Eurovision Song Contest

Boykottaufrufe gegen Israel »erschreckend und abstoßend«

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer Foto: picture alliance / photothek.de

Der neue Kulturstaatsminister Wolfram Weimer weist Forderungen nach einem Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest (ESC) scharf zurückgewiesen. Dem ZDF sagte Weimer am Dienstag: »Die wiederholten Versuche, israelische Künstlerinnen und Künstler von Veranstaltungen wie dem ESC auszugrenzen, sind absolut inakzeptabel.« Jede Form von Boykott verschließe nicht nur den Raum für Dialog und Debatte, »sondern auch den für menschliches Miteinander«.

Dass diese Debatte nun mit der Sängerin Yuval Raphael eine Überlebende des Nova-Musikfestivals treffe, sei »erschreckend und abstoßend«, so Weimer weiter. Yuval Raphael (24) hatte den Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 auf Israel überlebt, indem sie sich unter Leichen anderer Festival-Teilnehmer versteckte, die auf dem Gelände im Süden Israels von den Terroristen ermordet worden waren.

Am Donnerstagabend tritt Yuval Raphael im zweiten Halbfinale des ESC in Basel für Israel an. Falls sich Israel qualifiziert, stünde die Sängerin am Samstagabend mit 25 anderen Ländern im ESC-Finale. ja

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