Leipzig

Dubnow-Institut erforscht jüdische Migration

Foto: Dubnow-Institut 2019

Der Freistaat Sachsen fördert ein Projekt zur Erforschung jüdischer Emigration aus Osteuropa. Dazu werde das »Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow« in Leipzig die Wirkungen der Auswanderung von Juden aus der Sowjetunion und anderen osteuropäischen Staaten seit den 60er-Jahren untersuchen, teilte das sächsische Wissenschaftsministerium am Donnerstag in Dresden mit.

»Zahlreiche Juden haben ihre alte Heimat verlassen und eine neue gefunden«, erklärte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Die Erforschung der dadurch entstehenden Wirkungen auf Menschen und Gesellschaften halte sie »für einen wichtigen Aspekt jüngerer jüdischer Geschichte«, fügte sie hinzu.

ringvorlesung Die am Dubnow-Institut beschäftigte Historikerin Angelique Leszczawski-Schwerk wird für das Projekt demnach der Frage nachgehen, wie sich die Forschungslandschaften von Zielländern jüdischer Migration verändert haben. Begleitet werde das Projekt unter anderem durch eine Ringvorlesung mit internationalen Experten.

Die Ergebnisse sollen in einer Ausstellung und einer Publikation veröffentlicht werden. Zudem bietet das Projekt laut Ministerin Stange gute Chancen, die Zusammenarbeit des Dubnow-Instituts mit Partnern in Osteuropa weiter zu vertiefen.  epd

»My Unorthodox Life«

Show statt Reality

Auf Netflix langweilt Julia Haart mit der Inszenierung ihres Familienlebens – der Weg zum Ausstieg aus dem charedischen Judentum bleibt unklar

von Ayala Goldmann  30.07.2021

Bayreuth

»Mein Großvater liebte Wagner«

Daniel Draganov spielt Violine im Orchester der Festspiele – er ist der Enkel von Schoa-Überlebenden

von Maria Ossowski  30.07.2021

Kino

Warum Scarlett Johansson Disney verklagt

Eine Superheldin zieht gegen einen Unterhaltungsriesen ins Feld: Alles deutet auf einen hitzigen Kampf hin

von Barbara Munker  30.07.2021

Justiz

»Wir tolerieren keine Hassrede«

Der BGH entscheidet, dass Facebook vor einer Sperre die Nutzer informieren und anhören muss

von Anja Semmelroch  29.07.2021

NS-Zeit

Die »Ghetto Girls«

Judy Batalion, Enkelin von Holocaust-Überlebenden, erinnert an vergessene jüdische Freiheitskämpferinnen

von Christiane Laudage  29.07.2021

Zum 100. Geburtstag

»Ikone der jüdischen, israelischen und zionistischen Kultur«

Israels Nationalbibliothek digitalisiert den Nachlass der Widerstandskämpferin und Dichterin Hannah Senesh

 29.07.2021

Stuart Weitzman

»Schuhe sind meine Goldmedaillen«

Schon der Vater besaß eine Schuh-Fabrik – der Sohn wurde zum Designer der Stars. Jetzt wird er 80 Jahre alt

von Christina Horsten  29.07.2021 Aktualisiert

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  29.07.2021

SchUM-Städte

Das Zentrum von Aschkenas

Speyer, Worms und Mainz werden in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen. Damit erhalten erstmals jüdische Stätten in Deutschland diesen Titel

von Frank Olbert  29.07.2021