»Unsere Werte«

Familie, Gemeinschaft, Gerechtigkeit

Lederhose von Henry Landman Foto: JMAS

Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben zeigt in seiner Dauerausstellung eine neue Intervention mit dem Titel »Unsere Werte«. Dabei sind vom 3. Juli bis 11. April 2021 Objekte aus dem jüdischen Alltag in Augsburg und Schwaben zu sehen, die Geschichten von ihren Besitzern erzählen und den Werten, denen sich diese verpflichtet fühlen: Gemeinschaft, Wohltätigkeit, Familie, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung.

veränderung »In den einzelnen Geschichten zeigt sich, dass Werte keine universale Gültigkeit haben, sondern sich inhaltlich stets veränderten und auch heute noch verändern«, heißt es in der Ankündigung.

Zum Beispiel bedeute Familie nicht immer nur Blutsverwandtschaft, sondern könne, insbesondere im Exil, auch durch andere Personen erweitert oder ersetzt werden, so das Museum weiter.

»Gemeinschaft kann sowohl in Lederhosen als auch durch den Besitz religiöser Schriften ausgedrückt werden – und aus Gemeinschaften kann man ebenso wieder ausgeschlossen werden.« Und Gerechtigkeit etwa werde gesellschaftlich hoch angesehen – doch wenn es um Restitution gehe, messe man oft mit doppeltem Maß.

Diskussion »Gerade heute beruft sich die Politik vermehrt auf gemeinsame Werte, welche die Gesellschaft zusammenhalten sollen«, teilt das Museum mit. Dabei ziele die politische Diskussion oft nicht darauf ab, Verbindendes hervorzuheben, sondern einzelne Gruppen und Minderheiten auszuschließen.

Die Intervention lade deshalb dazu ein, darüber nachzudenken, »welche Werte wir tatsächlich teilen und wie viel sie uns wert sind«. Davon ausgehend suche die Schau einen neuen Weg in der Vermittlung von und der Auseinandersetzung mit jüdischen Traditionen. kna

Deutschland

Schoa-Überlebende und Antisemitismusbeauftragte rechnen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Maha El Hissy ab

Die Hintergründe

 09.09.2026 Aktualisiert

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  09.09.2026 Aktualisiert

»Von Monet bis Picasso«

Ausstellung in Hamburg würdigt jüdische Kunstsammler

Die Schau versammelt rund 100 Werke unter anderem von Claude Monet, Pablo Picasso, Paul Cézanne, Ernst Ludwig Kirchner, Paula Modersohn-Becker und Vincent van Gogh

 09.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 09.09.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 10. September bis zum 17. September

 09.09.2026

Zahl der Woche

22.233 israelische Kinder und Jugendliche

Fun Facts und Wissenswertes

 09.09.2026

Musik und Politik

Pink kritisiert Macklemore für Anti-Israel-Auftritt bei Ed Sheeran

Macklemore nutzte seinen Auftritt bei einem Konzert von Ed Sheeran, um Israel Völkermord vorzuwerfen. Das hat offenbar nicht nur jüdische Organisationen verärgert, sondern auch die Sängerin Pink

 09.09.2026

Ausstellung

Der zerbrochene Messias

Utopien, Visionen und eine Frau als Erlöserin: 25 Jahre nach seiner Gründung zeigt das Jüdische Museum Berlin zwölf zeitgenössische Künstler als Kontrast zu den Schrecken der Gegenwart

von Ayala Goldmann  09.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  09.09.2026