Israel

Jack White erhält Tantiemen für ESC-Siegerlied »Toy«

Netta Barzilai rockte die Festhalle in Frankfurt. Foto: Gregor Zielke

Nach Plagiatsvorwürfen gegen die Komponisten des israelischen ESC-Siegerliedes »Toy« haben sich laut dem israelischen Fernsehen beide Seiten geeinigt. Neben den beiden israelischen Komponisten werde nun auch der frühere White-Stripes-Sänger Jack White als Autor des Stückes geführt, berichtet der Fernsehsender »Kan« am Mittwochabend.

Die Universal Music Group hatte den Komponisten Doron Medalie und Stav Beger vorgeworfen, bei dem White-Stripes-Lied »Seven Nation Army« abgekupfert zu haben, wie Medien im Sommer berichtet hatten.

VERSCHWIEGENHEIT Nach dem aktuellen Fernsehbericht sollen die Tantiemen für das Stück der Sängerin Netta Barzilai zwischen den drei Komponisten aufgeteilt werden. Bei der israelischen Organisation Acum zum Schutz von Musikerrechten war der Song am Donnerstag bereits mit den Namen der drei Männer aufgeführt. Komponist Doron Medalie verwies auf Nachfrage auf eine Verschwiegenheitserklärung bezüglich der Einigung, die beide Seiten unterzeichnet hätten.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Anwältin Gal Omer sagte »Kan« als Vertreterin der israelischen Komponisten, dass der Schritt kein Eingeständnis eines Plagiats sei. Er sei schlicht einfacher, als einen Rechtsstreit mit einem solch großen Unternehmen einzugehen. »Die Frage ist weniger, wie stark ihre Vorwürfe sind, als wie groß die eigenen Ressourcen sind, um diesen zu begegnen.«

Im Sommer hatte es geheißen, es gehe um Ähnlichkeiten im Rhythmus des Stückes, nicht in der Melodie oder beim Text. Experten der Popakademie Baden-Württemberg vermuteten, der Streit drehe sich um ein bestimmtes Riff im Lied.

ISRAEL Die israelische Sängerin Netta hatte 2018 mit ihrem Song »Toy« den Eurovision Song Contest in Portugal gewonnen. Damit findet der Wettbewerb 2019 regulär in Israel statt. Kan ist dabei der für die Übertragung zuständige Fernsehsender.

Netta Barzilai hat vergangene Woche ihren ersten Song nach dem ESC-Sieg veröffentlicht. Co-Autor von »Bassa Sababa« ist neben Netta Barzilai auch Stav Beger.  dpa

Eurovision Song Contest

ORF will ESC-Sicherheitskonzept nicht verschärfen

Auch trotz des Krieges gegen den Iran sei strengere Sicherheitsauflagen nicht nötig, weil das Konzept bereits auf die Weltlage ausgelegt sei

 19.03.2026

Philosophie

Habermas, Israel und die Juden

Eine kritische Würdigung

von Frederek Musall  19.03.2026

Programm

Drei Chöre, 100 Synagogen und ein Unbezähmbarer: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 19. bis zum 26. März

 18.03.2026

Nachruf

Der die Debattenkultur formte

Jürgen Habermas prägte die Bundesrepublik, positionierte sich im »Historikerstreit«, setzte Begriffe und gab Orientierung. Zum Tod des großen Philosophen

von Johannes Heil  18.03.2026

Literatur

Als die Donau durch Kakanien floss

Zur Leipziger Buchmesse: Eine (jüdische) Vision für ein Europa der Regionen, Religionen und der Vielfalt

von Awi Blumenfeld  18.03.2026

Literatur

Gefühle und Zustände

Lena Gorelik schreibt über »Alle meine Mütter«

von Sharon Adler  18.03.2026

Sachbuch

Unter Gedächtnisbeton

Ines Geipel widmet sich in »Landschaft ohne Zeugen« der Rolle kommunistischer Häftlinge im KZ Buchenwald und der Nicht-Aufarbeitung in der DDR

von Steffen Alisch  18.03.2026

Sachbuch

Flucht nach Zaton Mali

Marie-Janine Calic schreibt in »Balkan-Odyssee 1933–1941. Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa« über Exilanten auf dem Balkan

von Alexander Kluy  18.03.2026

Jan Jekal

Als Billy Wilder vor dem FBI zitterte

»Paranoia in Hollywood« macht da weiter, wo die Geschichte der rettenden USA aufhört. Eine Achterbahnfahrt mit bitterem Ausgang

von Sophie Albers Ben Chamo  18.03.2026