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Habitus: Berlin

Berlin im Blickpunkt Foto: habitus

»Es ist schwierig, ein genaues Bild der Berliner jüdischen Gemeinschaft zu zeichnen. Sie ist zu fragmentiert und diffus, mit zu vielen unzusammenhängenden Teilen«, heißt es im Editorial der neuen Ausgabe von Habitus. Das amerikanische »Diaspora Journal« widmet sich alle sechs Monate der jüdischen Kultur jeweils einer Metropole.

Diesmal ist Berlin das Thema. Jakob Hein berichtet, warum seine Mutter nicht jüdisch genug war, um auf dem jüdischen Friedhof beerdigt zu werden. Barbara Honigmann deckt auf, wie ihre Mutter in den 30er-Jahren den britischen Jahrhundertspion Kim Philby für die Sowjetunion anwarb. Von Esther Dischereit gibt es Gedichte, von Kurt Tucholsky Feuilletons zu lesen. Hinzu kommen Bilder. Elke Steiner zeichnet das Leben von Regina Jonas, der ersten Rabbinerin der Welt. Sarah Schönfeld zeigt Fotos von Orten ihrer Ostberliner Kindheit.

Am charakteristischsten empfindet der Herausgeber von Habitus die vielen Gedenkplaketten an Häusern, die an einstige jüdische Bewohner erinnern: »Letztendlich ist es die Abwesenheit von Juden in Berlin, die den stärksten Einfluss auf die Kultur hat.«

Programm

Lesung, Erkundung, Abrechnung: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 19. Februar bis zum 25. Februar

 19.02.2026

Essay

Losing My Religion?

Warum Selbstmitleid und Eskapismus im Kampf gegen die Feinde der Demokratie nicht helfen

von Ayala Goldmann  19.02.2026

Kulturkolumne

Späte Erkenntnis

Warum es Zeit wird, sich nicht alles gefallen zu lassen – schon gar nicht von sich selbst

von Maria Ossowski  19.02.2026

Berlinale

Der richtige Film

Nach der Freilassung der Hamas-Geisel David Cunio hat der israelische Regisseur Tom Shoval eine neue Version seiner Doku »A Letter to David« gedreht. Nun wird sie in Berlin gezeigt

von Katrin Richter  19.02.2026

Berlin

Israelischer Künstler verhüllt Altar

»Parochet«: Die Rauminstallation des Künstlers Benyamin Reich ist für 40 Tage in der Berliner St. Matthäus-Kirche zu sehen

 19.02.2026

Köln

Gil Ofarim belog seine Kinder wegen der Davidstern-Affäre

In einer neuen RTL-Dokumentation gibt der Sänger Auskunft darüber, wie er mit der Situation gegenüber seinen Kindern umgegangen ist

 19.02.2026

Leipzig

Nach Ofarims Dschungel-Triumph: Influencer sammelt Spenden für Markus W.

Der Mann, den der Musiker 2021 fälschlicherweise des Antisemitismus beschuldigt hatte, bedankt sich und plädiert für Transparenz

 19.02.2026

Theater

Buh-Rufe, »Halt die Fresse«-Schreie: Tumult bei Premiere - Zuschauer greifen Schauspieler an

Am Bochumer Schauspielhaus hat ein Stück einen Tumult ausgelöst

 19.02.2026

Zahl der Woche

3,71 Mitglieder

Fun Facts und Wissenswertes

 18.02.2026