Corona-Pandemie

Eva Menasse empfiehlt das Loslassen

Eva Menasse Foto: dpa

Die Schriftstellerin Eva Menasse sieht als ein Thema in den nächsten Wochen der Corona-Zwangspause das Loslassen. »Den Ärger, die Ungeduld und das Aufbegehren, vielleicht folgen Angst und Verzweiflung dann von selbst. Man kann ihnen beim Stoßlüften das Fenster aufhalten und sich noch freundlich-verabschiedend verbeugen. Hinaus mit euch«, schreibt die gebürtige Wienerin in der »Süddeutschen Zeitung« (Wochenendausgabe).

Online-Yoga Darin rät sie angesichts des Teil-Lockdowns, sich nicht zu überfordern. »Erzählt mir nichts von digitalem Kulturkonsum, von Online-Yoga und Kochkurs-Webinaren, verlangt doch nicht schon wieder zu viel von euch und anderen.«

Eine ihrer Ideen: »Vielleicht soll man sich hinsetzen und auf einem Zettel versuchen, das bisherige Leben in Abschnitte einzuteilen. Plötzlich werden, wie von einem Zauberfaden gezogen, Erinnerungen hervorkommen, eine nach der anderen: «Das hast du mir nie erzählt!» Und immer nur das Gute notieren, das Schlechte weglassen. Wenn es nicht gleich klappt, noch einmal das Fenster öffnen. Es wird sich viel Schönes ergeben, wenn man sich bemüht.«

Dankbarkeit Es könnten ihrer Ansicht nach die Wochen für das vermeintlich unwichtige Detail, für die Innenschau, die kleine Überraschung werden. »Es könnten die Wochen der Dankbarkeit sein, dafür, dass man kein Paketbote ist, dass man nicht zehn Stunden lang Intensivpatienten umdrehen muss, dass man nicht entscheiden muss, welche Maßnahmen uns retten werden und welche nicht. Schluckt die Trillerpfeifen runter, es geht alles vorbei.« 

Zu Eva Menasses Büchern gehören Vienna und Quasikristalle, sie lebt in Berlin. dpa

Glosse

Der Rest der Welt

Kamele an der Limmat oder wie Zürich mit Tradition umgeht

von Nicole Dreyfus  20.04.2026

Essay

Darf es mir gut gehen …?

Die Welt brennt an allen Ecken und Enden. Unsere Autorin Barbara Bišický-Ehrlich plädiert für die Hoffnung als Lebensprinzip in dunklen Zeiten

von Barbara Bišický-Ehrlich  20.04.2026

Los Angeles

Natalie Portman erwartet drittes Kind

Zwei Kinder hat sie bereits aus ihrer früheren Ehe

 20.04.2026

TV-Tipp

Der Elvis der Violine

Ivri Gitlis ist ein Phantom. Er bespielte mit seiner Geige die großen Bühnen und musizierte mit den Stars der Musikbranche. Seinen Namen kennen heute aber nur die wenigsten. Eine Arte-Doku begibt sich auf Spurensuche

von Manfred Riepe  19.04.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der Jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  19.04.2026

Aufgegabelt

Falafel-Bowl mit Quinoa

Rezept der Woche

von Katrin Richter  19.04.2026

Eurovision Song Contest

Mehr als 1000 Prominente verteidigen Israels ESC-Teilnahme

Helen Mirren, Amy Schumer und Co: Internationale Persönlichkeiten unterzeichnen einen offenen Brief

von Sabine Brandes  19.04.2026

Eurovision Song Contest

»Der Künstler aus Israel kann per se natürlich nichts dafür, dass er aus Israel kommt, aber …«

Der deutsche Sänger und frühere ESC-Teilnehmer Michael Schulte ruft Israel zum freiwilligen Verzicht auf seine Teilnahme am Eurovision Song Contest auf

 19.04.2026

Kultur

Klein wünscht sich mehr Wehrhaftigkeit gegen Antisemitismus im Kulturbetrieb

Der Antisemitismus-Beauftragte Klein kritisiert einen geplanten Auftritt der palästinenisch-stämmigen DJ Sama‘ Abdulhadi im Juli in Hamburg

 19.04.2026