Wolfenbüttel

Buch von jüdischem Sammler an Erben übergeben

Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel Foto: picture alliance / imageBROKER

Die Herzog-August-Bibliothek hat ein Buch aus der Privatsammlung des jüdischen Gemeindevertreters Benny Mielziner an dessen Erben zurückgegeben. Die Herkunft des Titels »Studien über Goethe« wurde im Rahmen des Projekts »NS-Raubgut unter den antiquarischen Erwerbungen der Herzog August Bibliothek seit 1969« recherchiert, wie die Einrichtung am Dienstag in Wolfenbüttel mitteilte. Die ermittelte Erbengemeinschaft habe aber beschlossen, den Band in Form einer Schenkung der Bibliothek zu überlassen.

Nach Angaben der Bibliothek wurde Mielziner 1853 im dänischen Aalborg geboren, von wo er 1876 nach Braunschweig übersiedelte. Von 1886 bis 1921 sei er Repräsentant der dortigen jüdischen Gemeinde gewesen, danach bis 1925 deren Vorsteher. Mielziner sei im Jahr 1926 gestorben. Seine Familie habe noch bis in die 1930er Jahre zum angesehenen Braunschweiger Bürgertum gehört. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten sei sie aber antisemitisch verfolgt worden. Buch aus der Sammlung von Hans Pyritz

Zum Verbleib von Mielziners Privatbibliothek nach dessen Tod gibt es laut Herzog-August-Bibliothek keine gesicherten Erkenntnisse. Der Band »Studien über Goethe« stamme aus der mit Blick auf NS-Raubgut besonders kritisch zu beurteilenden Sammlung des Literaturwissenschaftlers Hans Pyritz. Diese sei in den 1930er bis 1950er Jahren entstanden und enthalte zahlreiche antiquarische Stücke.

Berlin

Daniel-Ryan Spaulding: Pro-israelischer Comedian aus Kanada in Deutschland

»Wenn wir Freiheit, Demokratie und säkulare Werte verteidigen wollen, dann sollten wir alle an der Seite Israels stehen«, sagt der Künstler, der auch zum Aktivisten wurde

von Imanuel Marcus  21.05.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Bettina Piper, Imanuel Marcus  21.05.2026

Leipzig

Ausstellung zu jüdischem Leben und Bach

Johann Sebastian Bach hat sehr wahrscheinlich keine persönlichen Kontakte zu Jüdinnen und Juden gepflegt. Doch seine Werke wurden schon im 18. Jahrhundert von der jüdischen Community aufgeführt und verbreitet

von Katharina Rögner  20.05.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 21. Mai bis zum 3. Juni

 20.05.2026

London

»In The Grey«: Jake Gyllenhaal als Schuldeneintreiber

Regisseur Guy Ritchie schickt den jüdischen Schauspieler in eine gefährliche Grauzone zwischen Gesetz und Unterwelt

von Philip Dethlefs  20.05.2026

Programm

Lebenswille, musikalische Soiree und Fußball unterm Hakenkreuz: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 14. Mai bis zum 21. Mai

 19.05.2026

Analyse

Warum Israel beim ESC so erfolgreich war

Gegen Israels Teilnahme am ESC gab es viele Proteste, doch die Zuschauer stimmten am Ende überaus oft für den Beitrag ab. Wie passt das zusammen? Eine Analyse zum Voting-System, zur Werbung und dem Beitrag selbst

von Daniel Zander  19.05.2026

Kultur

Wer ist »Michelle«? Das Geheimnis um Israels ESC-Song

Noam Bettans Lied klingt wie eine Trennungsgeschichte – doch viele interpretieren den Text anders: Als die komplizierte Beziehung des jüdischen Volkes zu Europa

von Sabine Brandes  19.05.2026

New York

Bob Dylan - Der geniale Sonderling

Protestlieder, elektrischer Rock, Country-Alben, religiöse Musik. Die Welt hat ihm einige der einflussreichsten Musikstücke zu verdanken. Eine Ikone wollte er aber nie sein

von Anne Pollmann  19.05.2026