Nach Kritik

Google-Tochter entschuldigt sich

Bilder entstanden im ehemaligen KZ Sachsenhausen und auch in der KZ-Gedenkstätte Dachau Foto: dpa

Der Gründer der Google-Tochter Niantic Labs, John Hanke, hat sich für das Handy-Spiel »Ingress« entschuldigt. In das Spiel waren die Stätten ehemaliger Konzentrationslager einbezogen worden.

Nachdem man erfahren habe, dass sogenannte historische Marken auf dem Gelände unter anderem von Auschwitz, Oranienburg oder Dachau gesetzt worden seien, »haben wir erkannt, dass dies unseren Richtlinien widerspricht«, erklärte Hanke am Donnerstag. Man habe begonnen, solche Plätze herauszunehmen. »Wir entschuldigen uns dafür, dass dies passiert ist.«

Geschichte Zuvor hatte unter anderem die Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, Gabriele Hammermann, gegen »Ingress« protestiert. Mit dem Spiel werde eine »unerträgliche Verharmlosung der Geschichte« betrieben, sagte sie der Nachrichtenagentur epd.

Beim Spiel »Ingress« müssen die Spieler eine weltweite Schlacht um die Menschheit gewinnen. Mit ihrem Smartphone suchen die Spieler per GPS markierte Orte und führen dort Spielaktionen aus. Die Orte werden wiederum von den Spielern vorgeschlagen. Etliche Bilder entstanden auch in der KZ-Gedenkstätte Dachau, erklärte Hammermann.

Nach einem Bericht des Magazins der Wochenzeitung »Die Zeit« über das Spiel sei inzwischen ein Großteil der markierten Spielstationen aus ehemaligen Konzentrationslagern wie Dachau, Sachsenhausen, Buchenwald und Mittelbau-Dora entfernt worden. epd

Berlin

Tricia Tuttle pocht auf Unabhängigkeit der Berlinale

Die Festival-Intendantin bleibt - und hat Empfehlungen für die weitere Arbeit des Filmfestivals auf den Weg bekommen. Wie schaut sie darauf?

 06.03.2026

Erfurt

Jüdisch-Israelische Kulturtage in Thüringen eröffnet

Die diesjährigen Jüdisch-Israelischen Kulturtage bringen israelische Kultur nach Thüringen und setzen mit Konzerten, Lesungen und Debatten ein Zeichen gegen Antisemitismus. Die Eröffnung stand im Zeichen der aktuellen Kämpfe im Nahen Osten

 06.03.2026

Forschungsprojekt

Hochschule für Jüdische Studien will Schüler handlungsfähig machen

Antisemitischer Hass ist im Netz allgegenwärtig. Ein neues Projekt erforscht jetzt linken Judenhass - und befähigt Schüler, der Hetze entgegenzutreten. Entscheidend dabei: Medienkompetenz und historisches Wissen

von Volker Hasenauer  06.03.2026

Medien

»Unverhohlen antisemitisch«: Scharfe Kritik an »taz«-Kommentar zu Josef Schuster

Eine Redakteurin der linken Tageszeitung schreibt, der Zentralratspräsident solle zum Irankrieg »einfach mal die Klappe halten«. Vertreter der jüdischen Gemeinschaft reagieren mit schweren Vorwürfen

von Joshua Schultheis  06.03.2026

Tel Aviv

»Michelle«: Israel stellt seinen Eurovision-Song 2026 vor

Das von Noam Bettan gesungene Lied kann man nun auch hören

 06.03.2026

8. März

Zurück an den Herd? Kommt nicht infrage!

Femizide erreichen Rekordzahlen, narzisstische Männer regieren die Welt. Liebe Frauen, steht dagegen auf, anstatt euch ins Privatleben zurückzuziehen! Ein Appell von Adriana Altaras

von Adriana Altaras  06.03.2026

Interview

»Der Kampf gegen Antisemitismus ist nicht die Aufgabe jüdischer Filme«

In Potsdam wurde das deutschlandweit erste universitäre Zentrum für jüdischen Film gegründet. Ein Gespräch mit der Leiterin Lea Wohl von Haselberg über schwierige Definitionen, kommende Projekte und eine zunehmend polarisierte Debatte

von Joshua Schultheis  05.03.2026

Berlin

»Nicht länger tragbar«: Rauswurf von Berlinale-Chefin Tricia Tuttle gefordert

»Das internationale Filmfestival in Berlin hat sich in den letzten drei Jahren in ein Antisemitismus-Festival verwandelt«, heißt es in einer Petition. Diese fordert zwei bestimmte Konsequenzen

 05.03.2026 Aktualisiert

Zahl der Woche

8,90 Euro

Funfacts & Wissenswertes

 05.03.2026