Film

»Erhobenen Hauptes«

Szene aus dem Trailer zum Film Foto: screenshot

Wir gehören zur vermutlich letzten Generation, die noch selbst mit Verfolgten des Nationalsozialismus sprechen kann.» So beschreiben die Mitglieder der Projektgruppe «Documentary View» die Motivation für ihren Film Erhobenen Hauptes. (Über-)Leben im Kibbuz Ma’abarot, der an diesem Montagabend seine Premiere in Frankfurt/Main hat. Erzählt werden die Lebensgeschichten von fünf deutschen Jüdinnen und Juden, die sich als junge Menschen vor den Nazis nach Eretz Israel retteten, um dort im Kibbuz Ma’abarot nahe Netanya einen neuen Staat und eine neue Lebensform aufzubauen.

überlebenswille Die Macher des Films sind keine professionellen Cineasten, sondern sechs Studenten der Uni Frankfurt, die seit Langem in politischen Projekten gegen Rassismus und Antisemitismus aktiv sind. In Vorbereitung des Films haben sie sich intensiv mit der deutschen und jüdischen Geschichte auseinandergesetzt und sind mehrmals nach Israel gereist. Herausgekommen ist dabei ein – trotz der düsteren Hintergrundthematik der Schoa – optimistisches Dokument des Überlebenswillens.

Die Premiere am Montag findet vor geladenem Publikum statt. Anschließend wird der Film am Dienstag, den 22. Oktober, in Wiesbaden und am Donnerstag , den 24. Oktober, in Frankfurt/Main öffentlich vorgeführt. Bei den Terminen wird auch einer der Protagonisten, Zvi Cohen, 1931 als Horst Cohn in Berlin geboren, anwesend sein und nach den Vorführungen über sein Leben erzählen. ja

www.docview.org

Zeitreise

Historische Frankfurter Judengasse wird virtuell erlebbar

In den Alltag von Jüdinnen und Juden im Jahr 1864 in Frankfurt am Main eintauchen, sich als Passant in der historischen Judengasse bewegen und mit Bewohnern sprechen: Das Jüdische Museum Frankfurt hat eine internetbasierte Zeitmaschine entwickelt

von Jens Bayer-Grimm  29.05.2026

TV-Tipp

Kultfilm »Harry und Sally« - immer wieder was fürs Herz

Die Komödie des vor Kurzem ermordeten Regisseurs Rob Reiner avancierte zum Kultfilm

von Jan Lehr  29.05.2026

Konzerte

Doja Cat kommt mit »Ma Vie World Tour« nach Hamburg und Berlin

Ihren Durchbruch feiert sie über SoundCloud, bevor sie mit dem viralen Hit »Mooo!« erstmals weltweite Aufmerksamkeit bekommt

 29.05.2026

TV-Tipp

»Robert Lembke - Wer bin ich?« -Doku-Drama über die TV-Legende

»Robert Lembke - Wer bin ich« ist ein kluger Film über Verdrängung, Volksbildung und das Schweigen einer TV-Legende über die eigene Vergangenheit

von Jan Lehr  29.05.2026

Meinung

Kein Boykott – nur Abscheu

Die irische Schriftstellerin Sally Rooney möchte ihren neuesten Roman doch auf Hebräisch übersetzen lassen. Zuvor sortiert sie aber Israelis aus - und das Mitgefühl gleich mit

von Sabine Brandes  29.05.2026

Warnung

Steven Spielberg will keine KI nutzen

Der Filmemacher sieht einen Platz für KI in der Medizin und in der Forschung.

 28.05.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Imanuel Marcus  28.05.2026

London

Helen Mirren als »böse zionistische Schlampe« beschimpft

Ein Mann ging die 80-jährige Schauspielerin und ihren Gatten Taylor Hackford auf offener Straße an

 28.05.2026

Musik

Drake hat mehr Hits als Michael Jackson

In den Top 10 Single-Charts entfallen neun der zehn Plätze auf den jüdischen Rapper. Sein neuer Song »Janice STFU« sprang soeben direkt auf Platz 1 der Billboard Hot 100

 28.05.2026