Magdeburg

Kaiser-Otto-Preis für Batiashvili und Levit

Die Ehrenpreise werden am 2. Juli 2025 bei einem Festakt im Magdeburger Dom verliehen Foto: picture alliance / Roman Zach-Kiesling / First Look / picturedesk.com /dpa

Die Geigerin Lisa Batiashvili und der Pianist Igor Levit werden mit dem Kaiser-Otto-Preis 2025 der Stadt Magdeburg geehrt. Wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte, würdigen das Preiskomitee und die Kulturstiftung Kaiser Otto damit den langjährigen Einsatz der beiden international bekannten Künstler gegen Krieg und Antisemitismus. Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) werde die undotierten Ehrenpreise am 2. Juli 2025 bei einem Festakt im Magdeburger Dom verleihen.

Lisa Batiashvili stammt aus Georgien. Die Violinistin hat sich den Angaben zufolge seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine immer wieder gegen den russischen Angriffskrieg positioniert, Benefizkonzerte organisiert und Spenden gesammelt, um ukrainische Musiker zu unterstützen.

Der deutsch-russische Pianist Igor Levit ist seit 2019 Professor für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Er widme sich dem Thema Antisemitismus, setze sich aber auch gegen die Ausgrenzung von Flüchtlingen ein, hieß es. »Sie geben Menschen eine Stimme, die nicht selbst für sich sprechen können oder nicht ausreichend gehört werden«, würdigte Borris die beiden Preisträger.

Der Kaiser-Otto-Preis wird 2025 zum zehnten Mal an bedeutende Personengruppen oder Institutionen verliehen, die sich in hohem Maße für den fortschreitenden europäischen Einigungsprozess und demokratische Werte einsetzen. Bisherige Preisträger sind unter anderem Altbundespräsident Richard von Weizsäcker (1920-2015), die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der rumänische Präsident Klaus Iohannis. epd

Die Träger des Georg-Stefan-Troller-Preises 2026

Frankfurt am Main

Auszeichnung für Journalisten und Buchautoren

Der Georg-Stefan-Troller-Preis für die Berichterstattung über jüdisches Leben wurde erstmals verliehen. Mit Mascha Malburg und Joshua Schultheis sind auch zwei JA-Journalisten unter den Ausgezeichneten

 11.10.2026

Frankfurt am Main

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Philippe Sands überreicht

Der Völkerrechtsanwalt forderte in seiner Rede ein Ende angeblicher »Debattenbeschränkungen« in Deutschland

 11.10.2026

Julia Franck

»Sie liebt, aber sie wird nicht geliebt«

Die Schriftstellerin über ihre literarische Biografie der Jüdin Baladine Klossowska und den Dichter Rainer Maria Rilke

von Knut Elstermann  11.10.2026

Aufgegabelt

Rote Bete mit Tahini

Rezepte und Leckeres

 11.10.2026

Forum

Leserbriefe

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Texten der Jüdischen Allgemeinen

 10.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Berlin

733 Tage, 2 Stunden und 35 Minuten

Eine Ausstellung im Paul-Löbe-Haus erzählt von Verlust, Hoffnung und bleibenden Folgen in der Zeit zwischen dem 7. Oktober und dem Abkommen zur Freilassung der Geiseln

von Pascal Beck  09.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026