World Happiness Report

Familie an erster Stelle

Ein gelungenes Familienleben und sozialer Zusammenhalt tragen wesentlich zur Zufriedenheit bei. Foto: Thinkstock

Geld allein macht nicht glücklich, ein gelungenes Familienleben und sozialer Zusammenhalt tragen dagegen wesentlich zur Zufriedenheit bei. Das betonen die Autoren des diesjährigen Weltglücksberichts, der am Mittwoch in Rom vorgestellt wurde.

Den ersten Platz im Ländervergleich belegt Finnland, gefolgt von Norwegen, Island, Dänemark und der Schweiz. Israel landete auf Platz 11. Deutschland verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um eine Stufe auf Platz 15. Das Glücksranking wird seit 2012 jährlich im Auftrag der Vereinten Nationen von einem internationalen Forscherteam erstellt.

migranten Die Spitzengruppe der nordeuropäischen Länder erstaunte angesichts der Rankings der Vorjahre nicht. Dass die zehn glücklichsten von insgesamt 156 untersuchten Ländern aber auch die vorderen Plätze beim Glücksempfinden von Migranten besetzen, ist eine neue Erkenntnis.

Denn auch deren Glück hängt laut den Autoren um den US-Ökonomen und Papstberater Jeffrey Sachs nicht vom Reichtum der Gastgeberländer ab, sondern von ihrer Akzeptanz vor Ort und vom Glücksempfinden der Einheimischen. Der Bericht vermerkte auch, dass russischsprachige Juden, die nach Israel ausgewandert sind, in der neuen Heimat ein viel besseres Leben als in der alten Sowjetunion haben.

Dem Index liegen neben dem Bruttoinlandsprodukt Faktoren wie Einkommen, sozialer Zusammenhalt, Gesundheit, Freiheit in den eigenen Entscheidungen und Korruption zugrunde. Dabei stützen sich die Forscher auf weltweit erhobene Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Gallup.

familie Am Beispiel lateinamerikanischer Länder beschreibt der Bericht, dass familiärer und gesellschaftlicher Zusammenhalt im Vergleich zu wirtschaftlichen Faktoren besonders stark zum Glücksempfinden beitragen. Trotz hoher Armutsraten fanden die Forscher dort aufgrund einer hohen Bedeutung, die Familie und Solidarität beigemessen wird, höhere Glücksraten als erwartet.

Das anfangs von Gewalt begleitete Zusammenwachsen von Gesellschaftsgruppen aus unterschiedlichen Herkunftsländern führte demnach in vielen Ländern in den vergangenen Jahrhunderten zu einem harmonischen Miteinander. epd/ja

Leipzig

Jennifer Rush lernte Deutsch mit dem Sandmännchen

Die Sängerin mit jüdischem Familienhintergrund kam als Kind nach Deutschland. Warum das für sie ein Schock war und wie ihr das Fernsehen beim Ankommen geholfen hat

 01.06.2026

Jubiläum

Dichter und Bürgerschreck: Allen Ginsberg vor 100 Jahren geboren

Er lehnte sich gegen eine spießige und militarisierte Gesellschaft auf und propagierte ein ökologisches Bewusstsein: Der US-Dichter Allen Ginsberg war ein Pionier der »Beat-Generation«. Seine Visionen sind heute wieder aktuell

von Holger Spierig  01.06.2026

Reggio Emilia

Konzert von Kanye West in Italien abgesagt

Hintergrund sind Kanye Wests antisemitische Aussagen und die damit verbundene Sorge, große Proteste könnten die Sicherheit gefährden

 01.06.2026

TV-Tipp

Kultfilm »Harry und Sally« - immer wieder was fürs Herz

Die Komödie des vor Kurzem ermordeten Regisseurs Rob Reiner avancierte zum Kultfilm

von Jan Lehr  01.06.2026

TV-Tipp

»Robert Lembke - Wer bin ich?« -Doku-Drama über die TV-Legende

»Robert Lembke - Wer bin ich« ist ein kluger Film über Verdrängung, Volksbildung und das Schweigen einer TV-Legende über die eigene Vergangenheit

von Jan Lehr  01.06.2026

München/Jerusalem

Rabbinerkonferenz weist Kritik an deutschen Yad-Vashem-Standorten zurück

Die geplanten Außenstellen von Yad Vashem in Deutschland stoßen auch auf Skepsis. Doch die Orthodoxe Rabbinerkonferenz warnt davor, die Arbeit der Gedenkstätte zum Gegenstand politischer Abrechnungen zu machen

 31.05.2026

Literatur

»Sie verdichten, was zu zerfallen droht«

Die Schriftstellerin Yasmina Reza ist mit dem Frank-Schirrmacher-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Wir dokumentieren die Laudatio von Christian Berkel

von Christian Berkel  31.05.2026

Geburtstag

Mit exaktem Blick – Dagmar Nick zum 100. Geburtstag

Die Lyrikerin feierte in München mit einer Lesung ihren Jahrhundert-Geburtstag

von Michael Schleicher  30.05.2026

Zeitreise

Historische Frankfurter Judengasse wird virtuell erlebbar

In den Alltag von Jüdinnen und Juden im Jahr 1864 in Frankfurt am Main eintauchen, sich als Passant in der historischen Judengasse bewegen und mit Bewohnern sprechen: Das Jüdische Museum Frankfurt hat eine internetbasierte Zeitmaschine entwickelt

von Jens Bayer-Grimm  29.05.2026