kommunikation

Daumen-Kino zum Telefonieren

Aufgefächert: das israelische Smartphone »First ELSE« Foto: JA

Das iPhone war gestern. Das Super-Handy der Firma Apple – ein sogenanntes Smartphone, mit dem man nicht nur telefonieren, sondern auch Fotos machen, Daten verwalten und im Internet surfen kann – bekommt nun, gut zweieinhalb Jahre nach seiner Markteinführung, einen Herausforderer aus Israel. Die Firma Emblaze Mobile Ltd. aus Ra’anana hat Mitte Februar auf der Handy-Messe »Mobile World Congress« in Barcelona ihr Smartphone »First ELSE« vorgestellt, das nach Angaben der Hersteller – natürlich – viel besser und benutzerfreundlicher sein soll als das iPhone des kalifornischen Konkurrenten.

navigation Optisch macht das First ELSE jedenfalls etwas her: Mit seinem eleganten Schwarz steht es dem iPhone in nichts nach. Der LCD-Bildschirm misst 3,5 Zoll in der Diagonalen und kann mit 854 x 480 Pixeln Bilder und Videos in hochauflösender Qualität zeigen. Die Hardware stammt von Sharp, das Betriebssystem basiert auf Linux, die eingebaute Kamera schießt Fotos mit fünf Megapixeln, der interne Speicher umfasst bis zu 32 Gigabyte. W-Lan-fähig ist das Gerät auch. Weitere Eigenschaften sind ein GPS-Navigationssystem und eine Erinnerungsfunktion, die sich nicht nur auf eine bestimmte Uhrzeit einstellen lässt, sondern auch auf bestimmte Orte: Es lässt sich etwa so programmieren, dass es in der Nähe des Supermarktes klingelt, damit man das Einkaufen nicht vergisst. Falls man sein Handy irgendwo verliert, besteht die Möglichkeit, sämtliche gespeicherten Daten aus der Ferne zu löschen.

Die Besonderheit liegt jedoch in der Benutzeroberfläche namens »sPlay«: Der Touchscreen lässt sich komplett mit nur einem Daumen bedienen. Die verschiedenen Funktionen sind am rechten Bildschirmrand halbkreisförmig aufgefächert und können durch einfaches Drücken und Ziehen mit dem Daumen aufgerufen werden. Auch die Tastatur, etwa zum Schreiben von SMS, lässt sich mit dem Daumen bedienen. Möchte man eine SMS oder eine E-Mail starten, muss man lediglich mit dem Daumen ein großes S auf den Bildschirm malen, und schon wird die entsprechende Funktion aufgerufen. Für Linkshänder dürfte das Gerät allerdings weniger geeignet sein: Die Bildschirmdarstellung lässt sich nicht spiegeln.

Das First ELSE soll voraussichtlich Mitte dieses Jahres auf dem europäischen Markt eingeführt werden und zwischen 400 und 500 Euro kosten. Auf der IT-Fachmesse CeBIT, die in dieser Woche in Hannover stattfindet und auf der Smartphones einen der Programmschwerpunkte bilden, ist Emblaze Mobile mit ihrem First ELSE allerdings nicht vertreten.

ja

Essen

»Schakschuka ist der Favorit«

Der deutsch-israelische Koch Tom Franz hat ein Buch über das Frühstück geschrieben. Hier spricht er über geflochtenen Lachs, clevere Vorräte und die Frage, warum er die erste Mahlzeit des Tages auslässt

von Katrin Richter  18.06.2026

Ausstellung

Androgyn, zeitlos, modern

Das Georg Kolbe Museum in Berlin widmet sich der britischen Ausnahmekünstlerin Marlow Moss – erstmals in Deutschland

von Alicia Rust  18.06.2026

Streaming

Bringt Gali nach Hause!

Eine junge Israelin wird in Moskau verhaftet. Die Serie »Unconditional« erzählt vom Kampf einer Mutter gegen die Justiz

von Chris Schinke  18.06.2026

Köln/Hamburg/Leipzig

Mit diesen prominenten Weggefährten feiert Wolf Biermann seinen 90. Geburtstag

Der legendäre Liedermacher wird am 15. November 90 Jahre alt

 18.06.2026

Programm

Israel Day, Goldene Zwanziger und ein Kult-Hai: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 18. Juni bis zum 25. Juni

 17.06.2026

TV-Tipp

Das Leben arabischer Transpersonen in Israel

Eine Arte-Dokumentation porträtiert Transpersonen aus Gaza, die im Exil in Tel Aviv den Traum ihrer sexuellen Selbstbestimmung zu verwirklichen versuchen

von Manfred Riepe  17.06.2026

Hollywood

Sean Penn plant Film um Polizisten bei Kapitol-Attacke

Für seine Nebenrolle in »One Battle After Another« bekam er im März seinen dritten Oscar. Nun will der Hollywood-Star wieder Regie führen - und einen brisanten Stoff anpacken

 17.06.2026

Bayern

Warum Bayreuths große Pläne zum Festspieljubiläum scheitern

Schon Richard Wagner kämpfte mit Schulden und Geldproblemen. Doch dereinst sprang Bayernkönig Ludwig II. ein. Im Jubiläumsjahr 2026 ist es komplizierter

von Kathrin Zeilmann, Britta Schultejans  16.06.2026

Bayern

»Das ist in einer Demokratie Tod durch Selbstmord«

Eigentlich sollte Michel Friedman bei einer Gedenkveranstaltung zu 150 Jahren Bayreuther Festspiele sprechen. Doch die Veranstaltung wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt. Dafür findet er deutliche Worte

 16.06.2026