Wissenschaft

Gewinner des Israel-Preises stehen fest

Seit 1953 verleiht der Staat Israel am Jom Haazmaut den Israel-Preis, seine höchste Auszeichnung. Foto: Flash 90

Jedes Jahr seit 1953 verleiht der Staat Israel am Jom Haazmaut, dem Unabhängigkeitstag, seine höchste Auszeichnung, den Israel-Preis, an verdiente Wissenschaftler. Die diesjährigen Preisträger wurden nun bekannt gegeben, wie die Israelische Botschaft in Berlin mitteilt.

Im Bereich Geografie erhält Yossi Katz von der Bar-Ilan-Universität die Auszeichnung. »Professor Katz ist ein international anerkannter Experte für historische Geografie. Seine Forschung und seine zahlreichen Bücher befassen sich mit der Geschichte der zionistischen Siedlerbewegung, Landkäufen und der zentralen Bedeutung Jerusalems für das zionistische Konzept«, schreibt das Preiskomitee.

Hebräisch Meir Lahav und Leslie Leiserowitz vom Weizmann-Institut in Rehovot erhalten die Preise in den Bereichen Chemie und Physik. Ihre gemeinsame Forschung habe zu »wissenschaftlichen Durchbrüchen im Verständnis der Prozesse der Selbstorganisation chiraler Strukturen« geführt, heißt es in der Begründung. Die Erkenntnisse der beiden Wissenschaftler könnten zur Entwicklung zukünftiger Arzneimittel beitragen.

Die Linguistin Edit Doron von der Hebräischen Universität Jerusalem wird für ihre Forschungen zur Entwicklung des antiken Hebräisch zum modernen Iwrit ausgezeichnet. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse lassen sich, dem Preiskomitee zufolge, auch auf das Studium anderer Sprachen übertragen.

Verdienste Die Empfänger des Israel-Preises müssen israelische Bürger oder Organisationen sein, die Spitzenleistungen in einem bestimmten Bereich unter Beweis gestellt haben. Der Preis wird in vier Kategorien vergeben: Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften und Judaistik; Naturwissenschaften; Kultur, Kunst, Kommunikation und Sport; sowie Lebenswerk und besondere Verdienste um die Nation.

Der Jom Haazmaut, und damit die Verleihung des Israel-Preises, findet in diesem Jahr am 12. Mai statt. ja

»Hunters«

Auschwitz-Gedenkstätte kritisiert TV-Serie

Die Erfindung einer speziellen Szene sei eine gefährliche Dummheit und eine Karikatur

 24.02.2020

Tel Aviv

Quentin Tarantino wird Vater

Der amerikanische Regisseur und seine israelische Frau Daniella Pick haben einen Sohn bekommen

 24.02.2020

Jüdisches Museum Berlin

Nashörner in Kreuzberg

Im Mai wird das Kindermuseum Anoha eröffnen. Ein Blick hinter die Kulissen

von Christine Schmitt  23.02.2020

Interview

»Geschichte wiederholt sich nicht«

Julien Reitzenstein über die Gründung der NSDAP vor 100 Jahren, historische Parallelen und Unterschiede

von Katharina Schmidt-Hirschfelder  23.02.2020

Berlinale

Dokumente zu Holocaust-Film von Jerry Lewis in Berlin

Sohn des 2017 gestorbenen Schauspielers und Regisseurs übergibt Deutscher Kinemathek Archivmaterial

 22.02.2020

Berlinale

Am besten nichts Neues

Bei den 70. Internationalen Filmfestspielen beschränken sich die Filme mit jüdischen Themen überwiegend auf Schoa, Vergangenheit und schuldbeladene Gegenwart

von Georg M. Hafner  20.02.2020

Literatur

Lyrik einer jungen Diaspora

Israelische Autoren, die in Deutschland leben, präsentieren ihre Gedichte in einer Anthologie und bei einer Lesung in Berlin

von Ralf Balke  20.02.2020

Film

Schlafwandler mit VR-Brille

Eine Berliner Schau zum 100. Geburstag des Stummfilmklassikers »Das Cabinet des Dr. Caligari«

von Katrin Richter  20.02.2020

Finale

Der Rest der Welt

An alle Väter: Sind Sie Ihren Töchtern auch peinlich?

von Beni Frenkel  20.02.2020