Berlin

Jüdische Kulturtage abgesagt

Konzert im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Berlin in der Synagoge Rykestraße (Archiv) Foto: Stephan Pramme

Die Jüdischen Kulturtage Berlin sind wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Ursprünglich waren vom 7. bis 15. November 21 Konzerte, Lesungen und Theatervorstellungen an verschiedenen Spielorten der Stadt geplant. Wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie könnten diese nun nicht stattfinden, teilten die Veranstalter am Montag in Berlin mit. Tickets könnten dort zurückgeben werden, wo sie gekauft wurden.

Aus Israel waren in diesem Jahr unter anderen die Sängerin Noa, die Band Jewish Monkeys und der internationale Entertainer und Broadway-Star Dudu Fisher angekündigt. Mit Martina Gedeck und Jasmin Tabatabai sollten zwei der großen deutschen Schauspielerinnen in der größten Synagoge Deutschlands gastieren, in der Rykestraße in Berlin-Prenzlauer Berg.

Aus Israel waren unter anderen die Sängerin Noa, die Band Jewish Monkeys und der internationale Entertainer und Broadway-Star Dudu Fisher angekündigt.

Zum ersten Mal sollte auch ein interreligiöser Poetry Slam stattfinden, an dem eine jüdische Künstlerin, eine angehende Pfarrerin und ein im Islam aufgewachsener Buddhist teilnehmen wollten. Trotz aller Unsicherheiten war der Ticket-Vorverkauf für die 33. Ausgabe der Jüdischen Kulturtage bereits gut angelaufen.

TEAM »Wir bedauern die Absage sehr, zumal unser Team ein Jahr an den Kulturtagen gearbeitet hat«, teilte Intendant Gerhard Kämpfe mit. »Ebenso bedauern wir, dass die Künstler, das technische Personal und alle anderen Beteiligten, wie etwa die Veranstaltungsstätten, unter dieser Absage leiden müssen«, sagte Kämpfe.

Tickets könnten dort zurückgeben werden, wo sie gekauft wurden.

Sara Nachama, Kulturdezernentin im Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, bedankte sich für den Zuspruch, den die Gemeinde erhalten habe. »Wir möchten uns aber auch an dieser Stelle bei den vielen Besucherninnen und Besuchern bedanken, die sich bei uns gemeldet haben, um ihr Bedauern auszudrücken und um uns für das nächste Jahr Mut zu machen«, sagte Nachama. epd/ja

Kolumne

Der Mandelbaum und die »hot mitzvah«

Fernsehen statt Fernreise oder Warten auf ein Ende des Krieges

von Sophie Albers Ben Chamo  29.03.2026

Aufgegabelt

Israelischer Salat mit Silan-Dressing

Vor dem großen Schlemmen an Pessach gibt es noch etwas Leichtes: Israelischer Salat mit Silan-Dressing. Unser Rezept der Woche

von Katrin Richter  29.03.2026

Giora Feidman

Ton der Seele

Der Klarinettist feierte seinen 90. Geburtstag in der Berliner Philharmonie – eine Doku auf ARTE würdigt sein Lebenswerk

von Maria Ossowski  27.03.2026

TV-Tipp

Arte-Doku über die Komponistin Meredith Monk

Arte zeigt einen Dokumentarfilm über die 1942 geborene New Yorker Komponistin, Choreografin und Regisseurin Meredith Monk. Mit ihren stilisiert naiven Bühnen- und Klangwelten hat sie ein besonderes Werk geschaffen

von Michael Kienzl  27.03.2026

Glosse

Der Rest der Welt

»Sowohlalsauch« oder Wenn das Lieblingscafé schließt

von Katrin Richter  27.03.2026

Schloßbergmuseum

Chemnitz zeigt Fotoausstellung über Mikwen

Ein Fotograf hat die Atmosphäre dieser meist unterirdisch gelegenen jüdischen Orte eingefangen

 26.03.2026

Charles Lewinsky

Melnitz, eine männliche Scheherazade

Der Schweizer Autor legt seinen Protagonisten auf die Couch und lässt ihn das 20. Jahrhundert erzählen

von Ellen Presser  26.03.2026

Dana von Suffrin

Wutgeburt

»Toxibaby« erzählt von einer toxischen deutsch-jüdischen Beziehung

von Katrin Diehl  26.03.2026

Shelly Kupferberg

Die Geschichte von Martha E. aus Schöneberg

In ihrem ersten Roman erzählt die Berliner Autorin von einer Nichtjüdin, die in der NS-Zeit zur stillen Heldin wurde

von Tobias Kühn  26.03.2026