Frankfurt

Jüdischer Journalistenverband gegründet

Der Gründungsvorstand des JJJ (v.l.n.r.): Tamara Land (Schatzmeisterin), Gerald Beyrodt (Beirat), Katja Garmasch (Beirätin), Lorenz Beckhardt (Vorsitzender), Susanne Stephan (Vorsitzende) Foto: Joshua Schultheis

Jüdische Journalistinnen und Journalisten haben am Sonntag in Frankfurt am Main eine Interessensvertretung gegründet. Der Verband Jüdischer Journalistinnen und Journalisten, kurz: »JJJ«, möchte sich für eine faire und respektvolle Debatte über jüdische Themen in der Öffentlichkeit einsetzen und für Antisemitismus in den Medien sensibilisieren. Oft würden antisemitische Stereotype auch unbewusst aufgegriffen, erklärten die Initiatoren.

»Seit dem 7. Oktober 2023 hat der Judenhass in der Öffentlichkeit drastisch zugenommen. Das spüren wir auch im journalistischen Arbeitsalltag«, sagte der Co-Vorsitzende und Fernsehjournalist Lorenz Beckhardt. Mit der Verbandsgründung reagiere man auf den zunehmenden Antisemitismus in der Gesellschaft und auch in der medialen Berichterstattung. »Zudem werden Kolleginnen und Kollegen als Juden diskriminiert. Wir wollen sie unterstützen und ihnen einen geschützten Raum bieten.«

Beim Gründungstreffen am Sonntag wurden Susanne Stephan und Lorenz Beckhardt als Vorsitzende gewählt. Tamara Land wird Schatzmeisterin, Gerald Beyrodt und Katja Garmasch bilden den Beirat. ja

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Erinnerungen einer deutschen Jüdin

Rabbinertochter und Gynäkologin

Rahel Straus: Eine Frauenärztin kämpfte Anfang des 20. Jahrhunderts gegen den Paragrafen 218

von Ellen Presser  13.10.2026

Noa Yedlin

Wenn das falsche Buch zum richtigen wird

»Romance« als Erfolgsrezept: Die israelische Autorin nimmt »ernste« Literatur und das Geschäft damit aufs Korn

von Nicole Dreyfus  13.10.2026

»Imanuels Interpreten« (26)

Paul Simon: Der Brückenbauer

Seit den 60er Jahren schreibt und spielt der New Yorker Künstler Musik, deren Texte durchweg stark sind. Mehrere Generationen haben zugehört. Heute wird das jüdische Talent 85 Jahre alt

von Imanuel Marcus  13.10.2026

Berlin

Jüdische Kulturtage müssen Hauptausstellung absagen

Wegen einer Finanzierungslücke fällt die Ausstellung aus. Die Jüdische Gemeinde kritisiert die Förderentscheidung des Senats

 12.10.2026

Jugendbuch

Zwei Mädchen im Winter 1947

Die amerikanische Schriftstellerin Holly-Jane Rahlens schreibt über Freundschaft in der Berliner Nachkriegszeit

von Katrin Diehl  12.10.2026

Slata Roschal

Der Autor ist tot

Sie las beim Bachmannpreis und verließ den Saal – in ihrem neuen Roman rechnet sie mit dem Literaturbetrieb ab

von Frank Keil  12.10.2026

Boris Schumatsky

Geografie der Entwurzelung

Der Berliner Schriftsteller erzählt von seiner Mutter, dem russischen Krieg gegen die Ukraine und vom Verlust jeglichen Halts bei Paul Celan

von Alexander Kluy  12.10.2026

Sachbuch

Treffpunkt der Egomanen

Christian Buckard erzählt die Geschichte des legendären »Romanischen Cafés« und seiner jüdischen Bohème

von Leon Stork  12.10.2026