Musik

Daniel Donskoy veröffentlicht Lied gegen Antisemitismus

Daniel Donskoy Foto: imago images/Future Image

Musik

Daniel Donskoy veröffentlicht Lied gegen Antisemitismus

Der Gastgeber der WDR-Latenightshow »Freitagnacht Jews« möchte auf Hetze mit Kunst reagieren

von Christof Bock  14.05.2021 16:19 Uhr

In der neuen ZDFneo-Streamingserie »Schlafschafe« kämpft er gegen Verschwörungstheoretiker, im wahren Leben setzt sich Schauspieler Daniel Donskoy gegen Antisemitismus ein. Der Gastgeber der WDR-Latenightshow »Freitagnacht Jews« hat am Freitag ein Lied gegen Vorurteile veröffentlicht.

Es heißt »Jude«. Eine zentrale Textzeile des Sprechgesangs zur orientalischen Bassline lautet: »Jude - einfach nur ein Wort, aber Antisemitismus ist in Deutschland Sport.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Der 31-Jährige hat nach dem Debüt seiner WDR-Sendung eine Reihe übler judenfeindlicher Hetz-Zuschriften erhalten, Beispiele listet er im Erklärtext unter dem Youtube-Video des Liedes auf.

»Die Atmosphäre in der Welt wird immer toxischer. Vor allem in der Welt der sozialen Medien«, so Donskoy. »Auch die Lage in Israel und Palästina führt dazu, dass immer mehr Juden antisemitischer Hetze ausgesetzt sind.«

Er stelle sich gegen Hass und reagiere mit Kunst, statt mit Hetze, sagte der jüdische Künstler aus Berlin. »Der Release von «Jude» ist ein sehr emotionaler für mich - mein erster Track auf Deutsch. Denn es geht um Deutschland. Um ein respektvolles Miteinander.«

Das Lied wurde bei allen gängigen Streamingdiensten veröffentlicht. Sämtliche Erträge aus den Downloads spendet Donskoy an die Initiative hassmelden.de. Dieses Online-Projekt hilft ehrenamtlich Menschen, Hass, der ihnen entgegenschlägt, anonym zur Anzeige zu bringen. hassmelden.de wird vom Bundesjustizministerium explizit empfohlen.

NS-Zeit

Die gleichen Stationen eines viel zu frühen Todes

Auch sie führte Tagebuch: Margot Frank war die wenig bekannte Schwester von Anne Frank. Doch ihre Erinnerungen gingen verloren

 15.02.2026

Trend

»Spiritually Israeli«: Antisemitismus als Meme

Warum ein Begriffspaar in den sozialen Medien gerade populär ist – und wieso es nichts mit Israel zu tun hat

von Nico Hoppe  15.02.2026

Reaktion

»Medialer Sturm«: Berlinale verteidigt Künstler

Nach Debatten bei den Filmfestspielen veröffentlicht Festivalchefin Tricia Tuttle einen Appell – und nimmt die Jury in Schutz

 15.02.2026

Aufgegabelt

Korkenzieher-Gurken mit Gochujang-Dressing

Rezepte und Leckeres

 14.02.2026

Berlinale

Nachdenken über Siri Hustvedt

Die Regisseurin Sabine Lidl hat eine sehenswerte Dokumentation über die amerikanische Schriftstellerin gedreht – ein Filmtipp

von Katrin Richter  14.02.2026

Berlinale

Arundhati Roy sagt Teilnahme ab

Als Begründung nannte sie die aus ihrer Sicht »unerhörten Aussagen« von Mitgliedern der Jury zum Gaza-Krieg

 14.02.2026

NS-Raubkunst

Wolfram Weimer kündigt Restitutionsgesetz an

»Eine Frage der Moral«: Der Kulturstaatsminister stimmt einem unter anderem vom Zentralrat der Juden geforderten Gesetz zu

 14.02.2026

Berlinale

Eine respektvolle Berlinale scheint möglich

Die 76. Berlinale hat mit Glamour, großen Gefühlen und einem wunderbaren Eröffnungsfilm begonnen. Respekt wurde großgeschrieben am ersten Tag. Nur auf der Pressekonferenz der Jury versuchte der Journalist Tilo Jung vergeblich zu polarisieren

von Sophie Albers Ben Chamo  13.02.2026

Potsdam

Barberini-Museum zeigt deutsche Impressionisten

Drei große Sonderausstellungen präsentiert das Potsdamer Barberini-Museum pro Jahr. 2026 werden zum Auftakt Werke von Max Liebermann und weiteren Künstlern des Impressionismus in Deutschland gezeigt

 13.02.2026