Trauer

Farewell, Tony Curtis

Tony Curtis ist tot. Die Hollywood-Legende erlag am Mittwochabend in Los Angeles einem Herzstillstand. Er wurde 85 Jahre alt.

1925 in New York als Bernard Schwartz geboren, wuchs Curtis in der Bronx auf. Seine Eltern kamen als deutschstämmige jüdische Einwanderer aus der ungarischen Kleinstadt Mátészalka und betrieben eine kleine Schneiderei, in der die Familie auch lebte. Nach seinem Militärdienst bei der US-Marine nahm der junge Mann Schauspielunterreicht bei Erwin Piscator. Seinen ersten großen Leinwandauftritt hatte Curtis 1949 als Rumba-Tänzer in Criss Cross. Die erste Hauptrolle spielte er 1951 in Die Diebe von Marshan, 1959 folgte eine Oscar-Nominierung für Flucht in Ketten. International bekannt wurde Curtis jedoch durch den Billy Wilder Film Manche mögen’s heiß an der Seite von Marilyn Monroe und Jack Lemmon.

Erfolg Der Schauspieler, der mit seiner Frisur, dem »Curtis Cut«, eine ganze Generation beeinflusste, war auch im Fernsehen erfolgreich. Die Serie Die Zwei mit Filmpartner Roger Moore wurde in mehr als 80 Länder verkauft. Bei allen Erfolgen gab es allerdings auch immer wieder Skandale. Drogenexesse und diverse Heiraten mit teilweise erheblich jüngeren Frauen. Trotz zunehmender gesundheitlicher Probleme hatte Curtis noch im vergangenen Jahr eine Lesereise mit seiner Autobiografie American Prine: A Memoir geplant.

Europameisterschaft

Schweizer Kleinbruderkomplexe und deutsche Hochnäsigkeit

Der Fußball zwingt Nicole Dreyfus zu dieser Glosse

von Nicole Dreyfus  23.06.2024

Aufgegabelt

Schakschuka mit Kichererbsen

Rezepte und Leckeres

 23.06.2024

Münchner Kammerspiele

Am Ende gibt es keine Erlösung

Das Jewish Chamber Orchestra brachte Philip Glassʼ Kammeroper »In The Penal Colony« auf die Bühne

von Vivian Rosen  23.06.2024

Literatur

Harte Knochen

In ihrem Romandebüt beschreibt die Ärztin Kristin Rubra eine Liebe zwischen einer Deutschen und einem amerikanischen Juden

von Frank Keil  23.06.2024

Kunst

Farbmagier in Wiesbaden

Die Retrospektive zu Max Pechstein hält Überraschungen bereit

von Dorothee Baer-Bogenschütz  23.06.2024

Musik

»Rock ʼnʼ Roll ist Freiheit«

Bob Gruen hat sie alle fotografiert: John Lennon, die Sex Pistols, Blondie, Green Day. Ein Gespräch über das perfekte Foto, New York und sein erstes Konzert

von Katrin Richter  21.06.2024

Köln

»Zweiflers«-Schauspieler: Jiddisch sollte nicht verschwinden

Leider handle es sich um eine Sprache der vergangenen Generation, sagt Mike Burstyn

 21.06.2024

Jüdisches Filmfestival

JFBB-Direktor will Juden nicht nur als Opfer zeigen

»Wir werden oft auf die Themen Schoah und Nahostkonflikt reduziert«, sagt Bernd Buder

 21.06.2024

Berlin/Brandenburg

Jüdisches Filmfestival kürt Gewinner

Noch bis zum Sonntag werden Filme gezeigt, darunter auch die Gewinner des diesjährigen Festivals

 21.06.2024