dpa

Nach einer Strafanzeige gegen die beschlossene Restitution des wertvollen Gemäldes »Die Füchse« von Franz Marc leitet die Staatsanwaltschaft Düsseldorf kein Ermittlungsverfahren ein. Es liege kein Anfangsverdacht für Untreue vor, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Dienstag in Düsseldorf mit. Strafrechtliche Ermittlungen können erst aufgenommen werden, wenn es einen Anfangsverdacht gibt.

Der Düsseldorfer Stadtrat hatte Ende April nach einem jahrelangen Raubkunst-Streit einstimmig beschlossen, das auf einen Wert von mindestens 14 Millionen Euro geschätzte Gemälde an die Erben des von den Nationalsozialisten verfolgten Kurt Grawi (1887-1944) zurückzugeben.

Wenige Tage nach dem Beschluss war bei der Staatsanwaltschaft die Strafanzeige eingegangen. Sie richtete sich nach Angaben der Stadt gegen die Mitglieder der Stadtverwaltung, die die Rückgabe des Werkes empfohlen hatten, sowie gegen die Mitglieder des Stadtrates, die dem Beschluss zustimmten.

Das Kommunalparlament war einer in Fachkreisen umstrittenen Empfehlung der Beratenden Kommission für Raubkunstfälle gefolgt. Das Gemälde war 1962 als Schenkung nach Düsseldorf gekommen und befindet sich im Museum Kunstpalast.

Frankfurt am Main

Bildungsstätte Anne Frank zeigt Chancen und Risiken von KI

Mit einem neuen Sammelband will sich die Institution gegen Diskriminierung im digitalen Raum stellen

von Greta Hüllmann  19.04.2024

Kunst

Akademie-Präsidentin gegen Antisemitismus-Klausel

»Wir haben ein gutes Grundgesetz, wir müssen uns nur daran halten«, sagt Jeanine Meerapfel

 19.04.2024

Jehuda Amichai

Poetische Stimme Israels

Vor 100 Jahren wurde der Dichter in Würzburg geboren

von Daniel Staffen-Quandt  19.04.2024

Antisemitismus

Zentralrat der Juden äußert sich zu Hallervordens Gaza-Video

Das Gaza-Gedicht des Schauspielers wurde in den vergangenen Tagen massiv kritisiert

 19.04.2024

Streaming

»Bros«: Zwei Trottel, eine Bar

Die erste rein hebräischsprachige und israelische Original-Produktion für Netflix ist angelaufen

von Ayala Goldmann  18.04.2024

Interview

»Deutschland ist eine neurotische Nation«

Bassam Tibi über verfehlte Migrationspolitik, Kritik an den Moscheeverbänden und Ansätze für islamische Aufklärung

von Christoph Schmidt  18.04.2024

Verschwörungstheorien

Nach viel kritisiertem Israel-Hass-Video: Jetzt spricht Dieter Hallervorden

Der Schauspieler weist die Kritik an seiner Veröffentlichung zurück

 18.04.2024

Venedig

Israelhasser demonstrieren bei Kunstbiennale

Die Demonstranten forderten einen Boykott israelischer Künstler

 18.04.2024

Klassik

Eine Liebeserklärung an die Mandoline

Der israelische Musiker Avi Avital verleiht Komponisten wie Bach oder Vivaldi einen unverwechselbaren neuen Touch

von Christine Schmitt  18.04.2024