Judaica

Botschaft aus dem 12. Jahrhundert

Die Universität von Bologna in Italien verfügt über die älteste vollständige Torarolle der Welt, wie der britische Sender BBC am Dienstag berichtete. Laut Mauro Perani, Professor für Hebräisch, wurde bisher angenommen, dass die 36 Meter lange Schriftrolle, die in der Universitätsbibliothek von Bologna aufbewahrt wird, lediglich einige Hundert Jahre alt sei. Im Jahr 1889 hatte der Bibliothekar Leonello Modona die Rolle untersucht und sie auf das 17. Jahrhundert datiert.

Maimonides Doch Perani unterzog die Torarolle kürzlich einer erneuten Prüfung. Ihm war beim Katalogisieren von Judaica-Beständen aufgefallen, dass die Handschrift, in der die Rolle verfasst ist, noch Buchstaben und Zeichen enthalte, die von dem Religionsgelehrten Maimonides (1135–1204) verworfen worden seien. Die Rolle müsse also laut Perani aus der Zeit vor Maimonides stammen.

Nachdem die Schriftrolle zusätzlich mittels der Radiokarbonmethode, mit der sich das Alter von Materialien recht genau feststellen lässt, untersucht worden war, geht die Universität davon aus, dass die Torarolle vor mehr als 850 Jahren geschrieben worden ist. Laut Perani ist sie damit die älteste vollständig erhaltene Torarolle der Welt und ein Objekt von außerordentlichem Wert. »Und sie ist in einem exzellenten Zustand«, so der italienische Gelehrte. ja

Netflix-Dokumentation

Der Mann, der die Chili Peppers Red Hot machte

Man kann ohne weiteres behaupten, dass die Rockwelt ohne Hillel Slovak weniger bunt wäre. Eine Streaming-Doku hat dem in Israel geborenen ersten Gitarristen der Chili Peppers ein Denkmal gesetzt

von Richard Blättel  07.04.2026

Antisemitismus

London verweigert US-Skandalrapper Kanye West die Einreise

US-Skandalrapper Kanye West darf nach seinen antisemitischen und rassistischen Aussagen nicht nach Großbritannien reisen. Das hat auch gravierende Auswirkungen auf das mit ihm geplante Festival

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Weltglücksbericht

Israelis und die Freude am Leben

Trotz Kriegen und Terror landet der jüdische Staat weit vorn auf Platz 8. Die Forscherin Anat Fanti erklärt, warum

von Sabine Brandes  06.04.2026

Jazz

Omer Klein: »The Poetics«

Der israelische Pianist hat ein neues Album veröffentlicht. Es ist ein analoges Klangerlebnis, das innere und äußere Räume weit öffnet

von Ayala Goldmann  06.04.2026

Iryna Fingerova

»Man darf Kulturen nicht vergleichen«

Die Schriftstellerin und Ärztin über die Folgen einer Emigration, ihr Verhältnis zur Ukraine und das Leben als Jüdin in Deutschland – allesamt auch Themen ihres Romans »Zugwind«

von Maria Ossowski  05.04.2026

Dana von Suffrin

Wutgeburt

»Toxibaby« erzählt von einer toxischen deutsch-jüdischen Beziehung

von Katrin Diehl  04.04.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der Jüdischen Welt

von Katrin Richer, Imanuel Marcus  04.04.2026

Michael Brenner

»Für die Nazis durfte es ›arische Juden‹ eigentlich nicht geben«

Der Historiker erforscht das Schicksal von Konvertiten in der NS-Zeit. Ein Gespräch über Menschen, die in keine Schublade passten

von Ayala Goldmann  04.04.2026