Gedenkstätten

Hunderttausende Dokumente zu NS-Verfolgten online

Zentrale Namenskartei der Arolsen Archives in Bad Arolsen Foto: dpa

Das Internationale Zentrum über NS-Verfolgung Arolsen Archives hat im Internet Hunderttausende Dokumente über NS-Verfolgte veröffentlicht. »Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die alliierten Besatzungsmächte eine Mammutaufgabe vor sich: Sie wollten die Verbrechen der Nationalsozialisten dokumentieren und Vermisste suchen«, teilte die Einrichtung im nordhessischen Bad Arolsen am Dienstag mit.

So seien allein in der amerikanischen Besatzungszone 850.000 Dokumente mit Informationen zu zehn Millionen Namen entstanden. Diesen Bestand hätten die Arolsen Archives nun frei zugänglich gemacht.

Damit die Informationen schnell abrufbar sind, habe man sich Unterstützung von einer Online-Plattform für Ahnenforschung geholt. Das Unternehmen helfe bei der Bearbeitung, stelle Daten zur Verfügung und veröffentliche die Dokumente auch im eigenen Online-Archiv. Die Listen ließen sich deshalb nun ganz einfach durchsuchen.

»Die von Ancestry erhobenen Daten bereichern unser Online-Archiv mit vielen wertvollen Informationen, zum Beispiel über die Aufenthaltsorte von ausländischen Zwangsarbeitern«, sagte Giora Zwilling, Referatsleiter bei den Arolsen Archives.

Die Arolsen Archives haben das weltweit umfassendste Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Dahinter steht der frühere NS-Opfer-Suchdienst ITS. Seine Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen gehört zum Unesco-Weltdokumentenerbe.  dpa

Meinung

Warum Erwin Rommel kein Vorbild für die Bundeswehr sein kann

Der Mythos vom ritterlichen »Wüstenfuchs« überlagert bis heute die wahre Geschichte hinter dem Nazi-General. Umso dringender ist eine Beschäftigung mit seiner Biografie

von Benjamin Ortmeyer  07.05.2026

Kino

Historiendrama: »Andor Hirsch« - Ein jüdischer Junge im Nachkriegs-Ungarn

»Andor Hirsch« ist ein Historiendrama um einen jüdischen Jungen, der im Ungarn der 1950er Jahre mitten in den Nachwehen des gescheiterten Volksaufstands in eine Identitätskrise gerät - als er erfährt, wer sein Vater ist

von Kira Taszman  07.05.2026

Zahl der Woche

60 bis 75 Minuten

Fun Facts und Wissenswertes

 07.05.2026

Satire

Wie die Jüdische Allgemeine in 80 Jahren entsteht

Die KI braucht keinen Urlaub und macht nie Fehler: Eine Vorausschau

von Ralf Balke  07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 19 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Presse

Laut und deutlich

Jüdische Zeitungen verstanden sich stets als Stimme ihrer Leserschaft. Daran hat sich auch in Deutschland bis heute wenig geändert

von Philipp Lenhard  07.05.2026

Presse

Stimme des Neubeginns

Anfang 1946 kehrten Karl und Lilli Marx aus dem britischen Exil nach Deutschland zurück und übernahmen in Düsseldorf die Herausgeberschaft eines jüdischen Gemeindeblattes. Im Laufe der Jahre ging daraus die Jüdische Allgemeine hervor. Porträt eines Vermittlerpaares

von Ralf Balke  07.05.2026

Zeitungsproduktion

Mit Papier, Schere und Klebestift

Texte kamen per Fax, Manuskripte per Post. Unsere ehemalige Kollegin erinnert sich, wie früher die Allgemeine Jüdische Wochenzeitung gemacht wurde

von Heide Sobotka  07.05.2026

Essay

Herzenstexte auf gedrucktem Papier

Unsere Autorin begann beim Fernsehen, war lange Zeit beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und schreibt heute für die Jüdische Allgemeine. Eine Liebeserklärung

von Maria Ossowski  07.05.2026