Nach Kritik

Google-Tochter entschuldigt sich

Bilder entstanden im ehemaligen KZ Sachsenhausen und auch in der KZ-Gedenkstätte Dachau Foto: dpa

Der Gründer der Google-Tochter Niantic Labs, John Hanke, hat sich für das Handy-Spiel »Ingress« entschuldigt. In das Spiel waren die Stätten ehemaliger Konzentrationslager einbezogen worden.

Nachdem man erfahren habe, dass sogenannte historische Marken auf dem Gelände unter anderem von Auschwitz, Oranienburg oder Dachau gesetzt worden seien, »haben wir erkannt, dass dies unseren Richtlinien widerspricht«, erklärte Hanke am Donnerstag. Man habe begonnen, solche Plätze herauszunehmen. »Wir entschuldigen uns dafür, dass dies passiert ist.«

Geschichte Zuvor hatte unter anderem die Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, Gabriele Hammermann, gegen »Ingress« protestiert. Mit dem Spiel werde eine »unerträgliche Verharmlosung der Geschichte« betrieben, sagte sie der Nachrichtenagentur epd.

Beim Spiel »Ingress« müssen die Spieler eine weltweite Schlacht um die Menschheit gewinnen. Mit ihrem Smartphone suchen die Spieler per GPS markierte Orte und führen dort Spielaktionen aus. Die Orte werden wiederum von den Spielern vorgeschlagen. Etliche Bilder entstanden auch in der KZ-Gedenkstätte Dachau, erklärte Hammermann.

Nach einem Bericht des Magazins der Wochenzeitung »Die Zeit« über das Spiel sei inzwischen ein Großteil der markierten Spielstationen aus ehemaligen Konzentrationslagern wie Dachau, Sachsenhausen, Buchenwald und Mittelbau-Dora entfernt worden. epd

Tobias Korenke

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