Judaica

Botschaft aus dem 12. Jahrhundert

Die Universität von Bologna in Italien verfügt über die älteste vollständige Torarolle der Welt, wie der britische Sender BBC am Dienstag berichtete. Laut Mauro Perani, Professor für Hebräisch, wurde bisher angenommen, dass die 36 Meter lange Schriftrolle, die in der Universitätsbibliothek von Bologna aufbewahrt wird, lediglich einige Hundert Jahre alt sei. Im Jahr 1889 hatte der Bibliothekar Leonello Modona die Rolle untersucht und sie auf das 17. Jahrhundert datiert.

Maimonides Doch Perani unterzog die Torarolle kürzlich einer erneuten Prüfung. Ihm war beim Katalogisieren von Judaica-Beständen aufgefallen, dass die Handschrift, in der die Rolle verfasst ist, noch Buchstaben und Zeichen enthalte, die von dem Religionsgelehrten Maimonides (1135–1204) verworfen worden seien. Die Rolle müsse also laut Perani aus der Zeit vor Maimonides stammen.

Nachdem die Schriftrolle zusätzlich mittels der Radiokarbonmethode, mit der sich das Alter von Materialien recht genau feststellen lässt, untersucht worden war, geht die Universität davon aus, dass die Torarolle vor mehr als 850 Jahren geschrieben worden ist. Laut Perani ist sie damit die älteste vollständig erhaltene Torarolle der Welt und ein Objekt von außerordentlichem Wert. »Und sie ist in einem exzellenten Zustand«, so der italienische Gelehrte. ja

Heidelberg

Blick nach Bagdad

Werner Arnold hält seine Antrittsvorlesung als Rektor der Hochschule für Jüdische Studien

von Eugen El  22.10.2021

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 22.10.2021

Biografie

Wer war Leo Baeck?

Michael A. Meyer zeichnet ein vielschichtiges Porträt des liberalen Rabbiners, Intellektuellen und Funktionärs

von Tobias Kühn  22.10.2021

Roman

Kunst der Gefasstheit

Louis Begley schildert sehr eindrücklich die Folgen eines Ehe-Aus nach 40 Jahren

von Katrin Diehl  22.10.2021

Erzähler

Neues vom Meister des »Broken German«

Der Israeli Tomer Gardi legt mit »Eine runde Sache« seinen dritten Roman vor – je zur Hälfte auf Deutsch und Hebräisch geschrieben

von Sophie Albers Ben Chamo  22.10.2021

Israel

Kritischer Blick auf Wagner

Eine neue Oper setzt sich mit dem Werk des deutschen Komponisten auseinander

 21.10.2021

Bern

Radikal offen und verblüffend aktuell

Das Kunstmuseum zeigt ab Freitag 200 Schlüsselwerke der Schweizer Künstlerin Meret Oppenheim

 21.10.2021

Essay

Ist Jiddisch deutsch genug?

Warum es auch eine politisch höchst relevante Frage ist, welche Beziehung das Deutsche und das Jiddische haben

von Volker Beck  21.10.2021

Interview

»Das Poetische ist mir wichtig«

Barbara Honigmann über ihr neues Buch und Else Lasker-Schüler

von Eva Lezzi  21.10.2021