Frankfurt am Main

Goethe-Universität und Jüdische Akademie kooperieren

Ende September wurde das Richtfest für das neue Akademiegebäude in Frankfurt gefeiert Foto: picture alliance / epd-bild

Die Jüdische Akademie und die Goethe-Universität in Frankfurt am Main werden künftig in Forschung und Lehre eng zusammenarbeiten. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und Universitätspräsident Enrico Schleiff unterzeichneten am Mittwoch in Frankfurt einen Kooperationsvertrag.

Die derzeit in Frankfurt entstehende Jüdische Akademie solle »ein Zentrum der Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte und Religion, Kultur und Denktradition« werden, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung des Zentralrats. Auch solle sie in Interaktion mit der Gesellschaft aktuelle Debatten in Forschung und akademischer Lehre aufgreifen und bereichern.

Diese Kooperation sei von großer Bedeutung für die Jüdische
Akademie und für das jüdische Leben, nicht nur in Frankfurt, sondern
in ganz Deutschland», sagte Zentralrats-Präsident Schuster. In der
Akademie würden gemeinsame wissenschaftliche Interessen gelebt,
weiter vertieft und ausgebaut. Mit der Kooperation gehe die
Goethe-Universität «in bewegten Zeiten einen wichtigen Schritt an der
Seite jüdischen Lebens, jüdischen Denkens, jüdischen Perspektiven für
unsere Gesellschaft», sagte er.

Lesen Sie auch

Neben gemeinsamen Forschungsprojekten soll es auch eine
Zusammenarbeit bei Vorlesungsreihen, Workshops, Seminaren,
Konferenzen sowie Publikationen geben.

Inhaltlich geht es unter anderem um historische Bildungsforschung.
Bei einem gemeinsamen Projekt steht beispielsweise die Entwicklung
der nationalsozialistischen Pädagogik zwischen 1933 und 1945 im
Mittelpunkt. Die Akademie hatte Ende September das Richtfest für das
neue Akademiegebäude in Frankfurt gefeiert. epd

Archäologie

Die Fingerabdrücke von Qumran

Wie Wissenschaftler mithilfe von Künstlicher Intelligenz den Schriftrollen vom Toten Meer ihre letzten Geheimnisse entlocken wollen

von Sabine Brandes  10.08.2026

Campus

Schweigen als Überlebensstrategie

Ein neuer Sammelband beleuchtet die erschütternde Situation jüdischer Studierender und Lehrender an deutschen Hochschulen

von Therese Klein  10.08.2026

Berlin

Bund gibt mehr Geld für Gedenkstätten

Die deutschen Gedenkstätten erhalten von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mehr Fördermittel - für Projekte, aber auch für den Schutz der Orte und Mitarbeiter.

 10.08.2026

Interview

»Woher haben Sie die Noten?«

Kantor Assaf Levitin und der Verleger Christoph Koop über die Edition »Hashivenu« von Kompositionen für die Synagoge – und das Interesse auch von nichtjüdischen Chören an der Musik »Made in Germany«

von Christine Schmitt  10.08.2026

Musik

Wurde Boy George bei einem Konzert in Frankfurt sabotiert?

Techniker sollen seine In-Ear-Monitore immer lauter gedreht haben, bis der britische Pop-Star seinen Auftritt abbrach

von Imanuel Marcus  10.08.2026

Aufgegabelt

Zitronen-Zaatar-Hühnchen

Rezepte und Leckeres

 09.08.2026

Meinung

Wie Georg Restle die Glaubwürdigkeit des ÖRR untergräbt

Nach dem X-Post des Journalisten hat sich Felix Schotland, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, an WDR-Programmdirektorin Andrea Schafarczyk gewandt. Wir dokumentieren das Schreiben im Wortlaut

von Felix Schotland  07.08.2026

Berlin

Einsatz gegen Judenhass: Iris Berben erhält Deutschen Kulturpolitikpreis

Die Schauspielerin steht nicht nur vor der Kamera, sondern engagiert sich auch ehrenamtlich. Der Deutsche Kulturrat würdigt diese Leistung mit einem Preis. Igor Levit ist Laudator

 07.08.2026

Rapper Pashanim während eines Konzertes auf der Bühne

Hiphop

Rapper Pashanim: »Free Palestine« als Verkaufsschlager

Auf seinem neuen Album »Lounge Musik« rappt der Berliner Musiker Pashanim wiederholt über den Israel-Palästina-Konflikt – Kokettieren mit dem palästinensischen Terrorismus inklusive

von Lennart Wilsch  07.08.2026