Hochschule

Eine Erfolgsgeschichte

Wegweisend: 2013 wurde das Institut eröffnet. Foto: dpa

Die Gründung der ersten jüdisch-theologischen Ausbildungseinrichtung an einer deutschen Universität vor fünf Jahren ist am Montag in Potsdam mit einer Festveranstaltung gefeiert worden. Die Entwicklung der »School of Jewish Theology« an der Universität Potsdam sei eine Erfolgsgeschichte, erklärte Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) anlässlich der Festveranstaltung im Potsdamer Barberini-Museum. Damit sei erstmals eine jüdisch-theologische Ausbildung an einer deutschen Universität verankert worden. Derzeit seien an dem Institut rund 160 Studierende eingeschrieben, 24 von ihnen streben ein Rabbinat oder Kantorat in jüdischen Gemeinden an.

GEISTESLEBEN Die wissenschaftlich-theologische Arbeit des Instituts erhalte nicht nur international Aufmerksamkeit, das Institut präge auch das jüdische Geistesleben und den interreligiösen Dialog in Brandenburg und Deutschland, betonte Münch: »Ich freue mich, dass die jüdische Theologie im kommenden Jahr ein eigenes Gebäude auf dem Campus der Universität Potsdam am Neuen Palais bezieht.« Damit werde sie als Ort des akademischen Diskurses und Impulsgeber für jüdisches Leben künftig noch sichtbarer.

Seit 2012 gibt es das Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, in dem Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen zusammenarbeiten. 2013 wurde die School of Jewish Theology an der Universität Potsdam eingerichtet. Um eine bekenntnisgebundene Besetzung der Professuren zu ermöglichen, wurde das Landeshochschulgesetz geändert. Seitdem können Frauen und Männer das Rabbiner- und das Kantorenstudium an der Universität Potsdam sowie am liberalen Abraham Geiger Kolleg und am konservativen Zacharias Frankel College absolvieren. epd

»Tage des Exils«

Zirkuskunst, Klezmer und Theater: »Tsirk Dobranotch« kommt nach Frankfurt

Ein außergewöhnliches Zusammenspiel aus Zirkuskunst, jiddischem Theater und Klezmermusik erwartet Besucher im August

 26.06.2026

Aufgegabelt

Sommerfrisch: Melone und Gurke auf Labneh

Rezepte und Leckeres

 26.06.2026

Dresden/Gohrisch

Sächsische Schostakowitsch Tage eröffnet

Das Festival widmet sich bis Sonntag jüdischen Einflüssen auf das Werk des russischen Komponisten

 26.06.2026

Bachmannpreis

250 Mal A und ein Abgang

Die Autorin Slata Roschal las aus ihrem Text »Es ist die Leichtigkeit, die den Herrn am Tisch von der Putzfrau unterscheidet«, aber diskutiert wurde über etwas ganz anderes

von Katrin Richter  26.06.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  25.06.2026

Essay

Licht und Schatten

Unser Autor hat vor 38 Jahren die Videoskulptur »Menora/Inventur« geschaffen. Warum sein Kunstwerk demnächst in Prag zu sehen ist – nicht aber in einer Ausstellung in Karlsruhe

von Michael Bielický  25.06.2026

Kulturkolumne

Jenseits der Schlagzeilen – mit Davidstern in der U8

Wie mein Anhänger und ich in der berüchtigten Berliner U-Bahn-Linie auf dem Weg zur Arbeit ignoriert wurden

von Ayala Goldmann  25.06.2026

Welttournee

Ein Jahr nach seinem Tod: Lalo Schifrins letztes Werk geht auf Welttournee

In Erfüllung von Schifrins letztem Wunsch bringt der Komponist und Pianist Rod Schejtman eine Welttournee auf den Weg. Auch im deutschsprachigen Raum soll die Sinfonie »Long Live Freedom« live erklingen

 25.06.2026

Zwickau

Ausstellung zu jüdischen Lebensgeschichten

Im Jahr 2022 ist in Zwickau eine alte Torarolle wiederentdeckt worden. Die Schrift der früheren jüdischen Ortsgemeinde bildet nun das Herzstück einer Ausstellung

 24.06.2026