Leipzig

Dubnow-Institut erforscht jüdische Migration

Foto: Dubnow-Institut 2019

Der Freistaat Sachsen fördert ein Projekt zur Erforschung jüdischer Emigration aus Osteuropa. Dazu werde das »Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow« in Leipzig die Wirkungen der Auswanderung von Juden aus der Sowjetunion und anderen osteuropäischen Staaten seit den 60er-Jahren untersuchen, teilte das sächsische Wissenschaftsministerium am Donnerstag in Dresden mit.

»Zahlreiche Juden haben ihre alte Heimat verlassen und eine neue gefunden«, erklärte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Die Erforschung der dadurch entstehenden Wirkungen auf Menschen und Gesellschaften halte sie »für einen wichtigen Aspekt jüngerer jüdischer Geschichte«, fügte sie hinzu.

ringvorlesung Die am Dubnow-Institut beschäftigte Historikerin Angelique Leszczawski-Schwerk wird für das Projekt demnach der Frage nachgehen, wie sich die Forschungslandschaften von Zielländern jüdischer Migration verändert haben. Begleitet werde das Projekt unter anderem durch eine Ringvorlesung mit internationalen Experten.

Die Ergebnisse sollen in einer Ausstellung und einer Publikation veröffentlicht werden. Zudem bietet das Projekt laut Ministerin Stange gute Chancen, die Zusammenarbeit des Dubnow-Instituts mit Partnern in Osteuropa weiter zu vertiefen.  epd

Polemik

Gerechter Zorn

In ihrem neuen Buch »Jude sein« setzt sich Sandra Kreisler mit Antisemitismus in Deutschland und Österreich auseinander

von Daniel Killy  06.05.2021

Streaming

900 Verdächtige?

»Blackspace« heißt der neueste Serienerfolg aus Israel über ein fiktives Highschool-Massaker

von Ralf Balke  06.05.2021

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  06.05.2021

Zahl der Woche

349.000 Menschen

Fun Facts und Wissenswertes

 06.05.2021

Fernsehen

Vor 50 Jahren lief zum ersten Mal »Dalli Dalli«

Mit einer Jubiläumsshow erinnert das ZDF an den Start vor 50 Jahren. Bis 1986 moderierte Hans Rosenthal. Später folgten Remakes mit Andreas Türck und Kai Pflaume. Doch das Original bleibt unerreicht

von Joachim Heinz  05.05.2021

Universität

»Gangsta-Rap fördert antisemitische Einstellungen«

Studie: Das Musikgenre bereitet den Nährboden für judenfeindliche Einstellungen

 05.05.2021

1700 Jahre jüdisches Leben

Sie dürfen nicht in Vergessenheit geraten

Ein neues Onlineprojekt erinnert an jüdische Künstler und Wissenschaftler, die in Deutschland wirkten

von Eugen El  05.05.2021

TV-Tipp

Das fast vergessene Kapitel der Nachkriegsjustiz

Arte zeigt heute Abend die bemerkenswerte Doku »Die Rastatter Prozesse - Kriegsverbrecher vor Gericht«

von Heide-Marie Göbbel  04.05.2021

Musik

Studie: Gangsta-Rap fördert Judenhass

Gangsta-Rap gilt bei vielen Jugendlichen als cool. Die gewaltverherrlichenden Texte werden gar nicht immer verstanden. Jetzt belegt erstmals eine Studie, dass Gangsta-Rap den Nährboden bereitet für antisemitische Einstellungen

von Bettina Grönewald  04.05.2021