USA

Bob Dylan weist Missbrauchsvorwürfe zurück

Bob Dylan Foto: imago

USA

Bob Dylan weist Missbrauchsvorwürfe zurück

Die 56 Jahre alte Behauptung sei unwahr und er werde sich dagegen energisch zur Wehr setzen, kündigt der Sänger an

 17.08.2021 12:59 Uhr

Sänger und Literaturnobelpreisträger Bob Dylan (80) hat lange zurückliegende Missbrauchsvorwürfe zurückgewiesen. Die 56 Jahre alte Behauptung sei »unwahr«, und man werde sich dagegen energisch zur Wehr setzen, erklärte das Sprecherteam des Künstlers am Montag in einer Mitteilung, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

In der am Freitag beim Obersten Gericht in New York eingereichten Klage wirft eine Frau aus Greenwich (US-Staat Connecticut) dem Musiker vor, er habe sie als Zwölfjährige im Jahr 1965 sexuell missbraucht. Laut der Klageschrift soll Dylan seinen Ruhm benutzt haben, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Er habe auch Alkohol und Drogen eingesetzt. Der mehrfache Missbrauch habe unter anderem im New Yorker Chelsea Hotel stattgefunden, wo Dylan zeitweise lebte.

TRAUMA Die Vorwürfe umfassen Körperverletzung und Zufügung seelischen Leides. Die Klägerin leide heute noch unter den Folgen des emotionalen Traumas, machen ihre Anwälte geltend. Sie verlangt Schadenersatz in nicht genannter Höhe. Die Identität der Frau wurde nicht bekannt.

Bob Dylan, geboren als Robert Allen Zimmerman, zählt seit Jahrzehnten zu den einflussreichsten Musikern. Nach seinem Durchbruch mit dem Lied »Blowin‘ In The Wind« (1963) landete er 1965 einen weiteren Welterfolg mit »Like A Rolling Stone« von dem Album Highway 61 Revisited.

Oscar-Preisträger Dylan, der 2016 den Literaturnobelpreis erhielt, hat über 100 Millionen Tonträger verkauft. Mit dem Verkauf seines Liedkatalogs im vorigen Jahr an den weltgrößten Musikkonzern Universal Music soll er mehr als 300 Millionen Dollar eingenommen haben. dpa

Schwäbisch Hall

Wenn Elefanten Synagogen tragen

In der kleinen Stadt sind die beiden einzigen erhaltenen Werke des Synagogenmalers Elieser Sussmann zu sehen – Paneele aus der Betstube von Unterlimpurg und der Frauenschul von Steinbach

von Michael Schleicher  09.06.2026

Interview

»Selbst ernannte progressive Linke haben offenbar das völkische Denken gelernt. Das ist alles so absurd«

Der Kabarettist Dieter Nuhr über den Erhalt des Leo-Baeck-Preises, Solidarität mit Israel und Kritik an seiner Person

von Detlef David Kauschke  09.06.2026

Fußball

Fußball auf dem Appellplatz von Buchenwald

Seit der Europameisterschaft 2024 erinnert die Gedenkstätte Buchenwald im Internet an Fußballer, Funktionäre und Spiele im ehemaligen Konzentrationslager. Der Appellplatz war Spielstätte, Häftlinge konnten kurz dem Lageralltag entfliehen

von Matthias Thüsing  09.06.2026

Hollywood

Zoë Kravitz jagt Bankräuber

In der Action-Komödien-Thriller »How to Rob a Bank« spielt die jüdische Darstellerin eine Software-Ingenieurin unter Hausarrest

 09.06.2026

Kulturkolumne

Über Langzeitbeziehungen und Affären

Warum ich Esther Perel verehre

von Laura Cazés  09.06.2026

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 09.06.2026

Kino

Spielbergs »Disclosure Day« feiert Kinostart

Als Inspiration für dieses Projekt nennt der jüdische Regisseur einen »New York Times«-Artikel über geheime UFO-Programme des Pentagon

 09.06.2026

Berliner Revue

»Berlin, Du coole Sau!«: Sharon Brauner auf Tour

Es handelt sich um eine der aufwändigsten Bühnenproduktionen ihrer Karriere. Im Herbst beginnt die Deutschlandtournee

 08.06.2026

Kommentar

Der Hass trägt heute Palästinaflaggen

Wie der kulturelle Boykott Israels die Ausgrenzung von Juden normalisiert

von Sarah Maria Sander  07.06.2026