Sehen

Die Brückenbauer

Henry Kissinger, Fritz Stern und George Weidenfeld hätten eigentlich allen Grund gehabt, vor einem wiedervereinigten Deutschland zu warnen. Doch anders als etwa Großbritanniens Premierministerin Margaret Thatcher rechneten sie, die 1938 als Juden vor dem Terror der Nationalsozialisten aus ihrer Heimat Fürth, Breslau und Wien fliehen mussten, nicht mit einem Wiederaufleben des berüchtigten deutschen Großmachtstrebens. Im Gegenteil: Mit ihrem ganzen politischen und publizistischen Gewicht setzten sich der ehemalige US-Außenminister, der bekannte amerikanische Historiker und der britische Verleger, Journalist und Diplomat für die deutsche Einheit ein. Sie waren überzeugt: Die Deutschen haben sich geändert. Dass Evi Kurz, die Regisseurin von Die Brückenbauer, ihre Bewunderung für dieses Vertrauen in Deutschland und die Deutschen nicht oft genug preisen kann, ist ein kleines Manko dieser ansonsten sehenswerten Dokumentation. Bemerkenswert sind vor allem die Interviews mit Kissinger, Stern und Weidenfeld. ja

»Die Brückenbauer – Jüdische Emigranten und die Wiedervereinigung«, ARD, 29. September, 23.30 Uhr

Eröffnung

Museum Zwangsarbeit zeigt Ausstellung zu »unerwünschten Kindern«

Beziehungen zwischen Deutschen und Zwangsarbeitern im NS-Regime waren verboten. Trotzdem gab es diese Kontakte ebenso wie Kinder aus diesen Beziehungen. Eine Ausstellung in Weimar widmet sich den Geschichten der betroffenen Eltern und Kindern

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New York

Nach Paul Simon wird auch Art Garfunkel 85

Mit Songs wie »The Sound of Silence« wurden Simon & Garfunkel weltberühmt – aber auch die Streits der beiden Schulfreunde aus New York sind legendär. Jetzt steht der nächste große Geburtstag an

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Literatur

»Empfänger unbekannt«: Wenn ein Freund zum Feind wird

Die judenfeindlichen Novemberpogrome von 1938 jähren sich zum 88. Mal. Anlass, die Geschichte »Empfänger unbekannt« aus demselben Jahr zur Hand zu nehmen. Darin schlägt ein Jude zurück, mit überraschenden Mitteln

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München

Julia Klöckner: Verteidigung jüdischen Lebens Aufgabe für alle

Jüdische Kultur ist in Deutschland tief verwurzelt. Zum 40. Mal wollen die Kulturtage diesen Reichtum würdigen. Für die Bundestagspräsidentin ein Anlass zu Mahnung und Hoffnung

 30.10.2026

Frankfurt

Eine Akademie für Deutschland

Am Montag wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet. Sie soll innerjüdische Debatten fördern und jüdische Perspektiven stärker in die Gesellschaft einbringen

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Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

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Auszeichnung

Shimon-Peres-Preis für deutsch-israelische Projekte

Für einen Dialog in Krisenzeiten werden jetzt zwei deutsch-israelische Projekte ausgezeichnet. Der Preis erinnert an den Friedensnobelpreisträger und israelischen Staatspräsidenten Shimon Peres

 29.10.2026

Kulturkolumne

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 29.10.2026