Brandenburg

Julius Schoeps mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Julius Schoeps (l.), Historiker, bekommt von Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens überreicht. Foto: dpa

Der Gründungsdirektor des Moses-Mendelssohn-Zentrums
für europäisch-jüdische Studien (MMZ) in Potsdam, Julius Schoeps, ist
mit einem besonderen Bundesverdienstkreuz geehrt worden. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) würdigte den 78-jährigen Historiker und Politikwissenschaftler bei der Auszeichnung am Montag in Potsdam als Kämpfer für Toleranz und Aufklärung.

Schoeps wurde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem
Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens geehrt. 2005 hat er den
Angaben zufolge bereits das Verdienstkreuz 1. Klasse des
Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. 2014 wurde
er mit dem Verdienstorden des Landes Brandenburg geehrt.

Schoeps bringe in seine Arbeit »das ganze Gewicht seiner
wissenschaftlichen Expertise, seine Familien- und Lebensgeschichte
und seine Überzeugungen ein«, erklärte Woidke: »Unermüdlich kämpft er
gegen antisemitische Vorurteile, Diskriminierung und
Gewalttätigkeit.« Der Historiker werbe für Toleranz in Glaubensfragen
und bei kultureller Verschiedenheit und setze sich für ein
friedliches Zusammenleben von jüdischen und nichtjüdischen Menschen
ein.

»Antisemitismus ist ein schleichendes Gift gegen eine offene
Gesellschaft«, betonte Woidke. Dass Jüdinnen und Juden in Deutschland
heute wieder beschimpft würden und um ihr Leben fürchten müssten, sei
unerträglich. »Deshalb kämpfen wir gegen jede Form von
Antisemitismus«, betonte der Ministerpräsident: »Wir stehen gemeinsam
ein für das Miteinander in der Demokratie, unabhängig von Glauben und
Herkunft.« epd

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