Konzert

Ein Fest für Faschos

Steht am Samstag in der bayerischen Hauptstadt auf der Bühne: Marko Perkovic Foto: Denis Lovrovic

Konzert

Ein Fest für Faschos

Der umstrittene kroatische Folkrocker Marko Perkovic in München

 18.06.2013 11:39 Uhr

Auftrittsverbote begleiten die musikalische Karriere von Marko Perkovic. In der Schweiz, den Niederlanden, in Deutschland, selbst in einigen Städten seiner kroatischen Heimat ist der Folkrocker unerwünscht. Denn Perkovic verherrlicht in seinen Liedern das im Zweiten Weltkrieg mit Hitler verbündete Ustascha-Regime, das »Volksfeinde«, sprich: Serben, Juden und Roma, in Konzentrationslager einsperrte und ermordete.

hass-sänger Einige Jahre lang war gegen den »Hass-Sänger«, wie ihn die FAZ einmal titulierte, sogar ein generelles Einreiseverbot in die EU und die Schengenstaaten verhängt worden. Das ist inzwischen offenbar aufgehoben: Marko Perkovic wird am Samstag dieser Woche in der Münchener Zenith-Halle mit seiner Band »Thompson« (benannt nach der Maschinenpistole) auftreten. Es sei denn, die Stadtverwaltung München rafft sich auf, das Konzert zu verbieten. Doch für ein solches Verbot juristisch stichhaltige Gründe zu finden, ist schwierig. Schon 2009 musste München zähneknirschend Perkovic am gleichen Ort auftreten lassen. ja

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  29.09.2026

Hard-Rock-Legenden

Kiss feiern 50 Jahre »Rock and Roll Over«

Eine umfangreiche Neuauflage des Albums kommt. Was ist enthalten?

 29.09.2026

Fußball

Im Kreuzfeuer: Irischer Nationalspieler mit israelischer Mutter

Finn Azaz wurde für Irlands Nationalkader für die Länderspiele gegen Israel nominiert. Weil er eine israelische Mutter hat, soll seine Zukunft im irischen Team aber infrage stehen

von Michael Thaidigsmann  29.09.2026

Geburtstag

Streitbare Mahnerin: Lea Rosh wird 90 Jahre alt

Ihr Name ist eng verbunden mit dem Holocaust-Mahnmal in Berlin. Schon früh beschäftigte sich die Journalistin Lea Rosh mit der Judenverfolgung im Nationalsozialismus. Am Donnerstag wird sie 90 Jahre alt

von Birgit Wilke  29.09.2026

Die frühere rbb-Intendantin Patricia Schlesinger

Berlin

Strafprozess gegen Ex-RBB-Intendantin Schlesinger

Im Sommer 2022 erschüttert der RBB-Skandal den öffentlich-rechtlichen ARD-Sender. Der Fall beschäftigt auch die Justiz. Nun soll es wegen Untreue-Vorwürfen zum Prozess kommen.

 29.09.2026

Berlin

CDU-Kulturexperte schlägt Wolf Biermann für Nobelpreis vor

»Biermanns Werk, seine poetische Stimme stehen für die Unantastbarkeit individueller Freiheit als Würde des einzelnen Menschen bis heute«, schreibt Uwe Lehmann-Brauns zur Begründung

 29.09.2026

Archäologie

Hoffnung auf Latrinen - Grabung legt mittelalterliche Keller frei

Die Funde auf dem Areal der zweiten Jüdischen Gemeinde informieren über das Leben im mittelalterliche Erfurt. Zugleich geben sie Einblicke in die Stadtplanung des 13. Jahrhunderts

von Matthias Thüsing  28.09.2026

Sachsen-Anhalt

Der 7. Oktober und die Folgen: Podiumsdiskussion in Halle

Vor drei Jahren überfielen islamistische Terroristen Israel und rissen damit Gaza in einen bis heute andauernden Krieg. Zeitgleich nahmen weltweit antisemitische Ausschreitungen zu. Diskutanten erörtern die Ursachen

 28.09.2026

Berlin

Verschollene Golem-Filmmusik feiert Berliner Erstaufführung

Der Komponist Hans Landsberger, ein späteres Holocaust-Opfer, hatte die sinfonische Begleitmusik für den Film geschrieben. Seine Komposition gilt als Meilenstein in der Entwicklung der Filmmusik

 28.09.2026