Kino

»Ich hätte das nie tun sollen«

Steven Spielberg bei der 95. Oscar-Vergabe in Hollywood, im März 2023 Foto: picture alliance / REUTERS

Regisseur Steven Spielberg (76) hat die Entscheidung, eine Szene in seinem Film »E.T.« nachträglich zu verändern, als »Fehler« bezeichnet. Die Tatsache, dass Polizisten mit Waffen Kinder gejagt haben, gefiel dem Starproduzenten Jahre später nicht mehr. In einer Neufassung zum 20-jährigen Jubiläum des Films 2002 ersetzte er die Waffen durch Walkie-Talkies.

Auf der Bühne des »TIME100 Summit« bedauerte er am Dienstag sein Einmischen: »Ich hätte das nie tun sollen. «E.T.» ist ein Produkt seiner Zeit. Kein Film sollte durch die Brille überarbeitet werden, durch die wir heute schauen, egal ob freiwillig oder gezwungenermaßen.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Zensur »All unsere Filme sind eine Art Wegweiser dafür, wo wir waren, als wir sie gemacht haben, wie die Welt ausgesehen und was die Welt empfangen hat, als wir diese Geschichten herausbrachten«, erläuterte er seine Gedanken weiter. Er positionierte sich deshalb auch klar dagegen, Werke wegen anstößig empfundener Sprache neu aufzulegen – und nahm damit Bezug auf Roald Dahl, dessen Kinderbücher zu sprachlich entschärften Versionen ohne Wörter wie »fett« und »hässlich« umgeschrieben werden. Das sei in Spielbergs Augen sogar »Zensur«.

Der US-Amerikaner wurde mit »E.T.« zum Meister des Blockbuster-Kinos. Erst kürzlich bezeichnete er den Film als »ziemlich perfekt«. Die Geschichte kam am 11. Juni 1982 in die Kinos der USA. Der deutsche Kinostart war sechs Monate später. Mehr als 140 Millionen Menschen sollen den Film weltweit im Kino gesehen haben. dpa

TV-Kritik

Der Ring, der nie gelungen: Arte-Doku über Richard Wagner und sein monumentales Werk

Eine Arte-Dokumentation erzählt die Geschichte von Richard Wagners Gesamtkunstwerk und seiner Vereinnahmung durch die Nazis. Bei einigen zentralen Aspekten bleibt der Film aber oberflächlich

von Manfred Riepe  13.08.2026

Exklusiv

Causa Georg Restle: Jetzt meldet sich WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni zu Wort

Felix Schotland, Mitglied im WDR-Rundfunkrat und im Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, beschwerte sich über einen X-Post des Journalisten Georg Restle. Nun bekam er eine Antwort

von Michael Thaidigsmann  13.08.2026

Leipzig

Ausstellung mit Fotografien von NS-Deportationen

Mehrere Hunderttausend Menschen wurden in der NS-Zeit aus dem Deutschen Reich deportiert. Ein Forschungsprojekt sichert seit Jahren fotografische Dokumente. Einige zeigt jetzt das Leipziger Ariowitsch-Haus

 13.08.2026

Jubiläum

25 Jahre Jüdisches Museum Berlin: Risse in der Geschichte

2001 öffnete das Jüdische Museum seine Türen für die Öffentlichkeit. Der Bau des bekannten Architekten Daniel Libeskind stand da schon. Und spricht bis heute eine eigene Sprache

von Nikolas Ender  13.08.2026

NRW

Antisemitismus: Konzert der Rapper Kneecap in Oberhausen geplant, Absage gefordert

Die Veranstalter sagen, Vorwürfe der Terrorverherrlichung gegen die nordirische Band würden ernst genommen und »intensiv geprüft«. Eine Absage komme aber nicht infrage

 13.08.2026

Comics

Asterix’ Vater

Vor 100 Jahren wurde René Goscinny geboren. Der Erfinder des gallischen Dorfes hat mit seinem jüdischen Humor ein Genre neu erfunden

von Alexander Kluy  13.08.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  13.08.2026

Forum

Leserbriefe

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Themen der Jüdischen Allgemeinen

 12.08.2026

Rapper Pashanim während eines Konzertes auf der Bühne

Hiphop

Rapper Pashanim: »Free Palestine« als Verkaufsschlager

Auf seinem neuen Album »Lounge Musik« rappt der Berliner Musiker Pashanim wiederholt über den Israel-Palästina-Konflikt – Kokettieren mit dem palästinensischen Terrorismus inklusive

von Lennart Wilsch  12.08.2026