Literatur

Deutsch-Hebräischer Übersetzerpreis verliehen

Markus Lemke nahm den mit 10.000 Euro dotierten Preis für seine Übersetzung des Romans »Über uns« des israelischen Schriftstellers Eshkol Nevo (im Bild) entgegen. Foto: Marco Limberg

Literatur

Deutsch-Hebräischer Übersetzerpreis verliehen

Ziel des Preises ist es, die Sprach- und Interpretationskunst der Übersetzer in beiden Ländern sichtbarer zu machen

 18.08.2021 09:25 Uhr

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat gestern gemeinsam mit dem Geschäftsträger der israelischen Botschaft, Aaron Sagui, den Deutsch-Hebräischen Übersetzerpreis im Bundeskanzleramt verliehen. Nach einem Video-Grußwort des israelischen Kulturministers Hili Tropper nahm Markus Lemke den mit 10.000 Euro dotierten Preis für seine Übersetzung des Romans »Über uns« des israelischen Schriftstellers Eshkol Nevo entgegen.

Die israelische Autorin Liora Heidecker erhielt den Preis für die Übertragung von Else Lasker-Schülers »Der Prinz von Theben« zusammen mit Yahin Onah für dessen Übersetzung der Biografie »Goebbels« von Peter Longerich.

Der Deutsch-Hebräische Übersetzerpreis wurde 2015 auf gemeinsame Initiative der Kulturstaatsministerin und des israelischen Kulturministeriums anlässlich des 50. Jubiläumsjahres zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Sprach- und Interpretationskunst der Übersetzerinnen und Übersetzer in beiden Ländern sichtbar zu machen. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden jeweils von einer deutschen und einer israelischen Jury ausgewählt. Projektträger ist das Literarische Colloquium Berlin.

Grütters betonte, dass Übersetzer ein wechselseitiges Verstehen zwischen Kulturen ermöglichten. Das gelte besonders für Übersetzungen aus dem Hebräischen ins Deutsche und umgekehrt. »Sie bereiten damit den Weg für Empathie und Verständigung«, sagte die CDU-Politikerin. »Mit ihrer Arbeit haben sie einen wichtigen Beitrag für die Annäherung zwischen Deutschland und Israel geleistet.« kna

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